Thema: Kreativität

 

4 zufällige Bildkritiken zum Thema Kreativität:

Hafentanz: Kunst im NebelKinder in Afrika: Mehr KreativitätUnterwasserfoto: Trojanische KreativitätBootssteg im Goldlicht: Absicht umsetzen

 

Alle 9 Artikel zum Thema Kreativität auf fokussiert.com:

Unterwasserfoto:
Trojanische Kreativität

Wem gebührt das Lob für die kreative Leistung einer Fotografie? Anhand dieses Fotos aus dem SeaLife München lässt sich das gut diskutieren.

Kommentar des Fotografen:

Nach einem schönen Tag im SeaLife München ist dieses Bild “Trojan Horse” entstanden. Kurz vor dem Ausgang war dann das größte Becken des SeaLife zu sehen. Ein unscheinbares Fenster direkt vor dem Ausgang bot mir dann diesen Blick. Ich wollte unbedingt diese Perspektive festhalten. Das Licht von oben, das Blau des Wassers, die Luftblasen, die Tiere, die im Becken schwammen, und natürlich das riesige Holzpferd. Die meiste Zeit von meinem Besuch im SeaLife habe ich wohl genau an diesem Fenster verbracht. Ich hatte Glück, dass dieses Fenster nicht so stark gebogen war. Da das Fenster nicht besonders groß ist und man keine Möglichkeit hat, ein paar Schritte zurückzutreten, musste ich direkt an das Fenster ran, um das Pferd komplett ablichten zu können. Genau hier war ich richtig froh, dass mein Canon 50mm f1.4 an meiner Canon 5D Mark II genau den richtigen Bildausschnitt hatte. Mein Freund, der auch dabei war, hatte mit seiner Canon 50D und dem 50mm f1.8 weniger Glück. Der Bildausschnitt an seiner Kamera war zu eng. Da mich dieses Pferd an das Holzpferd von Troja erinnerte, benannte ich das Bild dementsprechend.

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Christian Steiner:

Eine Szene wie aus einem Märchen. Nein, genauer, wie aus einer Geschichte aus längst vergangenen Zeiten. Sofort beim Anblick musste ich an das trojanische Holzpferd denken; mittlerweile versunken auf dem Meeresgrund, wartet es auf die Entdeckung durch den Fotografen.

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Hafentanz:
Kunst im Nebel

Manche Bilder entziehen sich einer formalen Kritik, weil sie sich ganz einfach über alles hinwegsetzen, was es an Regeln gibt – und (trotzdem) faszinieren.

Kommentar der Fotografin:

- hafentanz -

Peter Sennhauser meint zum Bild von Lilo Ulke:

Ein nasser Park- oder Warteplatz – oder ist es ein Eisfeld? – in dunkelster Nacht, offenbar an einem Gewässer. Beleuchtet wird der Platz von zwei auf hohen Masten installierten Scheinwerfern, deren Licht sich im Nebel unter den Lampen materialisiert wie etwas Fassbares, das auf den Platz unten prasselt.

Zwei der vier Masten sind lichtfrei und ihre Spitzen lösen sich im Dunkel des Himmels auf. Am Rande des Platzes sind zwei, vielleicht drei schemenhafte Figuren erkennbar; am Fusse von zwei der vier Lampenmasten leuchten orange Behälter für Rettungsringe. In der Platzmitte bewegt sich ein Mensch, der durch die Langzeitbelichtung in drei Figuren aufgeteilt wurde.

Dieses Bild ist, könnte man behaupten, technisch missglückt, eine Lomographie.

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Beauty Porträt mit Extreme Makeup:
Gehversuche in Blattgold

Auch Porträts sollte man Stück für Stück komponieren, grade dann, wenn man mit unbekannten Stilelementen experimentiert. Das Hilft, ungewollte Wirkungen zu identifizieren.

Kommentar des Fotografen:

Das Bild ist Bestandteil eine Serie mit dem Thema “Extrem makeup”. Ziel, für mich als relativer Anfänger in dem Bereich, war einmal die Wirkung bestimmter Bildelemente in einem Portrait zueinander zu “erforschen”. in dem Fall hier war es ein Goldmakeup mit Blattgold, das als “Aufhänger” dafür diente. Ich wollte ein Beautyportrait schaffen, bei dem verschiedene Elemente im Gesicht einer Person zusammen eine harmonische Einheit bilden. Zum einen eine starke Betonung der Augen durch ein relativ starkes Augenmakeup und als Gegengewicht dazu die Gestaltung der Mundpartie. Das Blattgold in der Unschärfe am Hals dient als “Hintergrundelement” um auch noch die Schulterpartie miteinzubeziehen. Was mir persönlich nicht so gefällt, ist die Wahl des Oberteils. Das passt farblich und von dem Style her nicht ganz zu dem Glamour des Gesichts. Ist mir leider zu spät aufgefallen. Und auch in der Lichtführung gibt es noch Mängel. (insb. Haarlicht). Irgendwie habe ich den Eindruck, dass dieses Bild zu sehr vom “aussergewöhnlichen” des Makups lebt, und weniger durch die Komposition der Elemente und der Lichtsetzung. Was genau diesen Eindruck bei mir hervorruft kann ich leider nicht sagen. Deshalb meine Anfrage hier. Über ein kleines feedback würde ich mich freuen.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Sören Spieckermann:

Fotograf Spieckermann hat hier ein Fashionporträt geschaffen, bei dem sogenanntes „extreme makeup“ zum Einsatz kam.

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Andi Zimmermann:
Bunte Lego-Welten

Aus Lego-Steinen entstehen die Grundelemente von Andi Zimmermanns bunten Stadtlandschaften. Diese fotografiert er und setzt sie am Computer zusammen.

Die großformatigen Fotografien dieser Lego-Welten sind also Konstruktionen im doppelten Sinne – anscheindend von dieser Welt und doch nicht. Sie sind derzeit in der Düsseldorfer Galerie Mikro zu sehen.

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Bootssteg im Goldlicht:
Absicht umsetzen

Tolles Licht kann der Grund für eine Fotografie sein – und auch ihr Inhalt. Aber es darf nicht von langweiligen Motiven überlagert werden.

Kommentar des Fotografen:

Bei dem Bild ist es mir vor allem um das goldene Licht an diesem Nachmittag des 14. März am Etang du Stock in Lothringen gegangen.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Thomas Wenskat:

Mir fallen an diesem Bild sofort die goldenen Schilfhalme im Hintergrund und die grossartige Struktur des Holzes auf dem Steg auf.

Aber ich käme nie auf die Idee, dass es das Licht war, was Dich zu der Aufnahme motiviert hat:

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Dave Brubeck:
Ein Stück über Ansel Adams

Die Jazz-Legende Dave Brubeck hat ein Orchester-Stück über die Fotografen-Legende Ansel Adams komponiert. Es heißt: “Ansel Adams: America”.

Das klassische Musikstück, das der 88-jährige Brubeck zusammen mit seinem Sohn Chris geschrieben hat, ist jetzt Anfang April vom Sinfonie-Orchester im kalifornischen Stockton uraufgeführt worden. Während des Konzerts wurden Ansel Adams Bilder auf die Bühne projiziert.

Ansel Adams, das ist weniger bekannt, war auf dem Weg zum Konzertpianisten, bevor er die Fotografie entdeckte. Es gibt von ihm die Aussage: “Fotografen sind in gewissem Sinne Komponisten und die Negative sind ihre Noten.”

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Robert Kneschke:
Fotoproduzent

Der Spezialist für Stockfotos: Robert Kneschke verstärkt das fokussiert.com-Team als Kritiker und Autor.

Er bezeichnet sich nicht als Fotograf, sondern als Fotoproduzent: Robert Kneschke lebt seit drei Jahren von der Produktion hochwertiger Stockfotos. Das sind Themenbilder, die gewissermassen “auf Verdacht” erstellt und dann in Archiven für Medien, Werbung und PR angeboten werden.

Der studierte Politologe Kneschke hat sich dieses Geschäft ausgesucht, um mit seiner Leidenschaft – Fotografie – den Lebensunterhalt bestreiten zu können. Und weil dazu viel mehr gehört als “nur” zu fotografieren, von der Marktforschung über das Finden von Modellen bis zur pingelig genauen Verschlagwortung der Bilder – findet Robert, dass die Bezeichnung “Fotoproduzent” seine Expertise genauer trifft.

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Luftaufnahme:
Den Kopf leeren

Mit der Kamera Details entdecken, die man mit blossem Auge fast übersehen hätte – das gelingt unter anderem durch den erzwungenen Ausschnitt des Suchers. Aber zu häufig steht uns die eigene Vorstellung eines Motivs im Weg.


Kommentar des Fotografen:

Das Bild entstand beim Überflug des Amazonas-Beckens aus rund 300m Höhe. Nein, Quatsch, es entstand aus ziemlich genau 1,75m Höhe am Strand von San Francisco (ehrlich). Könnte aber auch überall anders gewesen sein, und genau deshalb habe ich es gemacht. Ohne Wasserlinie fehlt jeglicher Größenbezug. Das gefällt mir.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Michael Görmann:

Einmal mehr wird hier deutlich, was ich immer wieder aufs neue lernen muss: Die besten Motive kann man leicht übersehen, weil man nach etwas anderem sucht.

Dieses Bild ist nicht nur spannend, weil nicht zu erkennen ist, worum es sich genau handelt. Licht, Schatten und Glanz schaffen ein organisch anmutendes Muster, dessen Perfektion uns wie so vieles in der Natur in den Bann zieht.

Dir ist gelungen, es in einer ansprechenden Komposition abzubilden. Das ist alles andere als selbstverständlich:

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Kinder in Afrika:
Mehr Kreativität

Es ist gut, die technische Seite der Fotografie zu kennen, aber Leidenschaft und Vorstellungskraft machen ein Foto erst herausragend. Es soll eine persönliche Kreation und als solche erkennbar sein.


Leserfoto: Klick für Vollansicht (© To Lips). – Canon Ixus 50 – 1/400s – f/4.9 – 17.4mm

Kommentar des Fotografen:

Oktober 2005, an der Hauptstrasse von Zinder nach Niamey, Niger. Kinder beim Dorfeingang auf dem Rückweg von den Feldern. Wolkenloser Himmel, aber leichter Dunst.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von To Lips:

Wenn Du Dir dieses Bild ansiehst, welcher Teil würdest Du sagen repräsentiert Dich als Fotograf? Welcher Teil zeigt Dein Weltbild, und das, was Du den Bertachtern mit ihm sagen möchtest?

Jeder, der eine Kamera in der Hand hält, sieht etwas und kann den Auslöser drücken. Und mit den heutigen supertollen digitalen High-Tech-Wunderkameras wird es stetig leichter, Bilder zu machen., die nahezu «perfekt« sind:

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