4 zufällige Bildkritiken zum Thema Abstraktion:
Alle 21 Artikel zum Thema Abstraktion auf fokussiert.com:
Transparenz und Glas und der Kontrast zur Natur hinter dem industriellen Zerfall können grossartige Motive sein, die aber häufig spezielle Anforderungen an die Belichtung stellen.
Kommentar des Fotografen:
Das Bild habe ich durch das zerstörte Dach eines Operationssaales der Beelitzer Heilstätten aufgenommen. Mich hat die Irritation und der Kontrast zwischen der zarten Wolke und den Spuren des Zerfalls gereizt.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Bodo Viebahn:
Was für ein grossartiges Motiv: Licht, Schatten, Flächen, Linien und Farben in wechselnder Zusammensetzung und Tiefe und einem Muster aus “natürlichen” und artifiziellen Formen - Abstraktion durch Zerfall, sozusagen:
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Eine viel zu wenig benutzte Perspektive - die eines Froschs von ganz unten - eröffnet häufig total neue Ansichten.
Kommentar des Fotografen:
Das Mahnmal in Berlin aus einer etwas anderen Perspektive. Zum Glück schien die Sonne an diesem Tag.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Reinhold Jakobs:
Wenn es in Fotografie um Farbe, Form, Linien und Schattierungen geht, dann erfüllt diese Aufnahme so ziemlich alle Ansprüche. Jedenfalls für die künstlerische Fotografie mit Abstraktion.
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Eine Kamera und/oder eine Dunkelkammer kann der Schlüssel zu deinen eigenen abstrakten Welten sein.
Kommentar des Fotografen:
Flughafen Genf. Renne mit fliegenden Taschen zur Maschine, bin schon zweimal aufgerufen. Hetze die Gangway entlang, Kamera noch nicht ganz weggepackt. Dann plötzlich dieses Bild vor Augen. Hackenbremse. Okay, die zwei Sekunden kann das Rudel, das da angeschnallt im Flieger hockt, wohl auch noch warten…
Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Michael G?rmann:
Das Tollste und Interessanteste am Fotografieren ist, dass man Welten und Orte der eigenen Vorstellung entsprechend kreieren kann.
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Abstraktion, etwa über Spiegelungen, Verwischungen und Muster - ist auch ind er Pressefotografie vor allem in Features zu finden. Impressionismus gibt es aber auch auf der ganz konkret bildhaften Seite.
In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten drei bis fünf Pressebilder aus den vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach rein fotografischen Kriterien.
Mit der Kamera Details entdecken, die man mit blossem Auge fast übersehen hätte - das gelingt unter anderem durch den erzwungenen Ausschnitt des Suchers. Aber zu häufig steht uns die eigene Vorstellung eines Motivs im Weg.
Kommentar des Fotografen:
Das Bild entstand beim Überflug des Amazonas-Beckens aus rund 300m Höhe. Nein, Quatsch, es entstand aus ziemlich genau 1,75m Höhe am Strand von San Francisco (ehrlich). Könnte aber auch überall anders gewesen sein, und genau deshalb habe ich es gemacht. Ohne Wasserlinie fehlt jeglicher Größenbezug. Das gefällt mir.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Michael Görmann:
Einmal mehr wird hier deutlich, was ich immer wieder aufs neue lernen muss: Die besten Motive kann man leicht übersehen, weil man nach etwas anderem sucht.
Dieses Bild ist nicht nur spannend, weil nicht zu erkennen ist, worum es sich genau handelt. Licht, Schatten und Glanz schaffen ein organisch anmutendes Muster, dessen Perfektion uns wie so vieles in der Natur in den Bann zieht.
Dir ist gelungen, es in einer ansprechenden Komposition abzubilden. Das ist alles andere als selbstverständlich:
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Digitaltechnik erlaubt uns beinahe beliebige Tricks und Manipulationen auf Bilder anzuwenden. Aber statt Photoshop-Stunden bringt häufig eine gute Idee hinter der Kamera den wirklich tollen Effekt.
Kommentar des Fotografen:
Ich stand mitten im leuchtenden Herbstwald und suchte nach einer Möglichkeit, die wunderbaren Farben auf eine andere neue Art zu visualisieren. So habe ich während der Belichtungszeit von 0.3 Sekunden die Kamera leicht nach oben gezogen.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Dietmar Käppeli:
Ich kann nur sagen: Ich platze fast vor Neid. Wieviel Energie doch eine simple Idee, am richtigen Ort und in der richtigen Art angewandt, entwickeln kann.
Weil mir heute mein Desktop-PC sozusagen um die Ohren geflogen ist (kleine Explosion im Netzteil), sitze ich vor meinem Winz-Notebook, das ich aber an den 24-Zoll-Monitor angehängt habe. Weil das Vaio die Auflösung nicht ganz hinkriegt, wird Dietmars Bild in die Breite gezogen - und wirkt vielleicht nochmals besser als es real schon ist:
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Zwei sehr verschiedene, konträre Elemente in einen Kontext zu setzen, ist oft eine effektive Art, um einem Foto ein Gefühl von Stimmung und Atmosphäre zu geben.
Kommentar des Fotografen:
Astragebäude in Hamburg, in neuem Quartier zwischen Reeperbahn und Landungsbrücken. Idee war, die etwas verlorene Stimmung zwischen diesen neuen Häusern einzufangen.
Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Jan-Alexander Milz:
Es ist immer wieder interessant zu sehen, wie verschiedene Leute ähnliche Szenen oder Objekte sehen, und wie sie abstrakte Konzepte oder Gefühle visuell interpretieren:
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Die Kombination von Meeresweite und Fluchtpunkt-Linien funktioniert fast immer. Das Problem liegt in der Abnutzung des Effekts: Er muss in neuen Bildern frisch belebt werden.
Kommentar des Fotografen:
Morgens am Atlantik zwischen Croissant und Kaffee. Analog auf Negativ fotografiert gescannt und Postpro.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Mark Triffid:
Maler sämtlicher Epochen waren vom Meeresstrand, Ufermauern und dem Kontrast aus Quer- und Längslinien fasziniert. Nirgendwo wird der Horizont zum stärkeren Gestaltungselement - ausser vielleicht in der Wüste.
Deine Aufnahme ist in diesem Sinne ein Klassiker - ähnliches haben wir schon tausend Mal gesehen. Trotzdem hat mich das Bild in seinen Bann gezogen:
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Keine Angst vor einem Anschnitt - in jedem Rechteck steckt ein (6×6 Mittelformatbild) Quadrat. Aber warum nicht gleich Mittelformat aufnehmen?
Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Stefan Bucher). - Ricoh GR - 1800/s - f/2.4 - ISO100 - 5.9mm (69mm)
Kommentar des Fotografen:
Ich besuchte das Zehendermätteli in Bern mit seiner Gärtnerei. Die Beete mit dem roten Sonnenschutz fielen mir sofort auf. Ich kroch unter das Tuch und suchte einen Ausschnitt. Die Schwierigkeit war, das Tuch möglichst Bildfüllend ins Bild zu bekommen und trotzdem noch zu zeigen, wie es befestigt ist. Ich suchte diagonale Linien und eine rechtwinklige Stange als Fixpunkt. Die Farbe wird durch das Gegenlicht gedämpft, was sehr genau der Situation des regennassen und verschmutzen Tuchs entspricht. Ich habe das digitale Bild, aufgenommen mit der Ricoh GR Digital, quadratisch zugeschnnitten, wie ich es mit den meisten meiner Bilder mache. Es passt so in meine Serie von geometrischen, etwas abstrakten Bildern.
Profi Jan Zappner meint zum Bild von Stefan Bucher:
Ein sehr schönes Bild. Es ist auf das Wesentliche konzentriert und auch farblich schön monoton gehalten. Dadurch wirkt es ausgeglichen und ruhig:
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Typische Themen müssen durch dramatische Komposition oder Belichtung interessant gemacht werden. Eine abgewinkelte Kamerahaltung macht noch kein “künstlerisches” Bild.
Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Frederic Kellner).
Fujifilm FinePix Z1 - 1/600s - f/8 - ISO200 - 61mm
Kommentar des Fotografen:
Schärfe und Helligkeit wurden nachbearbeitet. Kamera: Fuji Finpix Z1 Manuelles Programm mit ISO 200 und automatischem Weißablgeich.
Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Frederic Kellner:
Dies ist ein typischer Schnappschuss, wie er von Anfängern und Amateuren gemacht wird, wenn sie durch die Stadt laufen und Motive suchen. Warum macht man dieses Foto und warum halten es so viele Fotografen für interessant?
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