Aktfoto: Nackt unter Helmen

Auch Aktfotos brauchen eine Geschichte. Das einfache Aufstellen einer Person vor einem beliebigen Hintergrund ergibt nicht automatisch einen logischen Zusammenhang.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Bodo Viebahn).

Kommentar des Fotografen:

Das Bild entstand bei einem Shooting im Stahlwerk Brandenburg. Mir gefällt das weiche natürliche Seitenlicht, das den Körper der Frau sanft konturiert und die Verbindung mit der Helmgalerie, die erzählerische Assoziationen unterstützt. Ich bin auf Eure Meinung gespannt.

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Bodo Viebahn:

Eine nackte Frau ist kein fotografischer Selbstzweck. Ich kann als Mann verstehen, warum das Genre „Aktfotografie“ zu den beliebtesten in der Fotografie gehört. Es ist unbestritten, dass es abgesehen von den technischen Herausforderungen eine lustvollere Arbeitsatmosphäre bietet als – sagen wir – die Fotografie von Industrieanlagen, wie sie das Ehepaar Becher betrieb.

Viele Männer scheinen jedoch in Anbetracht eines nackten Frauenkörpers grundlegende Aspekte der Fotografie auszublenden. Selbst wenn das Licht und die Komposition – wie hier – durchaus „der Norm entsprechen“, fehlt bei Amateuren, die sich an Aktaufnahmen versuchen, oft die Sinnlichkeit im Bild:

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Fotografien aus 24 Stunden: Pelikane und Computer

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Kamele an einer Militärparade und Pelikane auf einem See, die Eröffnung der CeBIT in Hannover und anhaltende Proteste in Nordafrika.

In der Rubrik „24 Stunden“ veröffentlichen wir die besten Pressebilder der vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach fotografischen Kriterien.

Fotografien aus 24 Stunden: Flammen und Spiegelungen

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Exodusbilder, brennende Öltanker, Eisfischer und eine Gegendemonstration

In der Rubrik „24 Stunden“ veröffentlichen wir die besten Pressebilder der vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach fotografischen Kriterien.

New Topographics: Neuer Blick auf die Landschaft

Diese Ausstellung hat die künstlerische Fotografie verändert: „New Topographics“, eine neue Sicht auf die Landschaft, die vom Menschen gestaltete Landschaft.

Robert Adams: Tract Housing, North Glenn and Thornton, Colorado, 1973, George Eastman House collections © Robert Adams, courtesy of Fraenkel Gallery, San Francisco, and Matthew Marks Gallery, New York

Die jungen Fotografen der Siebzigerjahre wandten sich vom Erhabenen ab und der Alltagsumwelt zu. Die Ausstellung „New Topographics“ vereint Leute wie Stephen Shore, Lewis Baltz oder die Bechers, wurde 1975 erstmals gezeigt, 2009 rekonstruiert und ist gerade in Köln zu sehen.

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Fotografien aus 24 Stunden: Tee und Schnee

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Tee-Ernte in Japan, Schnee in Serbien und zwei wildgewordene Schafsböcke in Afghanistan.

In der Rubrik „24 Stunden“ veröffentlichen wir die besten Pressebilder der vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach fotografischen Kriterien.

Zoo-Foto: Starke Symbolik, perfekt umgesetzt

Durch Reduktion der Bildinhalte wird hier die Bildaussage verstärkt und Raum für Interpretationen geschaffen.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Friedhelm Peters).

Kommentar des Fotografen:

Zuerst einmal hoffe ich das ich das Bild in die richtige Kategorie eingeordnet habe. Was gibt es zu diesem Bild zu sagen, ich besuche gerne und regelmässig den Zoo. Besonders die Primaten habe es mir angetan, und sie zu beobachten ist eigentlich eine grosse Freude wenn da nicht (nicht nur bei den Primaten) immer wieder das ungute Gefühl hervorkommen würde, dass die Tiere gefangen sind, ihrer Freiheit, auf die wir so viel wert legen, beraubt. Dieses in ein Bild zu packen habe ich schon des öfteren versucht, aber so wirklich zufrieden war ich bisher nicht. Bei diesem Bild ist die Hand eines Schimpansenjungen, fast noch ein Baby, zu sehen. Gerade dadurch, dass die Hand so klein ist, kommt sie in meinen Augen besonders zur Geltung. In Anlehnung an ein berühmtes Lied habe ich das Bild auch „Sind so kleine ….“ genannt.

Profi Jan Zappner meint zum Bild von Friedhelm Peters:

Ein Bild, das inhaltlich, formal und technisch alles richtig macht, um Spielräume zu schaffen und Emotionen zu wecken. Was ist hier richtig gemacht worden?

Zunächst wurde inhaltlich stark reduziert:

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Fotografien aus 24 Stunden: Augen

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Augen, Shuttle, Musikfestival

In der Rubrik „24 Stunden“ veröffentlichen wir die besten Pressebilder der vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach fotografischen Kriterien.

Ufer-Stillleben: Die Madonna über dem Wasser

Eine ausgeglichene Belichtung ist bei Gegenlichtaufnahmen mit der Sonne praktisch unmöglich. Es gibt aber Hilfsmittel und Tricks, um extreme Kontrastprobleme abzuschwächen.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Johann Kühnl).

Kommentar des Fotografen:

Für ein Projekt fotografiere ich zur Zeit die Leitern und Treppen in Strandbädern in ihrer Eigenschaft als Grenzübergänge – nicht nur zwischen Land und Wasser, sondern vor allem zwischen Zivilisation und Natur. Das ist eins davon, entstanden am Attersee/OÖ.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Johann Kühnl:

Ein von der abendlichen Sonne beleuchteter Holzsteg führt vom Betrachter weg in den unmittelbaren Vordergrund dieser Schwarz-Weiss-Fotografie. Die Bügel der daran rechts versetzt montierten Badeleiter liegen genau in der horizontalen Bildmitte, ihre Schatten fallen nach schräg rechts unten über die zum Fluchtpunkt weisenden Latten des Stegs. Das Klare Wasser eines Sees füllt das Bild bis etwa einen Drittel in der Vertikalen, dahinter zieht sich von rechts eine Bergkette nach links über den Horizont, wo die Sonne gleissend unter leichten Wolken durchscheint.

Gegenlichtaufnahmen sind ein heikles Unterfangen. Wenn die Sonne direkt im Bild zu sehen ist und nicht von Wolken verdeckt wird, ist der Kontrastumfang jedenfalls zu gross für den Sensor:

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Fotografien aus 24 Stunden: Gespiegelte Sonne

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Gespiegelte Sonne, Eisskulptur, Kuba-Taxi

In der Rubrik „24 Stunden“ veröffentlichen wir die besten Pressebilder der vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach fotografischen Kriterien.

Dokumentation: Der Vordergrund fehlt

Auch bei einem dokumentarischen Foto macht der Vordergrund das Bild spannender.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Jürgen Beckmann).

Kommentar des Fotografen:

Abbruch des grossen Ausflugsrestaurants auf dem Drachenfels bei Bonn. Da ich wusste, das die Arbeiten gerade im Gang waren und ich ein paar Tage frei hatte, bin ich mal hingefahren, um ein paar Bilder zu machen. Das Wetter war nicht wirklich gut, aber dafür gab es ein paar tief hängende Wolken und eine schöne Lufttperspektive im Hintergrund. Es sollte natürlich nicht nur ein dokumentarisches Bild werden sondern auch ein interessantes Bild mit klarem Aufbau. Die Frage ist, ob das so gelungen ist.

Profi Jan Zappner meint zum Bild von Jürgen Beckmann:

Ein Gebäude auf einem Felsen wird abgerissen, im Hintergrund schimmert ein Fluss. Das Bild vermittelt eine ruhige Atmosphäre. Vor allem aufgrund der monotonen Farbgebung – aber auch weil im Bild nichts passiert:

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