216 Artikel in der Kategorie Ausrüstung auf fokussiert.com.

7 Tipps für die Gesundheit (Eurer Kamera) – Teil 2

Kaputtes Objektiv

Kaputtes Objektiv; Quelle: Flickr Creative Commons

[Teil 1]

4. Sensorreinigung

Vielen Fotografen ist nicht bewußt, daß sich trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Staub auf dem Sensor ansammeln kann. Jeder Objektivwechsel gibt das Innere der Kamera potentiell dem preis, was so durch die Luft fliegt. Wenn sich Fremdkörper auf dem Sensor oder Spiegel angesammelt haben, bekommt man das meistens erst mit, wenn man in bestimmten Einstellungen fotografiert.

Ich selbst habe einmal bei digitalen Lochkamera-Aufnahmen feststellen müssen, daß mein Sensor komplett verdreckt war – obwohl ich mir immer Mühe gegeben hatte, ihn sauber zu halten. Es passiert eben. Bei Lochkamera-Aufnahmen arbeitet man mit einer extrem kleinen Blende (was auch immer das Loch im adaptierten Objektivdeckel hergibt) plus einem Fokus auf unendlich, und dann werden auf den entstandenen Fotos dunkle Flecken unterschiedlicher Größe sichtbar, wenn der Sensor verschmutzt ist (desgleichen, wenn man mit normalem Objektiv eine Blende von f/22 einstellt, mit demselben Fokus). Wenn man Glück hat ist der Dreck auf dem Spiegel und kann mit speziellen Hilfsmitteln entfernt werden – oft ist es jedoch der Sensor.

Moderne Spiegelreflexkameras haben zwar eine Sensorreinigungsfunktion eingebaut, aber die hilft nur begrenzt. Es gibt weiterhin die Möglichkeit, seinen Sensor selbst zu reinigen, doch dafür muß man wirklich wissen, was man tut. Ich selbst traue es mir nicht zu, und so gebe ich lieber das Geld aus und schicke sie ein.

5. Schutzfilter

Um den oben erwähnten Albtraum zu verhindern, ein Objektiv zu verkratzen, gibt es natürlich die Möglichkeit, besser aufzupassen (einfach, aber effektiv – hat nur bei unserem Freund letztlich nicht funktioniert). Oder man schraubt einen Schutzfilter darüber, der dann das auffängt, was sonst das Objektiv abbekommen hätte (bei einem Fisheye ist das allerdings nicht möglich – da paßt man eben tatsächlich einfach auf).

Ich selbst habe auf allen Objektiven UV-Filter, doch es gibt auch reine Schutzfilter zu kaufen, die sonst keinen anderen Zweck erfüllen als den, eben das Glas darunter zu schützen. Das Problem bei UV- und anderen Filtern kann sein, daß man einen leichten Qualitätsverlust am Bild hinnehmen muß, oder sich Verschlußzeiten etc. ändern. Ich persönlich hatte aber nie damit Probleme, wenn ich auch weiß, daß das Thema lebhafte Diskussionen unter Mitfotografen auslösen kann.

6. Accessoires und Ports

Bessere DSLR-Kameras bieten die Möglichkeit, alles Mögliche anzuschließen, wie etwa einen Auslöser für remotes Blitzen, Kabel und so weiter. Diese Accessoires werden zum Teil an Ports festgemacht, die hinter Gummi- und Plastikklappen liegen. Wenn man sie einfach eingestöpselt läßt oder jene Klappen nicht richtig zumacht, schafft man erstens noch eine weitere Stelle, mit der man an Dingen hängen bleiben kann und durch die Fremdkörper eindringen können. Zweitens läuft man Gefahr, daß sich jene Klappen abnutzen oder schlimmer, abgerissen werden. Ich entferne bei meiner Kamera grundsätzlich alles, das nicht zur Grundausstattung gehört (man denke an den Gurt) oder wie eine L-Schiene zusätzlichen Schutz bietet, damit genau das nicht passiert. In diesem Fall bin ich aus Schaden klug geworden, denn ich habe mir vor Jahren einen Blitzauslöser so ruiniert.

(Wenn wir schon beim Thema Blitz sind: wenn selbiger länger nicht benutzt wird, sollte man die Batterien entfernen. Ebenfalls ein No-Brainer, aber auch mir sind bereits einmal Batterien ausgelaufen und haben einen ruiniert.)

7. Ein Wort zum Thema Kamerataschen

Es fasziniert mich immer, wenn ich sehe, wer welche Kamera und in welcher Tasche mitführt. Wenn überhaupt. Da gibt es Leute, die zum geringsten Anlaß fast schon einen Koffer mitschleppen, in dem unzählige Objektive stecken, von denen vielleicht eines gebraucht wird. Und es gibt das andere Extrem: Fotografen, die eine super teure Kamera mit entsprechendem Objektiv lässig über der Schulter tragen, als wäre es eine Einkaufstasche – und entsprechend damit hantieren.

Dazwischen gibt es jedoch den Goldenen Mittelweg. Wenn man einmal in eine Kameraausrüstung investiert hat, sollte man bei der Kameratasche nicht sparen. Eine gut gepolsterte Tasche, entweder als Rucksack oder über die Schulter geschlungen, die alle normalerweise benutzten Objektive und die Kamera gut hält und schützt, reicht vollkommen aus. Man sollte weiterhin darauf achten, daß die Tasche wasserdicht ist und/oder einen Regenschutz eingebaut hat, falls man einmal von einem Gewitter überrascht wird.

Wie haltet Ihr es mit Eurer Ausrüstung? Benutzt Ihr Filter für Eure Objektive? Wenn ja, was für welche – wenn nein, warum nicht?

7 Tipps für die Gesundheit (Eurer Kamera) – Teil 1

Geborstener Kamerafilter

Geborstener Kamerafilter; Quelle: Flickr Creative Commons

 

Der folgende Beitrag wurde von einem Artikel auf Digital Camera World auf Deutsch adaptiert. Er geht von DSLRs mit abnehmbaren Objektiven aus, kann aber auch entsprechend auf Kompaktkameras angewandt werden.

Wenn jetzt hier jemand mit den Augen rollt und denkt, seine Kamera sauber und intakt zu halten sei doch logisch, warum muß man einen Artikel darüber schreiben, bedenkt dieses: das dachte ich bisher auch – bis ich vor kurzem die Kamera eines Freundes (ernsthafter Amateur mit einer soliden mittleren DSLR) in die Hand nahm und beim Entfernen des Objektivdeckels feststellen mußte, daß ein obszöner Kratzer quer über das Glas desselben lief. Außerdem war sie rundherum etwas, nun ja, abgeliebt. Erst hatte ich die Hoffnung, daß sich jener Kratzer auf den UV-Filter beschränkte, um dann feststellen zu müssen, nein, er hatte sich ins eigentliche Objektiv gefressen. Mein Freund war nach eigenen Angaben beim Fotografieren eines Sportevents an ein Hindernis gekommen, und ansonsten schleppt er seine Kamera lose mit.

Das zu sehen, tat weh. Richtig weh. Und dann stieß ich kurz darauf auf diesen Artikel und dachte mir, vielleicht ist es ja interessant. » weiterlesen

So kommen Ihre Fotos in Broschüren zur Geltung

aufgeschlagene Zeitschrift liegt auf Tisch

© Henry Schmitt – Fotolia.com

Trotz Blogs, E-Mails und Newsletter haben Werbemittel wie Flyer und Broschüren nach wie vor einen festen Platz im Repertoire von Marketingspezialisten. Anders als flüchtige Medien wie Bilder, Texte oder Videos im Internet sorgen Druckerzeugnisse für einen bleibenden Eindruck und überzeugen durch ein Zusammenspiel von Text und Bild. Am PC mit gängigen Software-Lösungen wie InDesign oder Photoshop erstellt, lassen sich Broschüren leicht und kostengünstig vervielfältigen. Nicht immer entspricht das Druckergebnis später jedoch dem Vorbild auf dem Monitor. Erfahren Sie hier, was Sie bei Digitaldrucken beachten sollten.

Vom Bildschirm zum Druck

Bilder vom Monitor zu Papier zu bringen ist schwieriger als man denkt. Nicht nur der Drucker, sondern auch der Bildschirm hat einen großen Einfluss auf das Druckergebnis und sorgt nicht selten für negative Überraschungen. Gängige Monitore mit TN-Panel reichen in der Regel nicht aus, um Fotos qualitativ verlässlich einzuschätzen. Gerade günstige Geräte sind oft nicht blickwinkelstabil. Hier variiert die Farbwahrnehmung je nach Sitzposition. Ausdrucke weichen in diesem Fall mitunter stark von der Darstellung auf dem Bildschirm ab. Einen größeren Blickwinkel und damit auch mehr Farbtreue weisen hingegen Monitore mit IPS-Panel auf. Diese sind im Handel bereits für weniger als 200 Euro erhältlich.

Von RGB zu CMYK

Für eine optimale Bildqualität sollten Kamera, Monitor und Drucker in jedem Fall auf denselben Farbraumstandard eingestellt werden. Das gängigste Farbprofil für Digitalkameras heißt Standard RGB (sRGB) und wurde gemeinsam von HP und Microsoft für die Anwendung im Internet entwickelt. Der gewünschte Farbraumstandard lässt sich in der Regel in der Geräteeinstellung festlegen. Gute Bildbearbeitungsprogramme weisen zudem ein Druckmodul auf, das Farbprofile managen kann. Wird ein externer Druckservice wie xposeprint in Anspruch genommen, sollten Fotografen sich vom Anbieter hinsichtlich des Farbmanagements beraten lassen. Damit der Offsetdruck der Druckausgabe die Farben eines Digitalfotos möglichst so anzeigt, wie die Kamera sie aufgenommen hat, müssen die Bild-Daten aus dem geräteabhängigen sRGB-Farbraum in den CMYK-Farbraum des Druckers konvertiert werden.

Von der Kunst des gespeicherten Bildes

Von der Kunst des gespeicherten Bildes

Durch den Siegeszug der Digitalfotografie ist es heute möglich beinahe beliebig viele Fotos zu schießen. Bereits im Jahr 2007 wurden, laut einer Umfrage des Branchenverbands Bitkom, in Deutschland pro Monat 2,4 Milliarden digitale Fotos geschossen. Wie aber lässt sich diese enorme Menge an Bildern sinnvoll und sicher speichern?

» weiterlesen

… since photography is a matter of style

Es kommt leider immer und immer wieder vor, dass ich irgendwo einen Objektivdeckel liegen lasse.

P1100757

P1100757


Kürzlich hat mich aber nun Christof angeschrieben, er hätte da etwas Interessantes für fokussiert: Aus einem kleinen Zeitvertieb, während seine Tochter schläft, ist eine schöne Idee mit Kultpotential entstanden. Christof entwickelt Sujets für Objektivdeckel und bedruckt die sonst so farblosen Plastikteile. Und die will man nicht mehr verlieren.
» weiterlesen

Fotoausrüstung:
Lensbaby-Objektive (2)

In der Reihe “Fotoausrüstung” möchte ich Euch ein ganz besonderes Objektiv vorstellen. Es scheint uns ebenso beglücken wie in den Wahnsinn treiben zu wollen – doch lest selbst … im heutigen zweiten Teil geht es um die Aufnahmesteuerung und zwei Beispielbilder.

 
Aufnahmesteuerung

Da Lensbaby-Objektive mangels entsprechender Kontakte ihre Einstellungen nicht zur Kamera übertragen, muß man sich bei der Aufnahmesteuerung ein wenig umgewöhnen bzw. rückbesinnen.

Für die Bemessung des Lichteinfalls bleibt die “manuelle Einstellung” oder etwas komfortabler die “Blendenvorwahl”. Letzteres klingt paradox, da ja wie gesagt keine Information über die verwendete Blendenöffnung übertragen wird, doch in der Praxis (ich habe entsprechende Erfahrungen mit Canon DSLR) funktioniert es einigermaßen. Eine manuelle Belichtungskorrektur wird öfters vonnöten sein, da dieses Setup eine Tendenz zur Überbelichtung hat und dies auch beim Lensbaby recht unschön wirkt. Ein Abblenden um 2/3 bis 4/3 Blendenwerte ist nach meiner Erfahrung ein guter Ausgangswert, zumal sich in der digitalen Nachbearbeitung die Details in den Schattenbereichen noch herausarbeiten lassen, während die ausgebrannten Lichter tote Bereiche sind. Die Einstellung “Auto-ISO” ist zu erwägen, um sich (gerade in flüchtigen Streetsituationen) nicht auch noch um eine verwacklungssichere Belichtungszeit (Umkehrwert der Brennweite, also mindestens 1/50 Sekunde bei kleinbildäquivalenter Brennweite von 50 mm) kümmern zu müssen. » weiterlesen

Gastartikel:
Die richtige Ausrüstung – auf die Erfahrungen anderer bauen oder selbst testen?

Eine Kamera ist natürlich und zweifelsohne die wichtigste Basis für jeden Fotografen. Was viele angehende Hobby-Fotografen dabei jedoch häufig außer Acht lassen ist die Tatsache, dass eine Kamera allein nicht zwangsläufig für die gewünscht brillanten Aufnahmen sorgt.

Objektivtest.net

Objektivtest.net


Essentiell ist daher eine ordentliche Ausrüstung, die den Ansprüchen des Fotografen gerecht wird. So darf etwa ein Weitwinkel- oder gar Fisheyeobjektiv nicht in der Ausrüstung eines Fotografen fehlen, der sich hauptsächlich auf Landschafts- und Architekturfotografie spezialisieren möchte.

Aber auch ein Aufsteck-Blitz, Akkus zum Wechseln, ein zusätzlicher Batteriegriff für hochformatige Aufnahmen sowie auch verschiedenartige Filter können die Arbeit erleichtern und dazu beitragen, dass Fotografen ihren eigenen Ansprüchen auf einfachere Weise gerecht werden können. Zunächst einmal gilt es dabei jedoch immer die eigenen Wünsche und Bedürfnisse abzustecken: Möchte man gelegentlich hochwertige Aufnahmen anfertigen, um etwa besondere Momente in Erinnerung zu bewahren? Oder möchte man mit seinen Fotos gar Geld verdienen? Als Faustregel kann dabei festgehalten werden: Je professioneller der Anspruch wird, um so professioneller sollte auch die Ausrüstung sein. Wer hingegen als Hobby-Fotograf starten möchte, ist mit einem Kit, das als solches gekauft werden kann, für erste Schritte gut bedient – die eigenen Ansprüche ergeben sich anschließend mit der Übung und Erfahrung, an der man gewinnt und an die die Ausrüstung im Laufe der Zeit angepasst werden kann.

Das A und O: Die richtigen Objektive
In der Rangliste der Wichtigkeit bezüglich der Fotoausrüstung folgen Objektive unmittelbar auf die Kamera selbst. In Kamera-Kits sind in der Regel so genannte Standard-Objektive enthalten, die einen mittleren Zoombereich sowie eine Brennweite von 18-55mm abdecken. Damit sind sowohl weitwinklige – als auch Standard-Aufnahmen, etwa in der Porträtfotografie, möglich. Für Motive in weiter Entfernung eignen sich dieses Standard-Objektive hingegen ebenso wenig wie etwa auch für die Makro-Fotografie, hier sollten spezielle Objektive mit entsprechender Brennweite zum Einsatz kommen. Zur Beratung können Hobby-Fotografen dabei Rat bei erfahreneren Kollegen suchen – oder auf spezielle Websites im Internet bauen, auf denen Erfahrungen und Tests zu verschiedenen Objektiven geboten und ausgetauscht werden. Eine solche Recherche ist dem blinden Selbst-Test vorzuziehen, sie ersparen jede Menge Zeit, Mühen – und letztendlich auch Kosten.

Testberichte en Masse: Objektivtest.net
Ein Beispiel für eine solche Website, die eine ganze Reihe verschiedener Objektive listet und diese ausführlichen Tests unterzogen hat, ist das Projekt Objektivtest.net.
Sowohl ambitionierte Hobby- als auch Profifotografen haben hier die Möglichkeit, sich über verschiedene Modelle zu informieren. Bei ihrer Suche nach Tests und Empfehlungen können sie dabei sowohl nach Objektiv- und Kameraherstellern sortiert vorgehen als sich auch zu verschiedenen Objektivarten (z.B. Makro, Weitwinkel, Zoom, etc.) informieren. In ausführlichen Tests hat die Redaktion von Objektivtest.net folgende Kriterien untersucht:

Bildqualität
Technik
Handling
Preis/Leistung

Zudem spricht die Redaktion zu jedem Modell eine Empfehlung aus, für wen es geeignet ist – schließlich erfordern einige Objektive bereits etwas Erfahrung im Umgang mit bestimmten Faktoren, wie etwa der Fokussierung. Zusätzlich können Interessierte zu jedem Modell Vor- und Nachteile kompakt und auf einen Blick einsehen und sich im Datenblatt schließlich über die wichtigsten Merkmale des jeweiligen Objektivs informieren.

Im Ratgeber von Objektivtest.net findet man darüber hinaus informative Artikel und Beiträge zum Umgang mit Objektiven, Tipps zu Fotografie-Techniken und viele weitere wissenswerte Infos.

Fotoausrüstung:
Lensbaby-Objektive (1)

In der Reihe “Fotoausrüstung” möchte ich Euch ein ganz besonderes Objektiv vorstellen. Es scheint uns ebenso beglücken wie in den Wahnsinn treiben zu wollen – doch lest selbst … im heutigen ersten Teil geht es um Funktionsweise und Varianten.

 
Einleitung

Bild 1: Drei Lensbaby-Objektive

Bild 1: Drei Lensbaby-Objektive

Der Begriff “Lensbaby” umfaßt eine Reihe spezieller Objektive ebenso wie deren gleichnamigen Hersteller. Er ist gleichsam assoziiert mit einer ganz besonderen Art von Bildern. Diese zeichnen sich durch einen mehr oder weniger zentralen Schärfebereich sowie weitläufige Unschärfebereiche in der Peripherie aus. In solcher Weise schaffen jene Bilder seltsam unwirkliche Welten. Eine weitere Eigentümlichkeit besteht in der mäßigen Abbildungsleistung und der schier unübertreffbaren (und geradezu gewollten) Menge von Bildfehlern im Sinne von Vignettierung, Verzeichnung und Farbsäumen. “Lensbaby-Look” oder “Spielzeugwelten” sind geläufige Ausdrücke für diese Art von Bildern. » weiterlesen

Fotoausrüstung:
Festbrennweiten vs. Zoomobjektive – Ein praxisnaher Vergleich bei 35 mm Brennweite (3)

Nach der Einleitung und Methodik im ersten Teil und den Ergebnissen der Untersuchung im zweiten Teil umfaßt der abschließende dritte Teil das Fazit.

***

Fazit

Wie schon eingangs gesagt, war mein Ansatz bei dieser vergleichenden Untersuchung sehr praxisbezogen, eben ‘ein sichtender und nicht vermessender’.

Zunächst zu den beiden Canons: überzeugt haben mich die geringen Verzeichnungen, die gerade bei Nacht- und Industrieaufnahmen schon von Bedeutung sind. Natürlich läßt sich bei stärkerer Verzeichnung noch manches in der Objektivkorrektur von Adobe Camera Raw bzw. Photoshop ausgleichen – aber dies geht einerseits mit einer Pixelinterpolation und damit unweigerlich mit Qualitätseinbußen einher; andererseits ist es, da ich meine Bilder sehr stark von den Rändern her komponiere, nicht mehr das gleiche Bild, wenn die festgelegten Ecken und Linien im Zuge der verschärften Verzeichnungskorrektur „ins Unsichtbare abhauen“. Etwas überrascht war ich von den Abbildungsqualitäten des langen Canons im leichten Weitwinkelbereich, die teilweise die des kurzen Canons überstiegen, wobei dies von der vergleichsweise stärkeren Artefaktbildung im Randbereich des langen Canons gekontert wird. » weiterlesen

Fotoausrüstung:
Festbrennweiten vs. Zoomobjektive – Ein praxisnaher Vergleich bei 35 mm Brennweite (2)

Nach der Einleitung und Methodik im ersten Teil folgen im heutigen zweiten Teil die Ergebnisse der Untersuchung.

Ergebnisse

A. Testbild

Die nachstehenden vier Bilder (bitte iFrames im Browser aktivieren, da auf externe Quellen verlinkt wird) zeigen die Übersichtaufnahme des Testbildes. Wenig überraschend ist die Vignettierung beim Lensbaby am stärksten und zeigt sich beim Zeiss und den beiden Canons ausgewogen auf niedrigem Niveau. Die Verzeichnung ist bei allen vier Objektiven tonnenförmig, beim Zeiss (ein erster Schock) sowie dem nicht getilten Lensbaby sogar ziemlich ausgeprägt, bei den beiden Canons hingegen recht moderat – ein Tick besser noch beim 17-40, wobei dieses an seinem langen Ende bauartmäßig besser dasteht; auch das gute Ergebnis beim 24-105, welches seine Qualitäten eigentlich nicht im Weitwinkelbereich hat und von mir üblicherweise erst ab 40 mm Brennweite genutzt wird, überrascht.

Zeiss 35, Canon 17-40, Canon 24-105, Lensbaby 35 (von links nach rechts) » weiterlesen