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Leserfoto: Frau mit wehendem Tuch

Halbnackte Frauen mit wehenden Tüchern gehören zum Standardrepertoire vieler Aktfotografen und auch in Foto-Workshops wird das Thema gerne umgesetzt. Was es zu beachten gibt, wird an diesem Bild sichtbar.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Thomas Kölsch).

Kommentar des Fotografen:

Das Foto ist im Rahmen eines Akt-Workshops mit einem großartigen Model entstanden. Irgendwann haben wir angefangen, mit diesem Tuch zu experimentieren, das im Studio lag. Bei diesem Bild hat ein Helfer auf Kommando das hintere Ende dees Tuches in die Luft geworfen, während von rechts ein Ventilator für Bewegung des Stoffes sorgte. Leider hatte das Model etwas zu viel Spray im Haar, so dass dieses nicht ganz so toll flog. Dennoch bin ich dem Ergebnis sehr zufrieden, aber auch sehr gespannt auf Verbesserungsvorschläge.

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Leserfoto: Konkurrierende Elemente im Bild

Hübsche Frauen mögen meistens keine Konkurrenz, das ist im Wahren Leben so und auch in der Fotografie.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Alfons Federspiel).

Kommentar des Fotografen:

Dieses Bild entstammt einer Serie mit Portraits, die in einem Park in Hamburg aufgenommen wurden. Es war das erste Mal, dass ich mich gezielt an Portraitaufnahmen versucht habe, dazu dann noch in der Öffentlichkeit. Die Belichtungsdaten: Blende: 5,6, Verschlusszeit: 1/350. Brennweite: 53mm. Das Bild wurde nur minimal bearbeitet (Gradationskurve, Aufhellung an einigen Stellen, leichte Schärfung).

Profi Thomas Rathay meint zum Bild von Alfons Federspiel:

Portraitaufnahmen leben ja bei Menschen und Tieren von den Augen. Diese hast du, Alfons, schon gut ins Bild gesetzt. Sie schauen in die Kamera, sind ziemlich im „Goldenen Schnitt“ angeordnet, haben einen kleinen Reflex und bringen dem Gesicht der jungen Frau die nötige Aufmerksamkeit.

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KEYSTONE präsentiert World Press Photo 12: fokussiert.com verlost Eintritte

Samuel Aranda hat das beste Pressefoto des Jahres 2011 geschossen. Der World Press Photo Contest ist der renommierteste Pressefoto-Wettbewerb der Welt. Eine internationale 19-köpfige Jury prämierte die besten Werke in 9 Kategorien aus 101‘254 Vorschlägen, eingereicht von 5‘247 Fotografen aus 124 Ländern.

Das Siegerbild, welches letzten Oktober in der New York Times abgebildet wurde, zeigt eine Frau in Vollschleier, die in einer zum Lazarett umgebauten Moschee in Sanaa ihren verletzten Sohn im Arm hält. Dieser leidet nach einer Demonstration während der Massenproteste gegen den inzwischen abgetretenen Herrscher Ali Abdullah Salih an den Folgen von Tränengas. Weiterlesen

Schwarzweiß-Porträt: Das Teufelskind

Für effektvolle Fotos braucht man nicht viel. Mit einfachen Hilfsmitteln und einer guten Idee lassen sich beeindruckende Aufnahmen machen.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Oktar Özkartal).

Kommentar des Fotografen:

Bei einem privaten Test-Shooting mit meinem Sohn, um das selbst gebastelte Grid für mein Blitzgerät zu testen, entstand dieses Bild. Mir gefällt besonders sein Blick in diesem Foto, der in Schwarz-Weiss besser zur Geltung kommt. Unter Photoshop mit Nik Silver Efex in Schwarzweiss umgewandelt.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Oktar Özkartal:

Du hast hier ein meines Erachtens sehr gelungenes Foto geschossen. Aus irgendeinem Grund war „Damien“ das erste, was mir durch den Kopf ging, als ich dieses Porträt sah – und dabei bin ich kein Fan von Horrorfilmen, und „Omen“ habe ich nie wirklich zuende gesehen.

Dein Sohn sieht hier aus, als wäre er zu allem fähig, und die gewählte Beleuchtung trägt ihren Teil dazu bei. Meine Kinder fanden es auch immer ganz klasse, wenn ich sie so fotografiert habe – sie durften so furchterregend, verrückt oder wie auch immer sie wollten aussehen, und heraus kamen immer super Bilder.

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Porträt in Schwarzweiß: Gekonnter Regelbruch

Regeln sind dazu da, gebrochen zu werden. Allerdings muß man das gekonnt tun.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Sabine Reuss).

Kommentar des Fotografen:

Mich haben hier sofort die Lichtpunkte fasziniert, die durch den Strohhut auf die Nase gefallen sind. Die S/W Umsetzung habe ich gewählt, weil ich dadurch die Kontraste schöner schärfen konnte. Den Bildschnitt habe ich so gewählt, um das Auge auf das Wesentliche, die Lichtpunkte, zu wälen. Das Bild ist unbemerkt gemacht, allerdings ist mir das Model bekannt.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Sabine Reuss:

Bei Porträts soll man sich auf die Augen konzentrieren. Und alles im Goldenen Schnitt halten… Hier mußte ich sofort an Asterix und Kleopatra denken: „Diese Nase…“ Bei diesem Foto stimmt praktisch nichts, und doch alles. Um Regeln gekonnt zu brechen, muß man sich dieser bewußt sein. Das kommt in Deinem Bild für mich zum Ausdruck.

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Schwarzweiss-Porträt: Der Ausdruck macht das Bild

Pose und Ausdruck machen ein Porträt. Insbesondere bei Schwarzweißporträts, bei denen Farbe nicht ablenken kann.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Reinhard Witt).

Kommentar des Fotografen:

Das Bild zeigt meine damalig 12 jährige Nichte Jana. Sie liebte es über alles für mich Modell zu stehen. Solche „Posen“ blieben eher die Seltenheit. Deshalb hat es für mich auch eine größere Bedeutung, als viele Hundert andere Bilder von ihr. Ich nannte das Bild später „Hurt“. Nicht unbedingt, weil jetzt das Pflaster darauf hinweisen könnte, sondern auch wegen des Ausdrucks, den man mit „Warum?“ definieren könnte. Den Ausschlag dieses Bild zu veröffentlichen hat aber ihre immer wieder faszinierende Natürlichkeit gegeben. Und um diese noch zu verstärken, habe ich eine Textur darüber gelegt. Wird vielleicht nicht jedermanns Geschmack sein, aber meinen triffts…

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Reinhard Witt:

Glückwunsch zu diesem insgesamt gelungenen Porträt Deiner Nichte. Ich persönlich neige zu Schwarzweißfotografie, und der Gesichtsausdruck der jungen Frau hatte es mir angetan:

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Studioporträt: Allzu weich ist ungesund

Ein wunderschönes Gesicht und ein weiches Beautylicht sind die Basis für ein klassisches Beautyporträt. Wenn allerdings mit der Weichzeichnung so stark eingegriffen wird, verliert das Gesicht seine Persönlichkeit.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Diana Roscher).

Kommentar der Fotografin:

Mein erstes Beauty Shooting mit einer Freundin in meinem Low-Budget Studio. Fotobearbeitung mit Gimp

Profi Martin Zurmuehle meint zum Bild von Diana Roscher:

Die Maler hatten es viel leichter als die Fotografen. Sie konnten ihre Porträts nach Belieben beeinflussen und so unschöne Stellen weglassen und ihre Kunden viel schöner Malen, als sie eigentlich waren.

Die Fotografie wurde auch erst dann für das Porträtieren von Menschen interessant, als auf der einen Seite die Belichtungszeiten kürzer wurden (aufgrund lichtstarker Objektive und lichtempfindlicheren Filmen) und es möglich wurde, die Bilder nachträglich zu retuschieren:

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Babyporträt: Klassiker mit Jööh-Faktor

Babys sind für Fotografen von Natur aus dankbare Geschöpfe. Vom Motiv her kann kaum etwas misslingen, so muss sich der Fotograf nur auf Technik und Komposition konzentrieren.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Nadine-Sophie Keller).

Kommentar des Fotografen:

Das erste Mal habe ich die Möglichkeit in aller Ruhe Babyfotos zu schießen – es soll zeitlos sein und Harmonie ausstrahlen. Bei leider schlechten Indoor-Lichtverhältnissen habe ich diesen friedlichen Moment im Leben meiner kleinen Nichte festgehalten. Bearbeitet in Gimp, um das schlafende Gesicht und die Hände in den Mittelpunkt zu rücken.

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Nadine-Sophie Keller:

Babys sind für Fotografen von Natur aus dankbare Geschöpfe. Das Kindchenschema macht sie mit ihren großen Augen und dem überproportional großen Kopf automatisch niedlich:

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Porträt: Das Wesentliche im Blick

Wie ein altes Jazzer-Porträt wirkt dieses schlichte Personenbild, das dennoch wirkungsvoll ist.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Alex Fechner).

Kommentar des Fotografen:

Berlin – Jan. 2011

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Alex Fechner:

Porträts, die einfach aussehen, haben manchmal ihren besonderen Reiz. So auch hier. Zu sehen ist ein junger afrikanisch aussehender Mann mit einer Art Hut, der leicht melancholisch nach links schaut. Mehr gibt es auf dem Foto nicht zu sehen und trotzdem ist es sehr reizvoll:

Der Grund ist eben genau diese Reduzierung auf das Wesentliche:

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Kinderblick: Eine Summe von Details

Das Zufällige an einem Schnappschuss ist die Situation, die er einfängt – nicht die Handhabung der Ausrüstung durch den Fotografen. Den resultierenden Qualitätsunterschied zeigt dieses Bild.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Roman Sebulke).

Kommentar des Fotografen:

Das Bild entstand an einem Sommerabend, hatte gerate meine Kamera in der Hand und dann kam mir dieser Blick entgegen. Konnte noch rechtzeitig den Auslöser bestätigen.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Roman Sebulke:

Ein sehr kleines Mädchen blickt in diesem Farbbild mit grossen, dunklen Augen direkt von schräg unten in die Kamera, ohne dazu den Kopf genau in die Bildachse zu drehen. Die Farben des Bildes sind fast ausschliesslich warme Braun- und Hauttöne und das Weiss des T-Shirts der Kleinen.

Kinderschnappschüsse gehören wohl zu den Fotos, von denen die meisten von uns genug gesehen haben – und zwar in allen Varianten:

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