Robert Kneschke

Robert Kneschke ist 1980 in Berlin geboren und Fotoproduzent. Das heisst, eigentlich ist er ausgebildeter Politologe mit Schwerpunkt auf Medienpolitik.

Mit acht Jahren hielt er seine erste Kamera in der Hand: Eine orange Beirette SL 100 N, ohne Batterie zu benutzen, und kaum mehr dran als ein Auslöser.

Nach etlichen Jahren des Arbeiten und Sparens leistete Robert sich mit 15 seine erste Spiegelreflexkamera: Die Canon EOS 500. Es folgte eine lange Phase des Experimentierens, Scheiterns, Neuanfangs und Lernens. Zehn Jahre später war es Zeit für die erste Digitalkamera: Die Canon 20D.


Während seines Studiums begann Robert, Fotos via Bildagenturen zu verkaufen. Nach dem Diplom entschied er, sich ganz der Stockfotografie zu verschreiben. Seit 2006 lebt er von seiner Arbeit als Fotoproduzent – zur Zeit in Köln.

Roberts Arbeitsschwerpunkt sind People-Aufnahmen, meist im Studio aufgenommen. Sie zeichnen sich durch einen hellen, freundlichen und optimistischen Stil aus.


Fotos von ihm erscheinen in Zeitungen und Zeitschriften wie FOCUS, Freundin, Süddeutsche Zeitung, BUNTE, Computerbild, BRAVO, Eltern und vielen anderen.

In seinem Blog “Alltag eines Fotoproduzenten” lädt Robert Kneschke zu einem Blick hinter die Kulissen seiner Arbeit ein und beschäftigt sich mit den beruflichen Seiten der Fotografie. Seine Webseite verrät ebenfalls mehr über Robert Kneschke.

Robert ist erreichbar via


 

Alle 42 Artikel von Robert Kneschke auf fokussiert.com:

Schattenfoto:
Indirekte Gestaltung

Robert Kneschke, 8. März 2010 um 11.02 Uhr , 5 Kommentare Kommentare

Schatten sind ein ebenso legitimes Mittel zur Bildgestaltung wie das Licht selbst, von dem sie erzeugt werden. In fast klassischer “Street Photography”-Manier werden hier die Schatten eines Hauses für den Bildaufbau benutzt.

Kommentar des Fotografen:

Dieses Bild habe ich im Novemer 2009 in Valencia/Spanien aufgenommen. Es ist eines der ersten Versuche, wieder mit der analogen Spiegelreflex zu arbeiten. Dieses Bild ist Teil einer Serie, die als Straßenfotografie bezeichnet werden kann. Gelungen finde ich an dieser Fotografie das Spiel zwischen Licht und Schatten.

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Sven Schwinning:

Ich kann dem Fotografen Sven nur zustimmen, wenn er als Kommentar zu seinem Bild schreibt: “Gelungen finde ich an dieser Fotografie das Spiel zwischen Licht und Schatten.” Das ist es in der Tat.

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Selbstporträt:
Das Fenster als Softbox

Robert Kneschke, 22. Februar 2010 um 11.00 Uhr , 2 Kommentare Kommentare

Eine ruhige Morgenstimmung fängt man am besten mit natürlichem Licht ein. Wer – wie hier – weiße Vorhänge vor das Fenster zieht, erhält als Bonus gleich einen unbezahlbaren Softbox-Effekt.

Kommentar des Fotografen:

Dieses Bild mag ich sehr, weil es so geworden ist, wie ich es mir vorher vorgestellt habe. Das ist leider bisher nur selten der Fall. Ich mag besonders die Lichtstimmung – obwohl ich mir genau bei dieser auch wieder unsicher bin, ob sie dem Bild “gut tut”. Das Bild wurde an einem Sonntag Morgen mit meiner alten Seagull aufgenommen. ISO war 100 und Belichtungszeit ca. 1/30; Blende 8. Bin mir aber bei den Parametern nicht mehr sicher. Es handelt sich quasi um ein Selbstportrait und wurde per Selbstauslöser gemacht. Wie gesagt, bin ich mir über die Farbe des Lichts noch unsicher. Obwohl Sie der Realität sehr nahe kommt. Außerdem stört mich selbst, dass der Vorhang ein Trapez formt und nicht gerade fällt. Ich fotografiere noch nicht sehr lange und würde mich gerne verbessern.

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Steffen Jörg:

Der Trick ist einfach, aber sehr effektiv. Man nehme ein sonnenbeleuchtetes Fenster, ziehe weiße Vorhänge davor und – schwupps – ergibt das einen samtweichen Softbox-Effekt. Den hast Du bei diesem Selbstportrait genutzt.

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Aktfoto:
Abwandernde Blicke

Robert Kneschke, 19. Februar 2010 um 11.03 Uhr , 0 Kommentare Kommentare

Aktfotografie ist ein schweres Genre der Fotografie, in der viele Fehler gemacht werden können. Dieses Foto illustriert einige davon.

Kommentar des Fotografen:

Name “Lowlightlamp”, Aktfoto

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Steffen J.:

Die Aktfotografie ist nicht ohne Grund eine der schwersten Genres der Fotografie. Paradoxerweise ist dieser Bereich auch einer der beliebtesten bei Fotografie-Neulingen, was ich ihnen nicht verübeln kann, da der Anblick schöner menschlicher Körper ein Genuss für sich ist. Auch ein Blick in die Fotografie-Abteilung der Buchläden lässt einen deutlichen Schwerpunkt auf Aktfotografie erkennen.

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Nachtaufnahme:
Die Lichter des Oktoberfests

Robert Kneschke, 15. Februar 2010 um 10.48 Uhr , 4 Kommentare Kommentare

Nachts ist die Zeit des Lichtmalens, und was eignet sich besser dafür als ein Rummel mit all den blinkenden Lichtern und bunten Farben? Jürgen Schulte hat sie festgehalten.

Kommentar des Fotografen:

Impression vom Oktoberfest 2009 in München. Ich finde das Farbenspiel sich schnell drehender Fahrgeschäfte faszinierend. Mit einer etwas längeren Belichtungszeit erfasst man nicht nur die Dynamik der Bewegung. Ähnlich einer sich schnell drehenden Palette eines Malers entstehen immer neue Farbspiele und Formen, die die konkrete Technik des Karussels völlig in den Hintergrund treten lassen. Ein Eindruck, der dem flüchtigen Beobachter meist verborgen bleibt.

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Jürgen Schulte:

Das Zeichnen mit Licht ist eine Art der Kunst, bei der die Fotografie (und zum Teil auch der Film) zur Hochform auflaufen.

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Sitzporträt:
Reduktion in der Komposition

Robert Kneschke, 18. Januar 2010 um 11.13 Uhr , 1 Kommentar Kommentare

Manchmal ist weniger mehr: Auch wenn der Beschnitt von Porträts viel Fingerspitzengefühl verlangt.

Kommentar des Fotografen:

aufgenommen mit meiner canon 40d, Objektiv 55-250mm

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Sandra Avery:

Ein schönes Portrait. Nicht atemberaubend und umwerfend, aber auch nicht schlecht: Gutes Handwerk eben. Die porträtierte Frau schaut zufrieden in die Kamera, ihre Pose wirkt bequem und lässt das Gesicht, die Augen und Haare gut zur Geltung kommen.

Trotzdem gibt es einige kleine Makel, die das Bild zumindest von der Perfektion trennen:

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Setzlingsfeld mit Drohwolken:
Behutsames HDR

Robert Kneschke, 13. Januar 2010 um 11.44 Uhr , 4 Kommentare Kommentare

Wenn ein Effekt das Motiv erdrückt, wird ein Foto zur Effekthascherei. Wenn ein Effekt, in diesem Fall HDR, behutsam benutzt wird, kann er das Motiv jedoch unterstützen und sinnvoll verbessern.

Kommentar des Fotografen:

Gesehen von der A9 aus kurz vor Lobenstein-Thüringen. Blick vom Auto aus sehr spektakulär. Standpunktsuche auf der Rückfahrt war sehr schwierig, da das Gelände unmittelbar an der Autobahn nicht zugänglich war.

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Hans Niemietz:

HDR steht für High Dynamic Range und ist eine Technik, die es Fotografen ermöglicht, Fotos mit einem Kontrastumfang zu erstellen, den heutige Kamerasensoren üblicherweise nicht gleichzeitig aufnehmen können.

Auch das Bild von Hans Niemitz benutzt diese Technik, bzw. simuliert sie nur:

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Porträt ohne Gesicht:
Der Tube-Pianist

Robert Kneschke, 11. Januar 2010 um 10.53 Uhr , 10 Kommentare Kommentare

Schnellschüsse aus der Hüfte können Glückstreffer werden. Oder der Fotograf hat Pech und schafft es nicht, das Wesen des Porträtierten einzufangen.

Kommentar des Fotografen:

Dieses Bild ist entstanden, als ich im Londoner Untergrund unterwegs war.

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Marvin Mendzies:

Ich möchte wetten, dass der Fotografen den Porträtierten vor dem Fotografieren nicht gefragt hat, ob er ein Foto machen darf bzw. auch nicht mit ihm geredet hat. So wirkt zumindest das Bild.

Marvin Mendzies hat es in der Rubrik “Porträt” eingereicht, aber schon der Aufnahmestandpunkt lässt vermuten, dass hier sozusagen “aus dem Versteck” fotografiert wurde. Das würde ich bei einer Reportage über somalische Kindersoldaten oder den ukrainischen Straßenstrich verstehen, aber nicht bei einem Keyboarder in der Londoner U-Bahn:

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Trauernde Blumen:
Klassische Fehler

Robert Kneschke, 17. Dezember 2009 um 11.03 Uhr , 12 Kommentare Kommentare

Wer Blumen fotografiert, sollte zwei Fehler nicht machen. Einfach von oben herab fotografieren und dem Hintergrund zu wenig Aufmerksamkeit schenken. Beides ist hier leider passiert.

Kommentar des Fotografen:

Dieses Stilllife fotografierte ich in der Nähe meines Wohnorts auf einem „Selber-pflücken-Blumenfeld“. Es sollte das Vergängliche versinnbildlichen und auch auf die Jahreszeit hinweisen, den Herbst. Mir scheint, die obere Blume betrauert mit hängendem Kopf die am Boden liegende…. Und was seht ihr dabei? Bräuchte es mehr „Umfeld“. Ich bin gespannt auf die Kritik, danke.

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Roland Horni:

Manchmal ist es schwer, das Bild in dem eigenen Kopf mit dem Bild in der Kamera zu vereinen. Zuviele Gedanken und Gefühle stecken im Kopf, die vom Fotoapparat schlicht ignoriert werden. Das Ergebnis ist dann ein leider enttäuschendes Blumenfoto.

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Bildserie Völlegefühl:
Konzeptserie mit Witz

Robert Kneschke, 15. Dezember 2009 um 11.03 Uhr , 0 Kommentare Kommentare

Bunt, konzipiert und doppelt: Die Fotokünstlerin lässt mit ihren Doppel-Selbstportraits raten.

Kommentar des Fotografen:

californication self

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Adriana Navalesi:

Das Foto hat mir einfach spontan gefallen. Das ist keine ausreichende Bildbesprechung, deswegen hole ich etwas aus. Adriana Navalesi macht vor allem Selbstportraits im Doppelpack. Auch auf fokussiert.com haben wir schon eins ihrer Fotos besprochen.

 

Während mich das damalige Werk eher abstieß und ich auch ihre anderen Arbeiten persönlich etwas befremdlich finde, gelingt es mir mit dem hier gezeigten, “californication self” betitelten Doppelfoto, ihre Arbeiten langsam zu verstehen und Gefallen daran zu finden. Vielleicht ist es wie bei exotischeren Gerichten, die man erst mehrmals probieren muss, um entscheiden zu können, ob sie einem munden oder nicht

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Frauenporträt:
Pur

Robert Kneschke, 7. Dezember 2009 um 11.03 Uhr , 8 Kommentare Kommentare

Auch mit minimalistischer Ausstattung können sehenswerte Portraits entstehen. Baustrahler, Backpapier und Festbrennweite reichen.

Kommentar des Fotografen:

Wie unschwer zu erkennen handelt es sich um ein Portrait einer jungen Frau. Enstanden ist das Bild Ende letzten Jahres. In meiner WG haben wir mit Bauscheinwerfern, Backpapier und meinem 50er Nikkor eine kleine Fotosession gemacht. Das ist eines meiner Lieblingsbilder aus dieser Serie. Anschnitte liebe ich, und der kleine Schärfenbereich, der durch das lichtstarke Objektiv möglich ist, verzeiht unspannende Hintergründe und legt den vollen Fokus auf den Ausdruck. Ich mag es sehr und bin über konstruktive Kritik sehr dankbar.

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Franziska Schäfer:

Ach, das weckt Erinnerungen. Starker Anschnitt und Ausleuchtung mit Baustrahlern und Backpapier als Diffusoren davor. Okay, ich habe früher stattdessen weiße Bettlaken genommen, aber der Effekt ist ähnlich.

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