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Bildarchiv und Haltbarkeit:
Fotos für die Ewigkeit?

Wie wichtig sind dir deine Fotos? Was würdest Du tun, um sie zu schützen? Welche Methode zur Archivierung und Aufbewahrung ist die richtige?

Wie Fotos aufbewahren?

Wie Fotos aufbewahren? © Darius Ortmann

Eine der wichtigsten Aufgaben der Fotografie ist es zu dokumentieren. Obwohl es ein noch relativ junges Medium ist, gibt es bereits viele weltweit bekannte Ikonen der Fotografie, (Affiliate-Link) die wir als Bild mit einem bestimmten Ereignis verbinden. Solche Bilder haben sogar die Macht, über Jahrzehnte hinweg im kollektiven Gedächtnis der Menschheit zu überdauern, wie zum Beispiel das Foto vom sogenannten Napalm-Mädchen von Nick Út im Vietnamkrieg.

Die meisten von uns werden es zwar vermutlich nie schaffen, ein solch bedeutendes Foto zu machen, das bedeutet aber nicht, dass die eigenen Fotos keinen persönlichen Wert haben und somit schützenswert sind. Leider haben Fotos die Eigenschaft, ziemlich fragil und flüchtig zu sein. Eine Eigenschaft, die sich ziemlich schlecht zur Dokumentation eignet. Es gibt natürlich Möglichkeiten, die Dauer der Haltbarkeit zu erhöhen, diese sind aber mit Aufwand und Kosten verbunden. Es läuft also darauf hinaus, wie wichtig einem die eigenen Bilder sind und welchen Aufwand man für die Sicherung der Bilder treiben möchte.

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Tutorial Panorama-Fotografie (4/4):
Der Nodalpunktadapter

Aus der Hand ein breites Panorama zu schiessen ist sehr, sehr schwierig. Mit dem Stativ geht’s besser, aber am besten geht es mit Stativ und Nodalpunktadapter.

NPA_Details

Der Nodalpunktadapter (Affiliate-Link) ist ein an sich sehr wichtiges Instrument für die Panoramafotografie. Es wird erst am Ende dieses Panorama-Fotografie-Tutorials erwähnt, weil es zwar theoretisch immer verwendet werden müsste, in der Praxis tatsächlich nur für Panoramen nötig ist, bei denen Objekte sich recht nahe an der Kamera (wenige Meter und näher) vor einem deutlich weiter entfernten Hintergrund befinden; nimmt man z.B. in der Landschaft ein Panorama mit einer Normal- oder gar Telebrennweite auf, wo sämtliche Objekte ziemlich weit vom Kamerastandort entfernt sind, kann man auf diesen Adapter getrost verzichten.

Man kann einmal einen kleinen Test machen: mit der Kamera vor dem Auge und einem schwachen oder auch starken Weitwinkel-Objektiv drehe man sich langsam um die eigene Achse und beobachte genau die im Sucherbild erscheinenden Objekte (das kann man ruhig „indoor“ in einem großen Zimmer tun, wo sich z.B. ein Sessel oder Stuhl direkt vor der Nase vor dem Hintergrund einer Schrankwand o.ä. befindet). Achtet man genau auf ein solch nahe liegendes Objekt, wird man schon nach einer geringfügigen Drehung sehen, dass sich z.B. eine Stuhllehne vor dem Hintergrund des Schranks deutlich sichtbar verschiebt – und dies umso mehr, je weiter man sich selber

Streng genommen kann ein Stitch-Programm zwei benachbarte Bilder mit solchen Verschiebungen nicht fehlerfrei im Überlappungsbereich zur Deckung bringen – im zusammengesetzten Bild würden deutliche Fehler an genau diesen verschobenen Bildteilen zu sehen sein, z.B. wäre die Stuhllehne mit einem geisterhaften Schatten versehen oder ähnliches.
Mittlerweile bringen es die guten Panoramaprogramme fertig, solche Verschiebung – wenn sie geringfügig sind – auszugleichen und ein fehlerfreies Gesamtbild zu liefern.
Fotografiert man also Panoramen (z.B. in der Landschaft ohne Objekte in der unmittelbaren Nähe), kann man sich den Nodalpunktadapter sparen; bei stark weitwinkligen Bildern mit Details „direkt vor der Nase“ sollte man ihn aber verwenden.

Was tut der Nodalpunktadapter?

Kurz gesagt: er lässt die Kamera nicht mehr um den Punkt drehen, der durch die Achse des Panoramakopfes definiert ist, sondern um eine Achse, die exakt durch den optischen Mittelpunkt des Objektivs läuft. Dazu muss der Schlitten des Adapters, auf dem eine cm-Skala markiert ist, an einem bestimmten Punkt fixiert werden, den man für die eigene Kamera und das Objektiv bestimmen muss.

Dafür ist bei den Nodalpunktadaptern eine genaue Anleitung beigefügt, wie man anhand mehrerer Versuchsfotos und wechselnden Einstellungen am Adapter diese korrekte Marke ohne Berechnungen sehr genau herausfinden und fixieren kann.

Der Adapter muss auf einem Stativ befestigt werden, dafür ist dann auch ein Kugelkopf geeignet. Wichtig ist, dass der Adapter mithilfe z.B. einer winzigen Wasserwaage oder einer Linse am Stativkopf exakt waagrecht ausgerichtet wird.

Wiederholt man den oben beschriebenen Versuch, indem man an der gleichen Position wie vorher die Kamera auf einem korrekt eingestellten NPA befestigt, so wird man bei der langsamen Drehung sehen, dass sich die besagte Stuhllehne nicht mehr vor dem Hintergrund verschiebt.

Wenn man bei dieser Drehung Bilder fotografieren würde, wären die Überlappungsbereiche ohne verschobene Objekte und könnten fehlerfrei zum Panorama verschmolzen werden.

Dieses Beispiel auf www.weitesgebirge.de ist mit einem Nodalpunktadapter aufgenommen worden in zwei übereinander liegenden Reihen. Für die Verwendung des Adapters relevant waren z.B. die Felsen im Vordergrund mit dem Tal weit darunter oder genauso das kleine Gipfelkreuz mit den sehr weit dahinter liegenden Gipfelketten.

7 Tipps zur Portfolio-Erstellung:
Fotografisches Werk richtig präsentieren

Für den professionell wirkenden Auftritt eines Fotografen ist nichts wirksamer als ein gedrucktes Portfolio. Hier sind die wichtigsten Grundsätze eines erfolgreichen Profis, die beim Erstellen der Präsentation zu beachten sind.

Ein Portfolio sollte in einem Format präsentieren. © theimageflow

Ein Portfolio sollte in einem Format präsentieren. © theimageflow

Periodische Portfolio-Besprechungen sind ein wesentlicher Teil im Erfolgsplan eines jeden Fotografen. Nicht zuletzt handelt es sich dabei um hervorragende Gelegenheiten, Deine Arbeit buchstäblich unter die Nase der richtigen Leute zu bringen. Aber bevor Du Deine Arbeit zu einer Besprechung des fotografischen Portfolios bei einem Profi einreichst, solltest Du es in die bestmögliche Form bringen.

Um erfolgreich zu sein, muss ein Künstler eine Vision haben, die technischen Anforderungen seines Mediums meistern und ein grundsätzliches Verständnis des Kunstgeschäfts haben.

Wenn Du Dein fotografisches Portfolio präsentierst, wird nicht nur Deine Arbeit beurteilt, sondern der Künstler oder die Künstlerin selber. Der Reviewer fasst zwei Punkte ins Auge: Hinterlässt die Fotografin oder der Künstler einen seriösen Eindruck? Hat er oder sie die mentale Kraft, die es in der Kunstwelt braucht? Weiterlesen

Fotografie krass:
Mein Crowdfunding-Erlebnis
mit Holga Digital

Crowdfunding-Kampagnen sind grundsätzlich ein super Weg, für ein Projekt, das eine normale Bank nie oder zu unmöglichen Konditionen finanziert hätte, Geld aufzutreiben. Allerdings hätte man als Unterstützer gerne auch etwas davon, wenn ein Produkt versprochen wurde.

Fehlgeschlagenes Crowdfunding-Erlebnis mit Holga Digital

Fehlgeschlagenes Crowdfunding-Erlebnis mit Holga Digital

Stand: 8.6.2016

Eigentlich sollte das hier ein Artikel über den Vergleich meines Holga-Aufsatzes für meine Canon (Affiliate-Link) und der vor kurzem neu aufgelegten digitalen Holga werden, zusammen mit einem von mir gemachten entsprechenden Titelfoto. Diese Spielzeugkamera (für Rollfilm noch erhältlich) wurde per Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter und Indiegogo letztes Jahr wieder ins Leben gerufen, und da ich ein grosser Fan von analogen und Hybrid-Techniken bin, war ich sofort Feuer und Flamme. Hörte sich ja auch gut an: Du spendest ihnen Geld und bekommst dafür im Gegenzug eine digitale Holga.

Ich hatte mir die Seite und so weiter angeschaut, alles sah soweit seriös aus, und so habe ich eine bestellt, in der Erwartung, sie in den nächsten paar Wochen wie versprochen zugestellt zu bekommen. In Crowdfunding-Speak ist das ein sogenannter „Perk“, denn nicht immer gibt es ein konkretes Produkt, das man durch seinen Beitrag erwirbt.

Das war im Februar 2016, und ich halt bescheuert. So muss man es zumindest sehen, denn bisher habe ich keine Kamera bekommen. Statt dessen kam vor einem Monat eine Ankündigung, die zweite Produktionsphase sei jetzt abgeschlossen, sie würden in der folgenden Woche Tracking-Nummern zur Verfügung stellen. Gibt man auf der entsprechenden Seite seine Emailadresse ein, bekommt man eine Nummer. Nur für meine kommt nichts, und das seit Monaten.

Emails an die Firma, die sich natürlich in Hong Kong befindet, werden grundsätzlich nicht beantwortet, und auch auf ihrer Facebook Seite kann man so viele Tiraden, wie man möchte, hinterlassen – es scheint ihnen egal zu sein. Als dann vor ein paar Tagen allerdings eine Nachricht in meiner Inbox landete, man solle doch für Vatertag eine Holga bestellen, bin ich ausgerastet. Zumindest wollte ich meinem Frust mal etwas Luft verschaffen. Auch auf diesen Ausbruch hin: Nullreaktion.

Wie dem auch sei, hier mein Fazit zu diesem Erlebnis:

  1. Kiss the money good-bye. Auch, wenn man eine Crowdfunding-Kampagne gut recherchiert, sollte man trotzdem nie spenden, wenn man tatsächlich erwartet, etwas dafür zurückzubekommen, trotzdem es explizit versprochen war. Man sitzt die Dinge zur Not auf der anderen Seite des Globus aus, in dem Bewusstsein, dass es keine wirklichen rechtlichen Schritte gibt, die die Spender ergreifen können, wenn etwas schief geht. Ich habe mich zwar bei Indiegogo beschwert, aber das wird auch nirgendwo hinführen.
  2. Lokal bleiben. Aus diesem Grund würde ich das nächste Mal lokal bleiben, also lieber jemanden mit einem Kleinbetrag in meiner unmittelbaren Umgebung unterstützen, anstatt mich von einer gut gemachten Webseite und Leuten blenden zu lassen, gegen die keine Handhabe besteht, wenn etwas schief läuft, und denen auch offenbar ihr Ruf online egal zu sein scheint.
  3. Lieber spät als früh. Frühnutzer zu sein, hört sich alles toll und aufregend an, und man möchte ja auch mal ganz vorne mitmischen. Zukünftig warte ich lieber, bis es das Zeug verbilligt auf eBay zu haben gibt.

Habt Ihr schon einmal per Crowdfunding ein Projekt unterstützt? Was waren Eure Erfahrungen?

Sofortbild 3.0:
Der neue Farbfilm von Impossible Project

Auf dem Weg, das Polaroidformat wiederzubeleben, hat Impossible Project eine wichtige Hürde genommen.

My Favorite RV #1/Mein Lieblingswohnmobil - (c) Sofie Dittmann

My Favorite RV #1/Mein Lieblingswohnmobil – (c) Sofie Dittmann

Vor nicht allzu langer Zeit hat mir Impossible zwei Pack Farbfilm (Color 600) zur Verfügung gestellt, die beide zwar nicht abgelaufen waren, aber dennoch bestenfalls „kreative“ Ergebnisse lieferten. Mit ihrem Farbfilm der dritten Generation (Affiliate-Link), den ich als Beta-Version verbilligt gekauft habe (ich bin Impossible-Mitglied, da geht das), hat sich das grundlegend geändert. Weiß ist zwar immer noch nicht wirklich weiß, aber die Farben – insbesondere die Blaus – sind, wie ich finde, ziemlich umwerfend. Weiterlesen

Impossible Project Instant Lab:
Schnittstelle zwischen Digital und Analog

Die Rettung des Polaroid-Sofortbildformats durch Impossible Project hat eine ganze Reihe neuer Entwicklungen auf dem Gebiet losgetreten. Eines davon ist das Impossible Project Instant Lab.

Impossible Project Instant Lab

Impossible Project Instant Lab

Dieser Beitrag knüpft an einen vor kurzem erschienenen Artikel über den Umstieg von digitalen auf andere Medien an, und die damit verbundene Notwendigkeit, das eigene Auge umzuschulen.

Anders als bei, sagen wir, 35-mm-Analogfotografie ist das Arbeiten mit Sofortbildfilm eine zweigleisige Herausforderung insofern, als man mit den Einschränkungen des Films UND der Kamera zu tun hat. Sofortbildkameras waren für einen Massenmarkt konzipiert, das heutige Äquivalent der Handykamera für Selfies, und mit Ausnahmen wie der Polaroid Macro 5 (und die ist auch ein eher simpler Apparat) sind sie ziemlich primitive Geräte. Meine OneStep hat zwar eine „Close-up“ Linse, aber abgesehen davon gibt es nur noch die Möglichkeit den Film etwas herauf- oder herunterzuregeln. Das ist es dann. Weiterlesen

Sun-Sniper Rotaball Pro:
Schnellschuss-Kamerariemen

Der Kameragurt mit der Stativgewinde-Schraube, neu mit Zusatzfeatures wie Diebstahlschutz und Stopp-Clipp: Für Reportage- und Eventfotografen eine ebenso pragmatische wie handliche und solide Lösung.

Das Rotaball-Tragesystem von Sun-Sniper

Heiner Müller-Elsner mit dem Sun-Sniper Double Plus Harness

Ich mag einfache Ideen. Der Kameragurt von Sun-Sniper (Affiliate-Link) erweckt zwar gerne den Anschein, ein komplexes System zu sein – aus marketingtechnischen Gründen muss man das heute wohl. Aber eigentlich ist es einfach ein todsimples und genau deshalb ideales Konzept, wie man eine Kamera umhängen kann, ohne sie mit Riesengefummel im richtigen Moment ans Auge zu bringen. Das “System” hat indessen inzwischen ein paar kleine, ebenso einfache wie effektive Neuerungen gekriegt: Weiterlesen

Googles Nik-Collection:
Umsonst ist der Tod

Wenn etwas zu schön klingt, um war zu sein, ist es in unserer kapitalistischen Gesellschaft immer so. Denn umsonst ist der Tod – in diesem Fall der einer populären Plug-in Familie für Lightroom und Photoshop.

Screenshot Silver Efex Pro 2

Screenshot Silver Efex Pro 2

Der folgende Artikel beruht unter anderem auf einem Beitrag in PC World vom 25. März 2016.

Am 24. März 2016 verlautbarte Google, daß sie ihre Sammlung von Nik-Filtern von jetzt ab für umsonst weggeben wollten. Für diejenigen, die keine Ahnung haben, um was es sich handelt: Nik-Filter sind eine Handvoll Plug-ins hauptsächlich für Lightroom und Photoshop (Affiliate-Link), die es dem Benutzer ermöglichen, in relativ wenigen Schritten bestimmte bildliche Ergebnisse zu erzielen, für die man sonst freihand wesentlich länger gebraucht hätte. Von ernsthaften Amateuren und Profis gleichermaßen geschätzt waren – sind – sie äußerst populär. Weiterlesen

Amateurfotografen-Krankheit GAS:
Dem Drang widerstehen

Viele Amateurfotografen leiden am sogenannten Gear Acquisition Syndrome (kurz G.A.S.). Hier erfährst Du, wie Du dich schützen kannst.

Gear Acquisition Syndrome

Gear Acquisition Syndrome

Der eine oder andere wird die Abkürzung G.A.S. oder den dafür stehenden Begriff Gear Acquisition Syndrome (zu deutsch ungefähr: Ausrüstungs-Sammel-Sydrom) schon mal irgendwo gehört oder gelesen haben. Viele werden aber bereits an der „Krankheit“ leiden oder zumindest schon mal gelitten haben (mich eingeschlossen).

Natürlich ist es keine echte Krankheit, wobei es durchaus die Kaufsucht als Krankheit gibt. Im Prinzip ist es eine Überspitzung eines Phänomens, welches man überwiegend bei Amateuren findet. Und das nicht nur auf die Fotografie beschränkt. Weiterlesen

Universalladegerät Delta von Hama:
Genial einfältig

Fünfzehn Geräte, fünfzehn Akkuformate, fünfzehn Ladegeräte? Mit einem Universallader ist damit Schluss. Von Hama stammt unser Testexemplar. Es wirkt etwas instabil, ist dafür aber leicht und macht  dank beweglicher Teile viele Akkuladegeräte überflüssig.

Universalladegeraet Hama Delta

Kompakt: Universalladegerät Hama Delta

Hama ist nicht immer der Hersteller meiner Wahl, wenn es um fotografische Zusatzgeräte geht. Bei Teilen, die über Gelingen oder Scheitern eines fotografischen Projekts entscheiden, mag ich den (möglichen) Kompromiss zugunsten des tieferen Preises nicht eingehen. Bei anderen Objekten, wie diesem Ladegerät, sind kleine Risiken die Annehmlichkeiten wert, die es bietet.  Weiterlesen