Thema: Interpretation

 

4 zufällige Bildkritiken zum Thema Interpretation:

Papierflieger-Spiegelbild: Abstrakte KommunikationAchat-Makro: Dinosaurier, Vögel und MeereswellenSprungturm-Stillleben: Mystische BetonklötzeLichtschrift: Idee vs. Ästhetik

 

Alle 15 Artikel zum Thema Interpretation auf fokussiert.com:

Papierflieger-Spiegelbild:
Abstrakte Kommunikation

Douglas Abuelo, 9. November 2009 um 11.03 Uhr , 2 Kommentare Kommentare

Leichte Abstraktion kann so gut wie jedes noch so unscheinbare Objekt in eine Darstellung von etwas Bedeutsamem und sogar Aufwühlendem verwandeln.

Kommentar des Fotografen:

Die Idee war es, eine nicht mehr vorhandene Grenze zwischen Realität und Spiegelwelt zu schaffen. Mit Schwarz-Weiss habe ich versucht durch die farbliche Reduktion den Blick nochmal auf das wesentliche zu lenken.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Christoph Hellmuth:

Dies ist eine Art Foto, das mich nun schon eine ganze Weile mehr interessiert, als ich je für möglich gehalten hätte. Obwohl es wegen seiner Einfachheit und Thematik zunächst dumpf wirken mag, gibt es jedoch noch sehr viel mehr zu bedenken:

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Ofer Wolberger:
Reisen mit Maggie

Uli Eberhardt, 29. Oktober 2009 um 11.05 Uhr , 1 Kommentar Kommentare

Der New Yorker Fotograf Ofer Wolberger und seine Kunstfigur “Maggie” reisen gemeinsam durch die Lande – vom Sunset Boulevard Los Angeles bis an Frankreichs Küsten.

Eine Maske und ein Name – daraus entsteht eine ganze Welt. Ofer Wolbergers “Life with Maggie” ist derzeit im C/O Berlin zu sehen.

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Sprungturm-Stillleben:
Mystische Betonklötze

Peter Sennhauser, 4. August 2009 um 10.49 Uhr , 1 Kommentar Kommentare

Fotografische Wunderwelten zu erschaffen verlangt bisweilen kaum mehr als ein gutes Auge – und das Geschick, die richtigen Elemente im Bild zu verstärken.

Kommentar des Fotografen:

Das Bild entstand im Rahmen einer Reihe vergangenen Winter. Thema: “Bodensee im Winter”. Aufgenommen wurde es im Strandbad Arbon. Zu sehen ist ein Sprungturm. Fasziniert hat mich dieser grobschlächtige Betonquader aus den Fünfzigern, der mich an die Ueberreste der Normandie Landung im 2. Weltkrieg erinnerte. Um die Spiegelung einzufangen, habe ich mich für eine Langzeitbelichtung entschieden. Nachträglich manueller Weissabgleich und vignettiert. (Ueber die Vignettierung “stolpere” ich bei jeder neuen Betrachtung…) Graufilter mit 8 Blendenstufen.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Ralf Augustin:

Es gibt Fotos, die aufgrund ihrer grafischen Wirkung funktionieren. Es gibt Fotos, die emotional bewegen. Und es gibt Fotos, die dem Geist Spielraum für lange Entdeckungsreisen liefern. Wenn all diese Eigenschaften in einem Bild vereint werden, entsteht etwas Ausserordentliches.

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Der eingesperrte Sportwagen:
Mehr Nacharbeit

Peter Sennhauser, 1. Juli 2009 um 11.11 Uhr , 1 Kommentar Kommentare

Wenn ein Bild von inhaltlichen Kontrasten lebt, muss alles daran gesetzt werden, sie zu betonen. Vor Ort und im Photoshop.


Kommentar des Fotografen:

April 2009, Mailand. Im entlegenen Winkel einer Tiefgarage stieß ich zufällig auf dieses bemerkenswerte Bild: Ein Szenario wie aus einem Film wo ein Autofreak an seinem Auto bastelt. Um den Kontrast zwischen blankpoliertem Sportwagen und der schäbigen Werkstatt noch stärker hervorzuheben, habe ich mit Photoshop die Sättigung der Werkstatt etwas verringert und dem Bild ein leichtes Rauschen zugefügt.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Daniele Capra:

Ein Raubtier in seinem schäbigen Käfig, ein Ritter im Verlies, ein Relikt der Verbrauchsgesellschaft nach der ökologischen Apokalypse – der Interpretationen für dieses Bild gibt es viele. Der inhaltliche Kontrast stimmt aber leider nicht mit dem technischen überein.

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Zurück in die Zukunft:
Die Fotografie nach Feininger

Horst Kløver, 20. April 2009 um 13.13 Uhr , 1 Kommentar Kommentare

An den grundsätzlichen Weisheiten der Standardwerke der Fotografie wie Feiningers Fotolehre hat sich nichts geändert – und an der Kritik, wonach bessere, einfachere Technik nicht unbedingt mit mehr künstlerischer Qualität einhergeht, auch nicht.

Die hohe Schule der Fotografie von Andreas Feininger, Ausgabe 1965 © HK
Die hohe Schule der Fotografie von Andreas Feininger, Ausgabe 1965 © HK
Als ich mein Bücherregal nach geeigneter Literatur durchsah, um mich für diesen Artikel inspirieren zu lassen, bemerkte ich zwei Dinge: Ich beschäftige mich seit 25 Jahren mit der Fotografie, und das Buch, aus dem ich am meisten gelernt habe, ist 48 Jahre alt. Meine Anfänge und die Veröffentlichung von Andreas Feiningers Hohe Schule der Fotografie liegen also in analoger Vorzeit.

Die erste bezahlbare Digitalkamera, die ich benutzte, kam vor zehn Jahren auf den Markt – die Nikon D1. Was hatte sich verändert? Ernsthaft fotografieren konnte man mit der D1 nicht, die Auflösung reichte höchstens für Experimente, wie zusammengesetzte QuickTime VR Panoramen, bei denen der Aufwand des Scannens der vielen einzelnen Aufnahmen vom Kleinbildfilm sehr groß war. Also ein kleiner Fortschritt für die Bildproduktion damals und eine Explosion heute: Die Menge der geschossenen und digital veröffentlichten Bilder hat sich im letzten Jahrzehnt vervielfacht.

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Wolfgang Zurborn:
Weg vom Gewohnten

Uli Eberhardt, 26. Februar 2009 um 13.15 Uhr , 0 Kommentare Kommentare

Der Kölner Fotograf Wolfgang Zurborn lädt uns ein, visuell etwas vom gewohnten Weg abzukommen und so Neues zu entdecken.

“Drift” – so überschreibt Zurborn auch seinen Bilderzyklus, der zur Zeit in der Berliner Galerie Loris zu sehen ist. Damit will er eine gewisse, manchmal kaum merkliche Abweichung vom Kurs andeuten. Dabei sind seine Aufnahmen ebenso rätselhaft anders als magisch anziehend. Sie verlocken mit dem Wunsch nach Interpretation und erklärung.

Zurborns Fotografien zeigen die Welt in ausschnitthafter Form. Häufig ist der Blick verstellt, unterschiedliche Ebenen werden verknüpft. Wolfgang Zurborn bezieht Spiegelungen, Schatten, Plakatwände mit in seine Bilder ein. Die Fotografien widersetzen sich der einfachen Entschlüsselung.

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Achat-Makro:
Dinosaurier, Vögel und Meereswellen

Douglas Abuelo, 24. Februar 2009 um 9.29 Uhr , 2 Kommentare Kommentare

Durch eine interessante Beleuchtung oder einen kreativen Einsatz von Schärfentiefe kann man abstrakt anmutende Makro-Fotos interessanter machen.

Kommentar des Fotografen:

Ich mache Makro-Aufnahmen vom Innenleben spezieller Achate. Dieses Bild stellt einen Ursaurier in der Wüste dar (meine Interpretation:-) Bildgrösse 5mm! Aufnahme bei Sonnenlicht, Objektiv Canon MP-E 65mm F2.8 1-5x, ISO 100, Belichtungszeit 2 Sek. Das Problem bei diesen Fotos ist wie bekannt die Tiefenschärfe, zumal ich die Fotos bis zu 80×120 cm vergrössere.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Kurt Worni:

Trotz des Aufgebots an Formen, Mustern und flotten Farben wirken Fotos wie diese auf die meisten Menschen etwas einfach. Obwohl ich verstehen kann, dass man solch ein Motiv fotografieren möchte, braucht man meiner Meinung nach viel Kreativität, um ein wirklich interessantes Foto zu machen.

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Rollstuhl-Gefühle:
Aussage planen

Jan Zappner, 9. Februar 2009 um 11.13 Uhr , 2 Kommentare Kommentare

Es ist die Aufgabe des Fotografen, seinem Bild eine Aussage zu geben. Sie ist der Ausgangspunkt bei der Planung der Aufnahme.

Kommentar des Fotografen:

Dieses Bild ist aus der Idee heraus entstanden, die unterschiedlichen Gefühlslagen, eines Menschen, der an den Rollstuhl gefesselt ist, darzustellen. Dazu folgender Text: Freude? Vielleicht weil die Person nicht drin sitzt? Hoffnung? Weil die zuletzt stirbt? Schmerz und Leid? Weil…? Skepsis und Zurückhaltung? Weil die Person nicht weiß, was passiert wenn … Staunen? Weil doch noch eine Menge geht? Stolz? Weil siehe Staunen!!! Verbitterung? Verzweiflung? ….oder einfach nur Zufriedenheit? Mir gefällt FREUDE am Besten!!!

Profi Jan Zappner meint zum Bild von Ralf Oltmanns:

Die Themenvielfalt, die sich einem als Fotograf bietet, ist aufgregend. Ob Landschaft, abstrakte Formen, Architektur oder Menschen, alles kann fotografiert werden. In jedem einzelnen Bereich muss der Fotograf aber vor dem Auslösen der Kamera wissen, was er mit dem Bild aussagen möchte. Einerseits, um die eigene Herangehensweise zu überprüfen und andererseits, um eine Botschaft an die Betrachter zu vermitteln. Dies ist hier nicht der Fall:

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Leben auf der Insel:
Der Roman zum Bild

Peter Sennhauser, 28. Januar 2009 um 10.44 Uhr , 0 Kommentare Kommentare

Die besten Fotografien sprechen für sich selber. Wenn zur Interpretation für den Betrachter mehr als ein Titel nötig ist, hat der Fotograf wahrscheinlich das Ziel verfehlt.

Kommentar des Fotografen:

Habe die Daten zum Bild leider nicht mehr zur Hand. Fotografiert mit einer wasserdichten (gelben) Minolta A20 (?) auf Formentera. Der Traum und die Illusion eines ursprünglichen einfachen Lebens unter diesem Himmel, in dieser kargen und doch beindruckenden Natur die einem wohl einiges abverlangt.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Matthias Haltenhoff:

Hier wären einige Elemente vorhanden, mit denen man arbeiten könnte: Die wunderbare Wolke, der Horizont hinter dem blauen Meer, die Natursteinmauer, die Kakteen und das Häuschen. In der aktuellen Komposition allerdings ist es etwas gar bunt durcheinander gewürfelt.

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Flugzeug-Wurfpost:
Elemente verknüpfen

Thomas Rathay, 16. Januar 2009 um 10.35 Uhr , 2 Kommentare Kommentare

Ein Bild, welches mit wenigen Elementen Spannung aufbaut und eine Geschichte erzählt. Nur welche? Das ist noch die Frage.

Profi Thomas Rathay meint zum Bild von Tobias B?hlmann:

Was will der Künstler uns damit sagen?

Ich sehe drei oder eigentlich vier Bildelemente:

Die Frau, das Knäuel, den Himmel und das Flugzeug, in dieser Reihenfolge „liest“ das menschliche Auge des normalen Mitteleuropäers alle Bilder:

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