Thema: Spiegelung

 

4 zufällige Bildkritiken zum Thema Spiegelung:

Architektur oder Abstraktion: Treppenhaus-SpannungSpiegelung: Mehr GewichtKaffeepause: Verspieltes StilllebenArchitekturbild: Ein Element zu viel

 

Alle 25 Artikel zum Thema Spiegelung auf fokussiert.com:

Spiegelkabinett:
Museumsfotografie, anders

Peter Sennhauser, 5. Februar 2010 um 11.06 Uhr , 1 Kommentar Kommentare

Die Ausstellungsobjekte sind keineswegs das einzige oder das beste Motiv in Museen. Die Architektur, die Raumeinteilung, die Beleuchtung und die Menschen bieten sich für spannende Fotografie an.

Kommentar des Fotografen:

Zeche Zollverein 2010, Ruhr Museum Eröffnung. Spontan aufgenommen. Kompaktkamera auf Vitrine positioniert. Interessant fand ich die Spiegelungen und die Einbettung der Ausstellungstücke in die gegebene Architektur. Die Tiefe des Raumes wird durch die Kameraposition verstärkt. Ich wollte die Stimmung im Museum festhalten und fand die Beleuchtung der Austellungsstücke im Museum sehr gelungen. Kann ich noch etwas verbessern (Nachbearbeitung).

Profi Peter Sennhauser meint zum Bild von Guido Sokolis:

Ein ebenso futuristisch wie minimalistisch anmutender Raum mit dunklen Farbtönen und fragmentierter Betondecke, vielen indirekten Lichtquellen und einigen Menschen erstreckt sich aus der Perspektive des Betrachters ins Bild hinein.

Menschen schlendern um eine Vitrine im Bildzentrum und -vordergrund herum, in welcher Gesteinsbrocken liegen, nur halb sichtbar durch die Spiegelungen im Glas, welche die linienreiche Raumgestaltung und die Lichtquellen verdoppelt und über andere Ansichten im Bild legt.

Eine spannende Fotografie, die viele Leitplanken bietet, denen das Auge folgen kann, ohne sogleich alles preiszugeben, was es zu entdecken gilt.

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Nachtaufnahme mit Sternlichtern:
Mehr Spannung durch Vordergrund

Peter Sennhauser, 19. November 2009 um 11.01 Uhr , 1 Kommentar Kommentare

Sterneffekte lassen sich auch ohne Filter oder Photoshop erzielen. Allein davon kann ein Bild aber nicht leben.

Kommentar des Fotografen:

Nachtaufnahme Paris, Champs Elysees, am 28.12.2007 21:56.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Erik Nielsen:

Nachtaufnahme an den Champs-Elysées in Paris. Eine Schwarz-Weiss-Nachtaufnahme; im Mittelgrund des Hochkant-Fotos prägt einer der nostalgischen Kandelaber die Aufnahme, im Hintergrund glänzen andere Lichtquellen und Reflexionen von Autos mit Sterneffekten. Die Granitplatten des Gehstiegs im Vordergrund sind nass und lassen einen kürzlichen Regenguss vermuten.

Eine äussrest stimmungsvolle Fotografie, die sowohl die Verlorenheit in einer Grossstadt als auch ihre Geborgenheit zeigen könnte – immerhin ist die Nachtszene relativ hell erleuchtet. Trotzdem wirken die Lichtersterne eher kühl, die Autos unpersönlich, und der nasse Boden lässt auf wenig gemütliche Wetterbedingungen schliessen.

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U-Bahn “Straßenfoto”:
Symmetrie muß Sinn ergeben

Sofie Dittmann, 10. November 2009 um 10.57 Uhr , 7 Kommentare Kommentare

Perfekte Symmetrie in einem Foto kann sehr interessant wirken, wenn sie bewußt und wirkungsvoll eingesetzt wird.

Kommentar des Fotografen:

Ich bin sehr glücklich über dieses Bild, schließlich gelang es mir, diese nur wenige Sekunden lang dauernde “Szene” meiner Meinung nach optimal einzufangen. U-Bahn hält an Endhaltestelle, alle sind schon ausgestiegen außer wir beide, meine Gegenüber bleibt kurz stehen und sieht aufs Handy, geht aber Sekundenbruchteile später weiter und steigt ebenfalls aus. Ich mag die Perspektive und die sich dadurch ergebene Tiefe. Meiner Meinung nach lenkt in der farbigen Variante zu viel vom Subjekt ab, in Graustufen wirkt es ein wenig ruhiger und gefälliger fürs Auge.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Johannes Huss:

Das erste, was mir an diesem Foto sofort auffiel, war die fast vollständige Symmetrie, durch die es visuell beherrscht wird.

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Gleitschirmflieger im Streiflicht:
Schnappschuss mit Lichtzirkus

Jan Zappner, 15. Oktober 2009 um 11.03 Uhr , 0 Kommentare Kommentare

Im richtigen Moment den Auslöser zu drücken macht nicht nur Spaß. Es zeigt auch ein schönes Gespür für besondere Momente. Manchmal muss man die eben durch Plexiglas fotografieren.

Kommentar des Fotografen:

Dieser Herr hat sich kurz nach dem Knipps in den Schatten verabschiedet, und ich bin froh, vorher nochmal mit 40mm Hallo gesagt zu haben. Trattberg bei Salzburg -

Profi Jan Zappner meint zum Bild von David Matl:

Mir gefällt dieses Bild sehr gut. Das hat mehrere Gründe: Zunächst finde ich die Aufteilung zwischen Licht und Schatten sehr schön gelöst. Aufsteigenden Linien wie diese hier empfindet unser Auge als positiv (wie der aufsteigenden Aktienwert eines Unternehmes oder ähnliches). Das kann auch daran liegen, dass der Fotograf das Hauptmotiv, den Gleitschirmflieger, einfach in die Mitte genommen hat. An der Wirkung der Linien ändert das erstmal nichts.

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Teichspiegelung:
Fünf Ebenen, eine Dimension

Peter Sennhauser, 25. August 2009 um 11.07 Uhr , 3 Kommentare Kommentare

Fotos von Spiegelungen in Wasser- und Glasflächen können verwirren und faszinieren. Der “Was ist das”-Effekt sollte aber mit weiteren kompositorischen Elementen ergänzt werden.


Kommentar des Fotografen:

Über einem Teich lehnend entdeckte ich die hellgrünen Algen, “darunter” die sich im Wasser spiegelnden Wolken, dahinter den Grund des leicht trüben Teiches und links oben noch unscharfe Grashalme, die über dem Teich waren, also 4 Ebenen in einem Bild. Das Faszinierende am Foto ist, dass man ohne Erklärung kaum auf einen Teich käme!

Peter Sennhauser meint zum Bild von Kurt Worni:

Die Spiegelung in einem Teich, darunter der Teichgrund, schwimmende Algen und etwas Umgebung: eine Zwiebel von einem Bild. Auf den ersten Blick ist tatsächlich nicht ganz offensichtlich, worum es sich handelt.

Auf den zweiten allerdings schon, und damit ist die Faszination für das Bild auch schon verflogen, weil es eigentlich nichts mehr zu entdecken gibt. Wolken und Bäume sind in der Schärfe, aber ohne weitere inhaltliche oder kompositorische Funktion inszeniert; die andern Elemente des Bildes liegen alle in der Unschärfe und werden dadurch auf die Aufgabe der “Bildtarnung” reduziert:

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Abendrot in HDR:
Nicht alles ist ein Vordergrund

Peter Sennhauser, 14. August 2009 um 10.46 Uhr , 17 Kommentare Kommentare

Landschaftsfotografie kann durchaus mit zivilisatorischen Objekten arbeiten. Aber sie sollten den Haupteindruck des Bildes unterstützen.

Kommentar des Fotografen:

Ein perfekter Sommerabend. Die Badegäste am Haslisee sind bereits nach Hause gegangen. Auch die Sonne verabschiedet sich. Nur wenige Sekunden bleibt das perfekte Licht, um die idyllische Stimmung an diesem kleinen See zu erhalten. Der Linien des Stegs führen direkt in die liquide, sonnengefärbte Welt des Wassers. Das Bild entstand aus 3 Belichtungen mit je 2 Blendenstufen dazwischen. Der Hohe Kontrastumfang dieser Szenerie kam nur als leichtes HDR richtig zur Geltung. Durch die Bearbeitung hat das Bild natürlich auch die EXIFs verloren.

Peter Sennhauser meint zum Bild von David Kaplan:

Ein Bilderbuch-Sonnenuntergang am Schilfteich, aufwändig mit HDR zur Farbenpracht entwickelt und mit einer Spiegelungs-Symmetrie im Goldenen Schnitt komponiert. Das ist die Hälfte einer gelungenen Landschaftsaufnahme, zur richtigen Zeit und mit den harmonisch ungleichen Verhältnissen von Himmel und Erde komponiert.

Die andere Hälfte wäre ein passender Vorder- und Mittelgrund. Und hier steht dieses Bild auf einem falschen Konzept.

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Spiegel-Fotografie im Wattenmeer:
Unendliche Weiten

Thomas Rathay, 24. Juli 2009 um 11.03 Uhr , 3 Kommentare Kommentare

Eine stimmungsvolle Landschaftsfotografie entsteht durch Zielführung und Farbreduktion.

Kommentar des Fotografen:

Mein Ziel war es, die Weite des Watts der Nordseeküste festzuhalten. Als ich saß und wartete, ging diese Familie bei ihrem Weg zum Meer durch das Bild, ich fand sie eine gute Ergänzung, um die Weitläufigkeit zu betonen. Der Krabbenkutter im Hintergrund dient ein wenig als Ziel für die Wanderer

Profi Thomas Rathay meint zum Bild von Torsten Kunkel:

Eine Familie spaziert durchs Watt, welches das Graublau des Himmels so spiegelt, dass fast kein Horizont mehr auszumachen ist – eine dünne Linie und ein Kutter geben einen letzten Anhaltspunkt.

An Deiner Fotografie gefällt mir besonders die relative Einfarbigkeit der Landschaft. Gut erkannt, dass die Familie ein Ziel in dieser endlosen Weite braucht, hast du fast den perfekten Moment abgepasst:

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24 Stunden:
Spiegelungen und Augenblicke

fokussiert.com-Team, 29. Juni 2009 um 8.22 Uhr , 0 Kommentare Kommentare

Echte und falsche Spiegelungen und andere visuelle Impressionen.

In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten drei bis fünf Pressebilder aus den vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach rein fotografischen Kriterien.

Fingerübungen Nachtfotografie:
Stadt am Fluss

Peter Sennhauser, 16. Juni 2009 um 16.29 Uhr , 5 Kommentare Kommentare

Nachts in der Stadt geht am besten mit einem Stativ. Und am Fluss liefern lange Belichtungszeiten Spiegelungen wie auf Eisflächen.


Ich habe mich während meines Arbeitsaufenthalts in der Heimat wenigstens einmal so richtig mit der Kamera rausgetraut: Nachdem ich das Lichtspiel an den Fassaden des Grossbasler Rheinufers gesehen habe, wollte ich am Tag danach nach Sonnenuntergang versuchen, das Farbspiel einzufangen.

Das war einerseits nicht ganz einfach wegen der Menschenmassen am Kleinbasler Ufer, die sich die lauen Sommernächte um die Ohren schlugen.

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Stillleben:
Linien und Farben

Peter Sennhauser, 26. Mai 2009 um 10.45 Uhr , 5 Kommentare Kommentare

Die schönsten Natur-Abstraktionen sind die, welche in der Kamera entstehen. Ein Stillleben aus Farbe, Linien und etwas Natur.

Kommentar des Fotografen:

Das Motiv fand ich auf einer Fotopirsch beim Casino des Schlosses Glienicke in Berlin Zehlendorf an einem lauen Frühlingsabend. Es ist der Blick in einen noch nicht in Betrieb genommenen Springbrunnen. Das Blatt stellt den letzten Rest von Herbst und Winter dar, das gespiegelte Blau des Himmels und das Ockergelb der Säule stehen für den Frühling. Die abstrahierende Wirkung der Bildaufteilung hat mir gefallen. Das Bild schwächelt etwas mit der Unschärfe im unteren Bereich. Ich bin neugierig, was ihr dazu sagt.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Bodo Viebahn:

Wenn Du Du halbe Kritik vorwegnimmst… Mir gefällt das Motiv, weil es eine Abstraktion und zugleich ein Stillleben ist.

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