Democratic Book #29Ein Staudamm und was er brachte

Die Nummer 29 – der neueste Band von Democratic Books, handelt vom großen Staudamm in China und wie dieser das Leben der Menschen dort veränderte. Ein Foto-Essay von Steven Benson.

Db Jangtse

Die Democratic Books gibt es nur als PDF-Dateien zum Herunterladen und zum Selberausdrucken. Seit 2004 ist diese Non-Profit-Initiative der Kölner Agentur DesignWork online. Fotografen können ihre Arbeiten an DesignWork einsenden – die Bilder und dazu auch Text. 24 bis 30 Bilder (12x12cm bei 300dpi) einer Serie sollen es sein, zusammen mit einer Textdatei in englischer Sprache auf einer CD nach Köln geschickt.
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Wie die „Stars“ sich vor 100 Jahren ablichten liessen

Das Münchner Fotomuseum zeigt eine Ausstellung der besonderen Art: Portraits aus dem Studio des Theodor Hilsdorf. Es existiert vor 100 Jahren.


Theodor Hilsdorf: Portrait Max von Pettenkofer

Sie alle waren Berühmtheiten ihrer Zeit: Graf Zeppelin, Richard Strauss, Franz von Stuck oder Ferdinand Sauerbruch. Und genau wie die Prominenz der heutigen Zeit ließen auch sie sich gerne fotografieren. Allerdings in einem ganz anderen Umfeld: Sie begaben sich ins Studio des Königlich-Bayerischen Hoffotografen Theodor Hilsdorf, um sich von ihm für die Ewigkeit portraitieren zu lassen.

In jahrelanger Recherche hat der Fotohistoriker Michael Koetzle das Werk des Fotografen Hilsdorf rekonstruiert.

Jetzt zeigt er in rund 250 Arbeiten den hohen fotografischen Standard einer längst vergangenen Zeit: Es ist eine Parade der bedeutenden Persönlichkeiten um 1900, die neben der künstlerischen Qualität der Fotografie in diesem frühen Stadium auch deren Medienwirksamkeit dokumentiert – denn die besass schon zu damaliger Zeit eine ähnlich hohe Relevanz wie heute.

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Murphys Law ausgetrickst

Kennt ihr Murphys Gesetz? Wenn ein Fehler passieren kann, dann passiert er auch. Zum Beispiel verpasste Gelegenheiten für gute Fotos. Nichtsdestotrotz veröffentlicht Michael David Murphy diese in seinem Katalog „Unphotographable „.

Murphy

Michael David Murphy – No Flash Corner>

Bilder kann Michael David Murphy – er heisst tatsächlich so – bei Unphotographable natürlich keine zeigen. Denn die hat er ja aus den verschiedensten Gründen nicht machen können. Stattdessen beschreibt der Fotograf aus Atlanta, Georgia, die Situationen, aus denen vielleicht gute Bilder geworden wären.

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Jetzt auf Sendung:
FotoTV

Fotografie und Television gleich FotoTV – das ist die Formel eines neuen Internetsenders aus Köln.

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Der „erste Videokanal über Digitalfotografie“ (FotoTV über FotoTV) richtet sich an Amateure wie Profis. Das Videoangebot umfasst sowohl technische Tipps wie Workshops, Interviews mit bekannten Fotografen oder Berichte über Festivals und andere Events. Im Moment verzeichnet der Sender mehr als 100 Beiträge in seiner Videobibliothek. Jede Woche sollen zwei und mehr neue dazu kommen. Ein eigenes Autorenteam ist mit der Produktion betraut. Weiterlesen

Die geprobte Katastrophe

Wenn Feuerwehr, Katastrophenhilfe oder Bundeswehr den Ernstfall proben, soll es möglichst echt zugehen. Tatjana Hallbaum bekam für ihre Dokumentation solcher Inszenierungen den Förderpreis des Bundes Freischaffender Foto-Designer BFF 2007.

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Vermummte Terroristen-Darsteller, rauchende Kulissen und blutig geschminkte Opfer – die Regisseure dieser Katastropenübungen lassen nichts aus. Das Ziel sind möglichst wirklichkeitsnahe Abläufe zur Vorbereitung des Ernstfalls. Und doch ist alles nur simuliert.

Tatjana Hallbaums Fotografien zeigen «echte« Bilder von «falschen« Katastrophen. Mit ihren Abbildungen von Inszenierungen zielt sie mitten in die Diskussion über Fiktion und Realität in der Fotografie.

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Nikon D3 und D300:
Vollformat und LiveView

Nikon bringt endlich eine Profi-Spiegelreflex mit Vollformat-Sensor, zwölf Megapixeln und LiveView. Dem Modell D3 wird eine schlanke Schwester – die D300 – mit dem kleineren DX-Sensor und ansonsten fast den gleichen Features zur Seite gestellt.

Gestern noch schauten Nikon-Fotografen neidisch zu Canon, die mit der 1D Mark III eine Spiegelreflex mit Vollformat-Sensor (in der vollen Grösse von 36mm Kleinbild) und sagenhaften 21 Megapixeln Auflösung präsentierte; heute folgt mit der Nikon D3 die lang erwartete Ankündigung einer Vollformat-Kamera und mit der D300 eine kleinere Version mit DX-Sensor.

In Sachen Auflösung kann Nikons neues Spitzenmodell D3 zwar nicht mit Canons neuem Flaggschiff mithalten – der Verzicht auf viele Megapixel fällt dafür zu Gunsten einer geradezu unglaublichen Empfindlichkeit und mehreren weiteren Superlativen aus:

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Elliotts legendäre Woodstock-Fotos

Woodstock – die Legende: Wer dieser Tage im August die alten Bilder noch einmal sehen will, der klickt zu Elliott Landy.

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Gedenkstein für das Woodstock-Festival 1969

Auf seiner Webseite sind die ganzen Bilderschätze versammelt. Es sind die offiziellen Fotos, denn Elliott Landy war auch der offizielle Fotograf des legendären Festivals. Der einzige übrigens – und deshalb wurde das Wochenende im August 1969 zu seinem Schicksal. Bis heute ist Landy als Fotograf nicht davon weggekommen. „Ich hatte Glück“, schreibt Landy darüber: Als er Jim Morrison oder Janis Joplin fotografierte, waren diese alle weitgehend unbekannt.

Elliott Landys Landyvision

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Canon legt die Profi-Latte höher

Canon setzt mit der EOS-1Ds Mark III neue Massstäbe für die professionelle Digitalfotografie. Die 8000 Euro teure Super-Kamera schiesst mit einem Vollformat-Sensor fünf Bilder pro Sekunde – bei einer Auflösung von 21 Megapixeln.

Sie ist wahrlich ein Mark – Stein, die neue Profikamera von Canon, und nicht nur wegen der massiv erhöhten Auflösung. Eine Framerate von 5 Bildern pro Sekunde (im RAW-Modus für bis zu 12 Bilder, bei JPG für bis zu über 50) ist zusätzlich erstaunlich angesichts der hohen Auflösung – zumal die 21 Millionen Bildpunkte des neuen Flaggschiffs von Canon einem Vollformat-Sensor mit 14 Bit Farbtiefe entspringen.

Der „Flächengewinn“ gegenüber den gängigen 10 Megapixeln veranschaulicht:

 

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Wo Inspiration zu finden ist

Alain Briot weiss, wo man sich als Fotograf Inspiration holen kann. Und er teilt sein Wissen in einer Sammlung von Essays auf seiner Webseite mit der Welt.

Alain Briot kommt aus Frankreich, studierte Kunst in Paris und wurde in den USA ein erfolgreicher Landschaftsfotograf. Aber er fotografiert nicht nur, sondern setzt auch seine Gedanken rund um das Thema Fotografie in vielen Aufsätzen in die Welt.

Im Laufe der Jahre ist da ein richtig umfangreiches Kompendium entstanden, das teilweise kostenlos auf seiner Homepage nachzulesen ist. Verständlicherweise stellt er nicht mehr alles umsonst zur Verfügung. Für ein kleines Entgelt könnt ihr seine Essays abonnieren.

Aber schon die kostenlosen Zusammenfassungen sind lesenswert. Unter anderem schrieb er eine Serie über seine Sicht auf den kreativen Prozess. Erster Teil ist ein Aufsatz unter dem Titel „Finding Inspiration“.

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Wenn die Tiefe fehlt:
Der Nachteil der Kompakten

Kompakte Digitalkameras haben einen unüberwindbaren Nachteil gegenüber Spiegelreflex und andern Digitalkameras mit grossem Sensor: Sie bringen zu viel Schärfe in die Tiefe. Und daran lässt sich leider kaum etwas ändern, den die Ursache liegt in der Sensorgrösse.

(„Separatdruck“ eines Abschnitts aus einem bereits veröffentlichten Testbericht)

Erdbeeren

Gestaltete Raumtiefe: Wenn die zuckerbestreuten Erdbeeren…

Erdbeeren

…sich als etwas ganz anderes erweisen.

Immer mal wieder werde ich gefragt, warum ich mich mit einer vier Kilo schweren Spiegelreflexkamera von der Grösse einer kleinen Katze abschleppe, wo doch inzwischen selbst die kleinsten Digitalen 10 Megapixel auf den PC bringen und „hervorragende Bilder machen“.

Die Antwort ist: Weil ich das Bild gerne selber mache, und das kann ich mit einer Kompakten nur beschränkt. Denn das Bild „macht“ in erster Linie die Komposition, und eines der Gestaltungselemente ist die Schärfentiefe. Und das fällt bei den Kompaktkameras fast vollständig weg.

Denn diese eine Bildebene, die vor allem bei Tele-Aufnahmen als einzige scharf ist, während Vorder- und Hintergrund verschwimmen; die sich mit Fachkameras und Anti-Scheimpflug gar schräg stellen lässt oder durch nachträgliche Verstärkung verblüffende Effekte erzeugt, hängt direkt mit der physikalischen Brennweite einer Kamera zusammen.

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