Makrofoto: Wenn die Ausrüstung zählt

Nahaufnahmen verlangen Nähe – und die ist nicht mit jedem Objektiv ohne weiteres zu bewältigen.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Jörg Falch).

Kommentar des Fotografen:

Auf einer Wanderung in den Garmischer Bergen entdeckte ich diese Biene auf der Blume. Hat mir so gut gefallen, daß ich sofort ein Foto machen musste. Ist eines meiner ersten Fotos, bin immer noch am Üben und Lernen. Brennwite 55mm, Belichtung 1/100, F/6.3, ISO100

Peter Sennhauser meint zum Bild von Jörg Falch:

Eine Biene sitzt auf einer Kleeblüte. Die Makro-Aufnahme von schräg oben stellt das Motiv ins Bildzentrum, wobei die Umgebung aus grünem Gras und Klee den grössten Bildanteil ausmacht.

Der Fotograf oder die Fotorafin macht das Bild – die Kamera ist nur ein Werkzeug: Gute Fotografien lassen sich mit allem machen, was Licht bannen kann. Das ist ein wichtiger Grundsatz, den wir alle uns immer wieder vorhalten sollten.

Nachdem das gesagt ist: Mit bestimmten Ausrüstungsteilen, namentlich Objektiven, lassen sich gewisse Aufgaben sehr viel schlechter lösen als mit andern. Der Makro-Bereich, die Aufnahme sehr kleiner Dinge, gehört dazu.

Aber fangen wir vorne an:

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Fotografien aus 24 Stunden: Außerirdisch

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Außerirdisches Polarlicht, der brennende Mann, Gruselkabinett

In der Rubrik „24 Stunden“ veröffentlichen wir die besten Pressebilder der vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach fotografischen Kriterien.

Der Einsame Steg: Motiv-Trouvaille

Die besten Motive sind häufig auf den ersten Blick unscheinbare Objekte. Fotografie besteht zu einem grossen Teil darin, sie zu entdecken.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Matthias Unger).

Kommentar des Fotografen:

Nach meinem Steg von Schobüll/Nordsee zeige ich einen weiteren Steg, diesmal aufgenommen vor Holnis auf 6×7 S/W-Film, digitalisiert und den Nebel am Horizont per PS verstärkt. Die Stimmung an der Ostsee war an einem bedeckten Februartag sehr ruhig, das Wetter lockte kaum einen Spaziergänger an das Wasser. Ich kam mir irgendwie ein bisschen verlassen vor.

Und dann kam ich an diesen Steg vorbei. Erst habe ich gedacht, er sein kein Bild wert, ging weiter. Aber es rumorte in mir, irgendwie muss sich aus dem Steg was machen lassen und ich bin dann zurückgegangen. Dort habe ich einen Standpunkt gesucht, der zum einen die Steine und den Steg in eine Blickachse stellt und die 4 Pfähle so zeigt, daß sie sich nicht verdecken. Mit dem im Nebel aufgelösten Horizont und den Verzicht auf Farben möchte ich die Stimmung eines verlassenen Ortes verstärken. Warum der Steg eine Kette hat, vielleicht hat jemand eine Idee….

Peter Sennhauser meint zum Bild von Matthias Unger:

Ein Boots-oder Schwimmsteg an einem flachen Gewässer. Diese Schwarz-Weiss-Fotografie stellt den Steg ins Bildzentrum, der zu einem wunderlichen Objekt wird, weil er nirgendwohin führt:

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Fotografien aus 24 Stunden: Hochwasser-Grafik

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Hochwasser-Grafik, politische Nachrichtenbilder, haitianische Hafenszene

In der Rubrik „24 Stunden“ veröffentlichen wir die besten Pressebilder der vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach fotografischen Kriterien.

Alte Harburger Elbbrücke: Architekturfoto mit Pfiff

Ein gutes Foto lebt von Stimmung, Komposition und solider Technik. Wenn alles in einer Aufnahme zusammenkommt, entsteht ein Bild, das über das Dargestellte hinausgeht.

© Regina Salm - Panasonic DMC-FZ7 - 1/400s - f/5.6 - ISO 80 - 17mm

Kommentar des Fotografen:

Alte Harburger Elbbrücke in Hamburg. Mit diesem Foto begann vor 2,5 Jahren meine Leidenschaft für die Fotografie. Inzwischen habe ich hunderte von Fotos geschossen, aber dieses Bild ist nach wie vor eines meiner Lieblingsbilder, insbesondere wegen der besonderen Lichtstimmung an diesem Wintertag. Wegen der Auslöseverzögerung meiner DMC-FZ7 ist es ein glücklicher Zufall, dass der Radfahrer genau an der richtigen Stelle auf dem Foto platziert ist. Nachbearbeitung : Leichte Farbkorrektur ins Rötliche.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Regina Salm:

Glückwunsch zu Deinem meines Erachtens sehr gut gelungenen Foto. Ich hatte auch so ein Aha-Erlebnis vor ein paar Jahren, das mich dazu bewogen hat, mich in Fotografie zu verlieben – nein, zu verbeißen.

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F/Stop-Festival Leipzig: Thema „Im Verborgenen“

Im Verborgenen – so lautet das Thema beim aktuellen F/Stop-Festival in Leipzig: Wie lassen sich Unbehagen, Angst, Verschlossenheit oder Ohnmacht in Fotografien umsetzen?

Axel Huette (Deutschland) - Capulin Fire Dyptich 1 (2007)

Noch bis zum 3. Oktober präsentiert F/Stop, das Leipziger Foto-Festival (und ein Sponsor von fokussiert.com) insgesamt 61 Fotokünstler in drei thematisch verschiedenen Ausstellungsreihen. Dazu kommen Workshops „von Profis lernen“, Künstlergespräche, Führungen und der Wettbewerb.

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Fotografien aus 24 Stunden: Man at Work

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Man at Work, Jeans und Sandkunst

In der Rubrik „24 Stunden“ veröffentlichen wir die besten Pressebilder der vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach fotografischen Kriterien.

Konzeptfoto: Kugelbilder

Konzeptfotografie mit Utensilien: Zum Beispiel mit einer spiegelnden Kugel. Aber auch gute Ideen verlangen Sorgfalt in der Umsetzung.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© René Scheer).

Kommentar des Fotografen:

„Kugel in der Kneipe oder Kneipe in der Kugel“ ist im Rahmen in einer Reihe von weiteren Kugelbildern entstanden. Die Idee ist, meine Umwelt und das hinter mir mit einzufangen. Dafür sollte es eine einfach Kugel sein (etwa 3€ im Dekoladen) und die Bilder nur dort entstehen wo ich sowieso bin (Arbeit, Zuhause oder eben Kneipe) – also meine kleine Welt. (Kamera Eos 1000D)

Peter Sennhauser meint zum Bild von René Scheer:

Eine spiegelnde Goldkugel liegt auf einem Kneipentresen. Der Fokus liegt auf dem Raum in der Spiegelung der Kugel; hinter ihr ist in der Unschärfe noch etwas zu erkennen, was ein leeres Bierglas sein könnte. Der eigentliche Bildinhalt aber steckt in der Kugel, in der fischaugenmässig gekrümmten Wiedergabe des Raums, einer Kneipe. Hier sind rechts ein volles Bierglas, links ein Gast am Tresen und in der Mitte der Fotograf mitsamt Kamera zu erkennen.

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Fotografien aus 24 Stunden: Strandreinigung und Flutkatastrophe

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Strandreinigung in der Dominikanischen Republik, Oktoberfest in München und immer wieder die Flutopfer in Pakistan.

In der Rubrik „24 Stunden“ veröffentlichen wir die besten Pressebilder der vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach fotografischen Kriterien.

Maja Weyermann: Digitalisierte Kindheitserinnerungen

Kindheitserinnerungen von Migranten sind der Stoff für Maja Weyermann: Aus ihnen konstruiert die Schweizer Künstlerin am Computer Bilder von Räumen.

Maja Weyermann: Bangkok #1, 2010, © Maja Weyermann, Berlin, 2010

Die digitalisierten Kindheitserinnerungen von Maja Weyermann sind aktuell in Berlin zu sehen – unter dem Ausstellungstitel „Real-Time-Nomads“. Zum Ausstellungsprojekt gibt es mehrere, über die Stadt verteilte Stationen.

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