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Aktfoto in Lowlight:
Minimalismus verlangt Perfektion

Sofie Dittmann, 12. März 2010 um 10.52 Uhr , 0 Kommentare Kommentare

Wenn ein Foto bewußt minimalistisch gehalten ist, muß jedes Detail stimmen. Denn durch die Reduktion auf wenige Elemente lebt das Bild, und wenn eines hinkt, hinken alle.

Kommentar der Fotografin:

Ich möchte Eure Meinung zu meinem Aktportrait hören. Bildausschnitt, Lichtführung und Haltung des Models sind bewusst so gewählt. Ich selbst liebe dieses Portrait, ein sehr “frauliches” Model, ich habe versucht, ihre Weiblichkeit, Natürlichkeit und Vorzüge hervorzuheben.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Cäcilia Todte:

Eine junge Frau, in Lowlight fotografiert. Dadurch werden ihre Konturen auf das Minimale reduziert, und wir erahnen den Rest des Körpers.

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Kino-Portrait:
Experimente wagen

Jan Zappner, 11. März 2010 um 11.02 Uhr , 2 Kommentare Kommentare

Für Porträtfotografie sind originelle Ideen wichtig. Technik und das Verständnis dafür helfen bei der Umsetzung.

Kommentar des Fotografen:

Das Foto entstand spontan gegen Abend. Es war schon ziemlich dunkel und die einzigste Lichtquelle hier sind orangfarbene Scheinwerfer die das Hafenbecken beleuchten.. Die besonderheit hier: Hinter der Person steht ein seperater Blitz, der mit Skyports ausgelöst wurde.

Profi Jan Zappner meint zum Bild von Andreas Ochsenreither:

Ein Bild wie aus einem Kinofilm. Das liegt nicht nur an der Letterbox, wie das eingepasste Format mit den schwarzen Balken genannt wird, sondern vor allem an der gewählten Szenerie.

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Tordurchblick:
Nachträgliche Linsenspiele

Peter Sennhauser, 10. März 2010 um 11.56 Uhr , 3 Kommentare Kommentare

Die digitale Dunkelkammer gibt uns Möglichkeiten wie nachträgliches Unscharfmaskieren in die Hand. Diese Mittel sind aber mit Vorsicht zu nutzen.

Kommentar des Fotografen:

Bei diesem Bild gibt es viele Möglichkeiten der Interpretation, finde ich. Was diese Beiden verbindet….oder vielleicht nicht oder nicht mehr verbindet? Wer geht wohin? Bezüglich der Tonung fiel mir die Entscheidung zwischen s/w und dieser Tonung schwer. Bin auch jetzt nicht ganz sicher.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Rose – Marie Pawlitte:

Ein junger (?) Mann geht durch einen Torbogen im Gegenlicht auf einer Strasse auf einen zweiten Torbogen zu, der wie der innere Einlass eines Schlosses aussieht. Unser Blick fällt aus dem Dunkel des ersten Torbogens auf den Vorplatz, wo eine Frau auf das zweite Tor zugeht, ins dortige Dunkel und hinaus ins Licht dahinter.

Diese Aufnahme ist mir wegen der gelungenen Komposition in den Vorschauen aufgefallen:

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Abendrot:
Kontrastprobleme

Peter Sennhauser, 9. März 2010 um 11.02 Uhr , 1 Kommentar Kommentare

Sonnenuntergang-Fotos sind Gegenlicht-Aufnahmen. Der Kontrastumfang wird dabei fast unweigerlich zum Problem.

Kommentar des Fotografen:

Hallo, das Bild ist bei einer Ausfahrt nach Brandenburg entstanden. Ich fand die Zusammenstellung aus untergehender Sonne im Hintergrund und dem Boot/Baum im Vordergrund wunderbar. Ich bin gespannt was die Kritiker zu dem Bild sagen. viele Grüße Andy

Peter Sennhauser meint zum Bild von Andy Reinboth:

Ein verlassenes Ruderboot liegt in dieser Aufnahme im untersten Bilddrittel in der linken Bildhälfte neben einem Baum. Der Blick über einen Fluss führt zu einem leicht bewölkten Himmel, die Sonne ist bereits untergegangen oder von Wolken verdeckt.

Dieses Bild ist leider radikal unterbelichtet. Zwar ist “korrekte” Belichtung ein relativer Begriff:

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Schattenfoto:
Indirekte Gestaltung

Robert Kneschke, 8. März 2010 um 11.02 Uhr , 5 Kommentare Kommentare

Schatten sind ein ebenso legitimes Mittel zur Bildgestaltung wie das Licht selbst, von dem sie erzeugt werden. In fast klassischer “Street Photography”-Manier werden hier die Schatten eines Hauses für den Bildaufbau benutzt.

Kommentar des Fotografen:

Dieses Bild habe ich im Novemer 2009 in Valencia/Spanien aufgenommen. Es ist eines der ersten Versuche, wieder mit der analogen Spiegelreflex zu arbeiten. Dieses Bild ist Teil einer Serie, die als Straßenfotografie bezeichnet werden kann. Gelungen finde ich an dieser Fotografie das Spiel zwischen Licht und Schatten.

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Sven Schwinning:

Ich kann dem Fotografen Sven nur zustimmen, wenn er als Kommentar zu seinem Bild schreibt: “Gelungen finde ich an dieser Fotografie das Spiel zwischen Licht und Schatten.” Das ist es in der Tat.

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Blumenfoto:
Die vielen Unterschiede

Peter Sennhauser, 5. März 2010 um 11.02 Uhr , 6 Kommentare Kommentare

Was hebt diese Fotografie einer wilden Orchidee von den üblichen Blumenbildern ab? Eine ganze Liste beachtenswerter Punkte.

Kommentar des Fotografen:

Das Holunderknabenkraut, früher eine weit verbreitete Orchidee, ist heute außerhalb der Alpen nur noch an wenigen Fundorten anzutreffen. Bei uns im Frankenwald gibt es noch einige Stellen mit teilweise über 100 Exemplaren. Besonderes Glück hatte ich dieses Jahr bei einer kleineren Population, die in ihrer Lage für mich einmalig ist, am Hang, mit der Chance, daß die Frühjahrssonne mit ihren letzten Strahlen die Orchideen, von denen es auch eine rote Variante gibt, illuminiert. Ein Makro mit langer Brennweite (200mm) bei offener Blende sorgte für die Vignettierung und die “Auflösung” der Umgebung.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Stephan Amm:

Eine wilde Orchidee im letzten Licht des Tages, fotografiert mit extremer Brennweite, steht in einer Wiese mit hohen Grashalmen, die im Vorder- und Hintergrund ind er Unschärfe verschwinden.

Diese Aufnahme könnte als Schulbeispiel für gut gemachte Blumenaufnahmen dienen:

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Schneewüste:
Photoshopeffekte sparsam anwenden

Sofie Dittmann, 4. März 2010 um 11.11 Uhr , 6 Kommentare Kommentare

Photoshop hat seinen Platz, aber Spezialeffekte können ein gutes Foto nachträglich verschlimmbessern.

Kommentar des Fotografen:

Das Bild habe ich auf einer Fototour in der Rhön unweit von Frankenheim gemacht. Auf einer Höhe von über 700m wird die Landschaft oftmals zur Schneewüste in dieser Jahreszeit. Starke Schneeverwehungen werden oft nur durch Fangzäune verhindert. Doch in diese Wüste gibt es Leben! Eine geschwungene Straße durchzieht die Landschaft, und ab und zu kommen hier Fahrzeuge durch, die in der Ferne wieder im Nebel verschwinden. Ein Amsel sitzt auf einen Baum am Straßenrand, mitten in dieser lebensfeindlichen Umgebung. Futter wird sie hier kaum finden, aber was macht sie dann hier? Mit diesem Bild will ich zeigen, dass weniger oft mehr ist. Bearbeitet habe ich das Bild mit PS. Als Hobbyfotograf konzentriere ich mich hauptsächlich auf die Landschaft in der Rhön.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Michael Leipold:

Kompliment zu diesem Foto. Es vereinigt einige Ratschläge, die hier in den vergangenen Wochen in der Kritik erschienen sind. Vom inneren Schweinehund zu Tiefe im Foto zu einfacher Komposition – ein insgesamt sehr gelungenes Bild.

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70er Innenraum:
Komposition folgt Inhalt

Peter Sennhauser, 3. März 2010 um 11.02 Uhr , 0 Kommentare Kommentare

Auch wenn Design der Funktion folgt, muss Foto-Komposition nicht unbedingt dem Bildinhalt folgen. Bisweilen allerdings kann es das Bild überhaupt erst ausmachen.

Kommentar des Fotografen:

Scan einer analogen Aufnahme mit einer Hasselblad. Ich habe diese Aufnahme in einem Optikerladen in Leer/Ostfriesland gemacht. Die komplett erhaltene Einrichtung aus den 70ern hat mich fasziniert und schloss sich meinem Endexamensthema an. Für mein Endexamen an der Kunshochschule Minerva Groningen (NL) habe ich Räumlichkeiten festgelegt, in denen wir uns selber an jemand anderen überhandigen, was ein höchst persönlicher eingriff ist; diese Räumlichkeiten strahlen haäfig räumliche kälte und gleichzeitig menschliche Wärme aus.

Peter Sennhauser meint zum Bild von jessica ziegler:

Drei Kunstoff-Sessel in Reihe, im unverkennbaren Design der 70er Jahre und in Giftgrün, stehen etwas von der Kameraposition entfernt auf einem grünen, gemusterten Spanntepichboden vor einer Fensterfront.

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Ausstellungsbesucherinnen:
Starke Vektoren

Peter Sennhauser, 2. März 2010 um 11.07 Uhr , 1 Kommentar Kommentare

Technische Perfektion und Schärfe sind keine Voraussetzung für eine starke Fotografie. Emotionalität, Aussage und Komposition sind massgebend.

Kommentar der Fotografin:

besucherinnen einer ausstellung. ziel: darstellung von bewegung und innehalten

Peter Sennhauser meint zum Bild von Lilo Ulke:

Zwei Frauen in einem Schwarz-Weissen Highkey-Bild bewegen sich schlendernd vom Betrachter weg, die eine, etwas näher im Vordergrund, nach links, die andere nach rechts hinten. Zwischen ihnen führt eine Reihe von drei kreisrunden Bodenelementen schnurgerade in den Bildhintergrund.

Technisch betrachtet gibt es an diesem Bild viel zu bemängeln. Es ist unscharf und mit extremem Kontrast auf Highkey getrimmt, was zu Ausblühungen und Artefakten in den Graubereichen führt. Nicht trotzdem, sondern auch deswegen ist es eine starke Fotografie:

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Studiofoto:
Auf Details achten

Sofie Dittmann, 1. März 2010 um 11.03 Uhr , 0 Kommentare Kommentare

Studiofotografie bedeutet nicht nur Freiheit, sondern auch die Verantwortung, auf Einzelheiten zu achten.

Kommentar des Fotografen:

Erstes Studio Shooting Ende Dezemebr mit meiner Nichte.. Ziel war neue Erfahrungen zu sammeln, für das “Model” sowei den Fotografen.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Simon Luginbühl:

Studioaufnahme bedeutet nicht automatisch perfektes Foto. Es bedeutet nur, daß bestimmte Faktoren, wie Licht etc. leichter zu kontrollieren sind. Wie eben woanders angesprochen, heißt das aber nicht, daß Komposition und ihre Details zu kurz kommen sollte.

Ein hübsches Foto einer hübschen jungen Frau, in weiches Licht getaucht, was zu weichen Gradienten im Bild führt.

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