Thema: U-Bahn

 

4 zufällige Bildkritiken zum Thema U-Bahn:

Porträt ohne Gesicht: Der Tube-PianistU-Bahn U-Bahn-Foto: Der entscheidende AugenblickNachtfotografie-Farbabstraktion: Unsichtbare Grafik

 

Alle 5 Artikel zum Thema U-Bahn auf fokussiert.com:

Konzeptfoto:
Regungslos starrt die Frau

Ein Motiv ist entweder logisch oder so überdreht, dass es lustig oder skurril wirkt. Einer teilnahmslos schauenden Frau einen Regenschirm in die Hand zu drücken, reicht allerdings nicht.

Kommentar des Fotografen:

Porträt einer jungen Frau, symbolisch ins Spannungsfeld zwischen beschleunigter Ökonomie und persönlicher Zurückhaltung und Zweifel an deren Menschlichkeit gesetzt.

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Johannes Walther:

Mehrmals musste ich die Bemerkungen des Fotografen zum Bild lesen. War der Kommentar ernst gemeint? Oder sollte hier mit einem Augenzwinkern die ausufernden Künstler-Beschreibungen zu ihren Werken auf die Schippe genommen werden?

Ich befürchte jedoch, der Fotograf meint es ernst, wenn er von „Spannungsfeld zwischen beschleunigter Ökonomie und persönlicher Zurückhaltung und Zweifel an deren Menschlichkeit“ redet.

Aber widmen wir uns dem Foto:

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U-Bahn-Foto:
Der entscheidende Augenblick

Street photography, oder zu deutsch Straßenfotografie, lebt vom Augenblick, der eingefangen wurde – mehr noch als andere Arten der Fotografie, weshalb die üblichen Gesetze von Technik und Komposition außer acht gelassen werden können.

Kommentar des Fotografen:

In der Münchner U-Bahn, leider nur mit dem iPhone fotografiert, weil ich diese natürliche Atmosphäre nicht verändern wollte. In dem Augenblick, in dem ich meine Kamera rausgeholt hätte, wäre alles verloren. Mich würde interessieren, wie man solche Aufnahmen spontan, ohne dass dieser Zauber des Moments weg ist, sonst machen kann. Wohl eher nicht, oder??

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Cüneyt Bekler:

Henri Cartier-Bresson, einer der Väter von Street, sprach gerne vom „entscheidenden Augenblick“ eines Fotos. Dieser Ausspruch wurde ihm später zum Fluch, weil er immer wieder zitiert wurde.

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Nachtfotografie-Farbabstraktion:
Unsichtbare Grafik

Wer lernt, so zu sehen, wie die Kamera sieht, kann Bilder schiessen, die wie aus einer andern Welt scheinen.

Kommentar des Fotografen:

Eine Langzeitaufnahme, während die U-Bahn und zwei Autos vorbeifuhren. Die Brücke wird so wie auf den Bild blau angestrahlt. Musste unzählige Aufnahmen machen, damit ich die Bahn, die Scheinwerfer des Autos und die Rücklichter des anderen Autos in richtigen Moment erwischte.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Alexander Rieber:

Eine Bahnbrücke mit einer darunter in einer Kurve von vorne links nach Bildmitte links verlaufenden Strasse. Nachts fotografiert, sind auf der Aufnahme neben der blau beleuchteten Brücke ausschliesslich Lichtmuster eines vorbeifahrenden Zugs, der Autos und der Strassenbeleuchtung sichtbar. zu den elegant angeordneten Lichterlinien gesellt sich ind er Aufnahme eine rasante farbmischung von grafischer Qualität.

Kritik ist wohl hier falsch, ich möchte dieses Bild eher würdigen als das, was es ist:

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Porträt ohne Gesicht:
Der Tube-Pianist

Schnellschüsse aus der Hüfte können Glückstreffer werden. Oder der Fotograf hat Pech und schafft es nicht, das Wesen des Porträtierten einzufangen.

Kommentar des Fotografen:

Dieses Bild ist entstanden, als ich im Londoner Untergrund unterwegs war.

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Marvin Mendzies:

Ich möchte wetten, dass der Fotografen den Porträtierten vor dem Fotografieren nicht gefragt hat, ob er ein Foto machen darf bzw. auch nicht mit ihm geredet hat. So wirkt zumindest das Bild.

Marvin Mendzies hat es in der Rubrik “Porträt” eingereicht, aber schon der Aufnahmestandpunkt lässt vermuten, dass hier sozusagen “aus dem Versteck” fotografiert wurde. Das würde ich bei einer Reportage über somalische Kindersoldaten oder den ukrainischen Straßenstrich verstehen, aber nicht bei einem Keyboarder in der Londoner U-Bahn:

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U-Bahn “Straßenfoto”:
Symmetrie muß Sinn ergeben

Perfekte Symmetrie in einem Foto kann sehr interessant wirken, wenn sie bewußt und wirkungsvoll eingesetzt wird.

Kommentar des Fotografen:

Ich bin sehr glücklich über dieses Bild, schließlich gelang es mir, diese nur wenige Sekunden lang dauernde “Szene” meiner Meinung nach optimal einzufangen. U-Bahn hält an Endhaltestelle, alle sind schon ausgestiegen außer wir beide, meine Gegenüber bleibt kurz stehen und sieht aufs Handy, geht aber Sekundenbruchteile später weiter und steigt ebenfalls aus. Ich mag die Perspektive und die sich dadurch ergebene Tiefe. Meiner Meinung nach lenkt in der farbigen Variante zu viel vom Subjekt ab, in Graustufen wirkt es ein wenig ruhiger und gefälliger fürs Auge.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Johannes Huss:

Das erste, was mir an diesem Foto sofort auffiel, war die fast vollständige Symmetrie, durch die es visuell beherrscht wird.

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