4 zufällige Bildkritiken zum Thema Aktfotografie:
Alle 11 Artikel zum Thema Aktfotografie auf fokussiert.com:
Der Bildband «Schöne Akte» (Das Neue Berlin) zeigt – als Nachfolgeband von «Schön nackt» – erneut Beispiele von Aktfotografie aus der DDR. Insgesamt sind 170 schwarz-weiß Aufnahmen von 24 Fotografen zu sehen, die vor allem einen Blick in eine untergegangene Welt gewähren.
«Mit Freunden über die Welt zu philosophieren, sich Geschichten zu erzählen und die Zukunft zu erträumen – das war ein Stück angenehmer, anregender Alltag in der DDR. Nacktheit war Teil des Lebensgefühls und bedeutete Freiheit, Ungezwungenheit und Selbstbestimmtheit», schreibt Herausgeber Hans-Jürgen Korn in seinem Vorwort. Und gegen Ende ergänzt er: «Aktfotografie in der DDR war kein Aufreger, sondern Anreger für Geist, Seele und Herz – erotischer Genuss, der nicht als Anzüglichkeit missverstanden wurde. Wie das Nacktbaden und der FKK-Strand gehörte sie zum ungezwungenen ostdeutschen Alltag.»
«Schöne Akte - Fotografien aus der DDR»
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Aktfotografie kann so schön, so ruhig und so intim sein – ohne jemals in die Nähe von Pornografie zu kommen. Mona Kuhn ist mit «Bordeaux Series» so ein Bildband gelungen. Ein Band, in dem die Nacktheit wieder das ist, was es immer war: das natürliche Kleid des Menschen und kein Mittel, um Skandale und Aufmerksamkeit zu provozieren.
102 Seiten hat dieser wunderbar gemachte Bildband. Schon die Aussenhülle dieses quadratischen, edlen Buches wird dem Titel gerecht: Sie fühlt sich an wie mit Stoff bespannt. Und im Inneren finden sich dann ebenso schöne, edle Aktaufnahmen, die eher Portraits denn Figurenstudien sind. Das Ergebnis ist ein sehr persönliches, feinfühliges Fotobuch mit einer sehr poetischen Bildsprache.
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Aktfotografie gilt oft als Königsdisziplin der Fotografie, denn es ist schwer, den menschlichen nackten Körper vorteilhaft aussehen zu lassen, ohne dass er dabei jedoch billig, vulgär oder obszön wirkt.
Kommentar des Fotografen:
Ich habe dieses Bild mit meiner Freundin gemacht. Geplant war ein Shooting zum Thema “Kurven”. Ich hatte urprünglich etwas anderes im Kopf, aber Teilaktbilder finde ich äusserst schwierig zu machen. Aus einer ganzen Serie war ich aber mit diesem Ergebnis am ehesten zufrieden. Ich finde es jedoch noch nicht 100% ig, weiß aber nicht warum…
Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Andreas Jacob:
Aktfotografie gilt oft als Königsdisziplin der Fotografie, denn es ist schwer, den menschlichen nackten Körper vorteilhaft aussehen zu lassen, ohne dass er dabei jedoch billig, vulgär oder obszön wirkt.
Auch der Fotograf Andreas Jacob hat sich am menschlichen Akt versucht und musste lernen, dass es schwieriger ist als gedacht. Auf seinem Foto ist eine Hand zu sehen, die auf dem unteren Rücken, fast auf dem Po einer Frau liegt. Zumindest könnte es das sein, genau lässt sich das nicht sagen. Andreas ist mit dem Ergebnis nicht ganz zufrieden, und ich verstehe auch, warum:
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Der Amerikaner Herb Ritts hat in den 80erund 90er Jahren Akt- und Porträtfotografie in Schwarz-Weiss zu einer neuen Blüte gebracht.
In den 1980er und 1990er Jahren gab es eine Handvoll von Fotografen, die den Gebrauch von Schwarz-Weiß in der Fotografie zusammen mit einer klassischen Bildsprache wiederbelebten und die die ästhetische Aktfotografie salonfähig machten.
Zu dieser erlesenen Schar von Fotografen zählte auch der US-Amerikaner Herb Ritts (1952 – 2002).
Herb Ritts: Akte und Porträts
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Auch Aktfotos brauchen eine Geschichte. Das einfache Aufstellen einer Person vor einem beliebigen Hintergrund ergibt nicht automatisch einen logischen Zusammenhang.
Kommentar des Fotografen:
Das Bild entstand bei einem Shooting im Stahlwerk Brandenburg. Mir gefällt das weiche natürliche Seitenlicht, das den Körper der Frau sanft konturiert und die Verbindung mit der Helmgalerie, die erzählerische Assoziationen unterstützt. Ich bin auf Eure Meinung gespannt.
Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Bodo Viebahn:
Eine nackte Frau ist kein fotografischer Selbstzweck. Ich kann als Mann verstehen, warum das Genre “Aktfotografie” zu den beliebtesten in der Fotografie gehört. Es ist unbestritten, dass es abgesehen von den technischen Herausforderungen eine lustvollere Arbeitsatmosphäre bietet als – sagen wir – die Fotografie von Industrieanlagen, wie sie das Ehepaar Becher betrieb.
Viele Männer scheinen jedoch in Anbetracht eines nackten Frauenkörpers grundlegende Aspekte der Fotografie auszublenden. Selbst wenn das Licht und die Komposition – wie hier – durchaus “der Norm entsprechen”, fehlt bei Amateuren, die sich an Aktaufnahmen versuchen, oft die Sinnlichkeit im Bild:
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Von Jeanloup Sieff stammen einige der Fotos, die (fast) jeder kennt. Zum Beispiel die Porträts von Yves Saint Laurent.
Zwar kennt (fast) jeder die Bilder, aber nicht (immer) den Namen des Fotografen und seine anderen Arbeiten. In München können wir uns Jeanloup Sieffs Bilder aus vier Jahrzehnten anschauen. » weiterlesen
Neben den kompositorischen und technischen Grundlagen sind es die immateriellen Werte, die auch klischeehafte Bilder in mehr als ihren Inhalt verwandeln sollten.
Kommentar des Fotografen:
Das Bild entstand bei einem Shooting im ehemaligen Stahlwerk Brandenburg. Mich reizte der Kontrast und das Zusammenwirken zwischen der groben und interessanten Struktur der industriellen Umgebung und der Verletzlichkeit und Ästhetik des Körpers.
Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Bodo Viebahn:
Robert Kneschke hat in seiner Kritik „Junge Frau in einer Burg“ bereits geschrieben, dass “der Gegensatz junger weiblicher Haut und alten Steingemäuern” schon so oft fotografiert wurde, dass er zum Klischee geworden ist.
Das gleiche könnte über nackte Frauen in verlassenen oder herunter gekommenen Fabrikgebäuden gesagt werden. So viele solcher Fotos wurden bereits gemacht, und nur wenige sind es wert, betrachtet zu werden:
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Aktfotografie ist ein schweres Genre der Fotografie, in der viele Fehler gemacht werden können. Dieses Foto illustriert einige davon.
Kommentar des Fotografen:
Name “Lowlightlamp”, Aktfoto
Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Steffen J.:
Die Aktfotografie ist nicht ohne Grund eine der schwersten Genres der Fotografie. Paradoxerweise ist dieser Bereich auch einer der beliebtesten bei Fotografie-Neulingen, was ich ihnen nicht verübeln kann, da der Anblick schöner menschlicher Körper ein Genuss für sich ist. Auch ein Blick in die Fotografie-Abteilung der Buchläden lässt einen deutlichen Schwerpunkt auf Aktfotografie erkennen.
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Zu Lebzeiten waren Robert Mapplethorpes Fotografien heftig umstritten, wurden boykottiert und zensiert. Jetzt sind sie im Museum angekommen.
Dennoch ist die aktuelle große Werkschau in Düsseldorf Robert Mapplethorpes erst ab 16 Jahren frei, darunter nur in Begleitung Erwachsener erlaubt.
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In England werden Nacktbilder von Madonna aus dem Jahr 1979 in einer Ausstellung präsentiert. Geldmacherei oder willkommene Werbung für kunstvolle Aktfotografie?
Nicht nur Lee Friedlander, auch anderen Fotografen hat Popstar Madonna Ende der siebziger Jahre in new York Modell gestanden (und gelegen, und gesessen) – und zwar damals schon sehr freizügig, um mit dem mageren Honorar von umgerechnet rund 90 aktuellen Dollars ihre Tanz- und Gesangsausbildung zu finanzieren. Jetzt werden in London rund 30 Madonna-Akte des Fotografen Martin H. M. Schreiber gezeigt.
Aktaufnahmen sind ein beliebtes Genre der Fotografie, und ein gewisser Reiz besteht bestimmt auch darin, dass sich Kunst hier auch vom grossen Wust an Schmudelkram abheben muss.
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