Mitzieh-Sportfoto: Dreh- und Angelpunkt

Durch mitziehen der Kamera lassen sich dynamische Fotos voller Bewegungsunschärfe schiessen. Die Richtung der Ziehbewegung allerdings ist eine Knacknuss.

Motorrad-Offroad-Mitzieh Fotografie

Canon EOS 60D Aufnahmedaten: 1/40s bei Blende 6.3 mit 18mm Brennweite und ISO 3200 © Magnus Peter

Magnus Peter aus Rastatt : Ich habe die Kategorie „Schnappschuss“ gewählt, da es keine Kategorie Sport gibt. Ein Schnappschuss ist es dennoch: Aufgenommen habe ich es bei einer Offroad-Tour durch die Karpaten (Rumänien). Bei einer kurzen Pause sausten dann zwei Cross-Fahrer vorbei. Ich Kamera hoch und zum Glück den Ai-Servo noch drin. Den einen Crosser habe ich „erwischt“.
An dem Bild habe ich nichts bearbeitet außer auf eure max. Größe gebracht.

Die erste Schwierigkeit beim Mitziehen der Kamera mit einem Bewegten Objekt liegt im richtigen Tempo. Und die zweite, das richtige Detail in den Fokus zu kriegen. Weiterlesen

Nachtfotografie Hamburger Hafen: Ein Farbenspiel

Die Nachtfotografie wird durch die Digitaltechnik einfacher, besser und ausdrucksstärker. Erstaunlicherweise lohnt sich nachts ganz besonders das Spiel mit der Farbe: das zeigt diese Aufnahme sehr gut.

Hamburger Hafen, Nachfotografie

Der Hamburger Hafen am Abend: Ein Farben-Kaleidoskop. © Birgit Müller Nikon D750 13s bei Blende 9 mit 48mm Brennweite und ISO 80

Birgit Müller aus Wilhelmshaven: Das Bild entstand von der Plaza der Elbphilharmonie und zeigt den Hamburger Hafen nach Sonnenuntergang. Ich wollte hier die Lichter der Stadt ebenso einfangen wie das Treiben am Hafen. Zur Bearbeitung wurden von mir in der RAW-Entwicklung die Farben, Lichter und Kontraste etwas angepasst. Durch die LZB vermittelt für mich das Bild Ruhe und zeigt trotzdem, wieviel Leben in dieser Stadt steckt.

Nachts sind keineswegs alle Katzen grau – heute weniger denn je. Deswegen liegt ein grosser Reiz der digitalen Nachtfotografie (Affiliate-Link) in den Farben, die zu dieser Zeit mit höchstem Kontrast eingefangen werden können. Weiterlesen

HDR-Kombo: Havanna im Zeitsprung

Bisweilen kann in einer Fotografie mit bewusster Imperfektion der technischen Mittel ein zusätzlicher Stimmungseindruck betont werden. Hier ist das sehr gut gelungen.

Paseo in Havanna, HDR – © Lorenz Borsche

Paseo in Havanna, HDR – © Silke Lamek

Lorenz Borsche aus Heidelberg: Eine (von Chip als schlecht bewertete) 5 MP Handy-Knipse (Moto G LTE), dazu die HDR Pro App, so ist dieses Bild am 5.2.2016 anlässlich einer Cuba-Reise in Havanna am unteren Ende des Paseo (was in Barcelona die Ramblas ist in Havanna der Paseo) entstanden. Die Exif-Daten von jetzt hat leider die App zur Reduktion der Grösse geschrieben… In den Originaldaten stehen 4,9 MP mit ca. 1950×2500 Pixeln und 4mm? drin…

Ich finde reizvoll, das die Überlagerung der drei Aufnahmen die Menschen flüchtig erscheinen lässt in einer Architektur, der wiederum *ihre* Flüchtigkeit über einen viel längeren Zeitraum an ihrem Zustand anzusehen ist. Wir haben es uns 60×80 als Poster auf Rahmen an die Wand gehängt und ich bin immer wieder aus neue davon begeistert, denn der technische Fehler macht das Bild für mich erst lebendig und interessant.

Allzu oft versuchen wir, die Spuren der technischen Effekte zu verwischen, die wir auf ein Bild anwenden. Du hast hier das Gegenteil in einer Belichtungsreihe zu Deinem Vorteil benutzt.

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Makroaufnahme: Geometrie und Chaos

Mit sehr einfachen Mitteln gut umgesetzte Themenidee: Ein Beispiel für fotografische Fingerübungen mit Potential.

Limmetten-Geometrie

Olympus E-510, 1/50s bei Blende 2.5 mit 50mm Brennweite und ISO 400

Charlotte Hasler aus schreibt zu diesem Bild: Ich musste für die Uni ein Fotoprojekt zum Thema „Chaos und Geometrie“ machen und das ist eins der dabei entstandenen Bilder. Insgesamt habe ich dabei verschiedene Obst und Gemüsesorten fotografiert.

Nein, das ist keine Food-Fotografie (Affiliate-Link) – auch wenn sie Lebensmittel zeigt, und das auch noch in sehr ansprechender Weise.

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Landschaft mit Vordergrund: Wählerisch sein

In der Landschaftsfotografie gilt in Abwandlung von Capas berühmtem Zitat: Ist die Komposition nicht perfekt, hast Du zu wenig Zeit investiert.

 

Sonnenaufgang im Grand Teton Nationalpark, Wyoming.

Sonnenaufgang im Grand Teton Nationalpark, Wyoming. © David Stein Canon EOS 5D Mark III, 1/25s bei Blende 11 mit 17mm Brennweite und ISO 100

David Stein aus Hergolshausen schreibt zu diesem Bild: Dieses Bild habe ich bei meinem aktuellen Trip durch die USA aufgenommen. Zu sehen ist der Grand Teton im gleichnamigen Nationalpark, der sich im Jenny Lake reflektiert.
Die Teton Kette läuft ziemlich genau von Norden nach Süden, weshalb mir klar war, dass ich morgens sehr schönes Licht auf den Bergen haben sollte, wenn das Wetter mitspielt.
Das Bild ist aus drei Aufnahmen zusammengesetzt, die mit Lightroom zusammengefügt wurden. Dabei ging es mir vor allem darum, dass ich die Zeichnung in den Bäumen im Vordergrund im Bild haben konnte, aber auch den vergleichsweise sehr hellen Himmel.
Die restliche, wenn auch tatsächlich recht spärliche Bearbeitung erfolgte in Photoshop (Kontrast, Sättigung und Schärfe)

Landschaftsfotografie bietet einen grossen Vorteil gegenüber allem, was an fotografischen Genres mit Menschen und Tieren zu tun hat: Landschaften bewegen sich selten. Umso mehr kann es dafür der Fotograf oder die Fotografin tun und einen perfekten Bildausschnitt wählen.

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