379 Artikel in der Kategorie Bildkritik auf fokussiert.com.
Mit Belichtungs- und Blitzsynchronzeiten lassen sich vermeintlich banale Motive in abstrakte Kunstwerke verwandeln.
Kommentar des Fotografen:
Durch den Einsatz einer langen Blitzsynchronzeit wollte ich dem Mohn der sich im Wind bewegte eine gewisse Dynamik verleihen es würde mich sehr interessieren wie das Ergebniss von euch gesehen wird und was ich beim nächsten mal besser machen könnte vg F.P
Peter Sennhauser meint zum Bild von Friedhelm Peters:
Du hast das Bild in der Kategorie “abstrakt” eingereicht und strebst demnach selber nicht nach einer “Blumenfotografie”.
Die Aufnahme hat etwas Gewinnendes, weil sie auf den ersten Blick nicht sofort preisgibt, was sie darstellt – oder wie sie entstanden ist.
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Ein gutes Food-Foto erweckt beim Betrachter, auch dem nicht hungrigen, einen unbändigen Appetit auf die gezeigte köstliche Speise oder das verlockende Getränk. In dieser Hinsicht gibt es bei diesem Foto viel zu verbessern.
Kommentar des Fotografen:
In der Adventszeit habe ich selber Pralinen gemacht. Das Christkind hat mir eine Canon EOS 1000D unter den Weihnachtsbaum gelegt, mit der ich meine ersten Gehversuche unternommen habe und die Pralinen fotografiert habe.
Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Barbara Krausz:
Die Fotografin hat zu Weihnachten eine digitale Spiegelreflexkamera geschenkt bekommen und dieses Foto ist eins der ersten Versuche. Lange habe ich überlegt, ob es fair ist, deshalb jetzt gleich harsche Kritik zu üben.
Da ich jedoch davon ausgehe, dass jemand, der sein Foto zu einer Bildkritik einsendet, nicht automatisch Lobhudelei erhofft, sondern an einer ehrlichen Meinung interessiert ist, die bei den weiteren Fotoversuchen hilft, folgt nun “starker Tobak”:
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Wenn ein Bild von inhaltlichen Kontrasten lebt, muss alles daran gesetzt werden, sie zu betonen. Vor Ort und im Photoshop.
Kommentar des Fotografen:
April 2009, Mailand. Im entlegenen Winkel einer Tiefgarage stieß ich zufällig auf dieses bemerkenswerte Bild: Ein Szenario wie aus einem Film wo ein Autofreak an seinem Auto bastelt. Um den Kontrast zwischen blankpoliertem Sportwagen und der schäbigen Werkstatt noch stärker hervorzuheben, habe ich mit Photoshop die Sättigung der Werkstatt etwas verringert und dem Bild ein leichtes Rauschen zugefügt.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Daniele Capra:
Ein Raubtier in seinem schäbigen Käfig, ein Ritter im Verlies, ein Relikt der Verbrauchsgesellschaft nach der ökologischen Apokalypse – der Interpretationen für dieses Bild gibt es viele. Der inhaltliche Kontrast stimmt aber leider nicht mit dem technischen überein.
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Im Ausland verfällt man schnell der Exotik. Jedoch macht Exotik noch lange kein gutes Bild.
Kommentar des Fotografen:
Ganz früh morgens in einem Dorf bei Tadlo (Laos). Das Kind war etwas erschreckt von der Kamera, die Oma hat sich aber gerne Ablichten lassen, und hat mir nach dem Bildbetrachten sogar ein schwarzes Betelnuss Lächeln geschenkt. Mich hat der Kontrast begeistert; bei uns beginnt man den Tag mit Kaffee und Brötchen, dort mit Reis, Nüssen und Tabak (oder gar Opium?).
Profi Jan Zappner meint zum Bild von Philipp Meier:
Dies ist ein Paradebeispiel für Bilder aus dem Urlaub. Man ist fasziniert von fremden Ländern und Menschen und fotografiert wild und ohne Unterlass alles und jeden. Das ist auch genau richtig. Der erste Schritt ist getan, und das ist das Wichtigste:
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Fotografieren heisst “mit Licht malen”. Dieses Bild zeigt, warum.
Kommentar des Fotografen:
Berlin, 1997, Porträts (aus Serie) von Mädchen beim Verkleidungsspiel, analoge Aufnahme, Mittelformat
Profi Jan Zappner meint zum Bild von Kerstin Koletzki:
Dieses Bild ist der beste Beweis dafür, dass Fotografie Lichtmalerei ist. Es erinnert mich stark an die alten holländischen Meistermaler wie Vermeer (das Mädchen mit dem Perlohrring) oder Rembrandt, die es schafften, in Porträts eine unglaublich Stimmung durch Licht herzustellen. So auch hier:
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Ein Landschaftsfoto kann auch auf einfachen Mustern oder Schichten basieren.
Kommentar des Fotografen:
Hier gefallen mir die einzelnen Felder, die ein Muster bilden. Dazu finde ich die Farben sehr schön. Aufgenommen mit einer Farbkorrekturen in der Nachbearbeitung
Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Matthias Willems:
Am leckersten finde ich Torten, die ganz viele Schichten haben: Teig, Sahne, Früchte, Creme, Quark, Tortenguss. Hmmm. Auch bei diesem Landschaftsfoto kommt das Prinzip raffiniert angeordneter Schichten zum Einsatz:
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In der Musikfotografie kommt eigentlich alles auf den entscheidenden Moment an, in dem die Musiker ihre Emotionen zeigen. Dies fehlt mir hier.
Kommentar des Fotografen:
Hallo, das Bild wurde am 04.206 in Ludwigshafen aufgenommen. Der Künstler, den ich sehr bewundere ist Ron Carter (Bass) ein “Klassiker” der internationalen Jazzszene. Ich kann fömlich fühlen wie er in seiner Musik ist. Dass das Foto ohne Blitz oder bearbeiten entstanden ist, was bei Konzertfotos üblich ist, möchte ich noch erwähnen. Für mich ist diese Art zu Fotografieren besonders reizvoll. Improvisation ist hier wie in der Musik alles. Über ein Feedback würde ich mich sehr freuen.
Profi Jan Zappner meint zum Bild von Marianne Hamann-Weiss:
Grundsätzlich finde ich dieses Bild nicht schlecht. Mir gefällt der Aufbau, die Belichtung ist in Ordnung, der Moment ist ok und die Brennweite ist richtig gewählt. Nur die Verschlussgeschwindigkeit mit 1/25 ist viel zu kurz. Und doch reizt es mich nicht, das Bild länger anzuschauen:
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Feuer ist ein spannendes Fotomotiv, das unendliche Variationen bietet. Es durch den Funkenschutz abzulichten, ist indes eine fragwürdige Idee.
Kommentar des Fotografen:
Es war um Weihnacht herum, sehr kalt. Ich machte ein Feuer im Ofen, sah fern, da fiel mir auf, wie schön die Flamme tanzte. Messmodus mittenbetont
Peter Sennhauser meint zum Bild von Oliver Camenzind:
Grundsätzlich halte ich es für eine spannende Idee, sich auf den Tanz der Flammen zu konzentrieren und damit fotografische Experimente zu machen: Wie andere Bewegte Elemente, etwa Kornfelder im Wind oder jede Art von fliessendem oder durch Wellen bewegtes Wasser bietet Feuer eine Vielfalt an Möglichkeiten.
Hier allerdings denke ich, bist Du zu viele Kompromisse eingegegangen:
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Trotz schöner Lichtstimmung schafft es das Bild nicht, Aufmerksamkeit zu wecken. Es fehlt nämlich ein Motiv.
Kommentar des Fotografen:
Dieses Bild habe ich am späten Abend am Hafen in Barcelona geschossen. Wollte diese wunderbar schöne Stimmung einfangen. Jetzt würde ich gerne wissen, wie ihr findet, dass es mir gelungen ist? (Farbe, Bildaufbau, usw.?)
Profi Jan Zappner meint zum Bild von Erhard Grünzweil:
Eine wunderbare Lichtstimmmung ist es wahrlich. Die Sonne geht unter, ein paar Wolken schimmern rot, man kann das Verglühen der Sonne am Horizont geradezu spüren. Aber trotzdem ergreift mich das Bild nicht. Warum? Dafür gibt es vor allen einen Grund:
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Früh morgens ist das Licht noch sehr kontrastschwach, was eine besondere Stimmung möglich macht.
Kommentar des Fotografen:
In Varanasi, ca. 5 a.m., fotografiert mit Nikon Coolpix compact. Mich hat die Selbstverständlichkeit interessiert, mit der in Indien Religion ausgeübt wird – die einen beten, die anderen fischen, daneben wird auch im Morgengrauen schon gewaschen…
Profi Jan Zappner meint zum Bild von Sybille Stempel:
Ein wunderschönes Foto. An diesem Bild gefällt mir vor allem die einfache, aber trotzdem sehr effektive Aufteilung der Bildelemente (der Bildaufbau) und natürlich dieses Licht, das das Wasser irgendwie konturlos, kontrastarm und dickflüssig macht. Eigentlich gibt es dem nichts hinzuzufügen. Nur eins vielleicht:
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