Thema: Spiegelung

 

4 zufällige Bildkritiken zum Thema Spiegelung:

Autofoto: Lack, Form und LichtSchwanensee: Die Schönheit im BanalenSpiegelung: Mehr GewichtNachtaufnahme mit Sternlichtern: Mehr Spannung durch Vordergrund

 

Alle 43 Artikel zum Thema Spiegelung auf fokussiert.com:

Carlo d’Orta:
Spiegelverzerrtes

Carlo d’Orta interessiert sich für Spiegelungen auf Glasflächen: Spiegelverzerrtes oder -verformtes entsteht daraus; spiegelverkehrt ist es ohnehin.

Es sind also nur zum Schein Fassadenausschnitte, die Carlo d’Orta da festhält. Wir können die Bilder aktuell bis Mitte Februar in Stuttgart sehen.

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Spiegelbild:
Täuschung durch Sehfehler

Vermeintliche “Bildfehler” ergeben bisweilen spannende Fotografien. Das kann eine Spiegelung ebenso sein wie ein falsch eingesetztes Objektiv.

Kommentar des Fotografen:

Durchs Fenster im Luidpoldpavilion in Neustadt a.d. Aisch fotografiert – im Sommer ein Jugendtreff im Winter eingemottet und verschlossen. Leider (oder zufällig) war das Fenstergitter eng und weit weg von der Scheibe und es kam die faszinierende Spiegelung zum Vorschein. Es erscheint so, als wäre man weder drinnen noch draußen. – Keine Montage

Peter Sennhauser meint zum Bild von Erich Werner:

Wir blicken in dieser Farbfotografie von aussen in einen Gartenpavillon, vielleicht aus der Jahrhundertwende. In dem Raum mit Kerzenleuchtern und Schwarz-Weissem Plattenboden stehen zwei Stapel Plastik-Gartenstühle, die hier nicht wirklich hineinpassen; am rechten Bildrand mischt sich der Blick in den raum mit einer Spiegelung der verschneiten Aussenwelt.

Fotografien, sagt unser Hirn, sind Abbilder der Realität – oder dessen, was wir gemeinhin für Realität halten. Dass die Kamera anders sieht als unser Auge, oder vielmehr eben unser Hirn, kann einerseits für Bilder verwandt werden, die wir so noch nicht gesehen haben und nie in der “Realität” sehen werden:

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Fensterfront mit Fluchtpunkt:
Der Sonne entgegen

Wenn man mit perfekter Symmetrie spielt, muß man diese auch ein-/durchhalten.

Kommentar des Fotografen:

Die Spiegelung des Hamburger Hafens an einem Winterabend in der Glasfront des Dockland Gebäudes. Ich habe hier die Linien der Gebäudekonstruktion veruscht zu nutzen, um die Elemente in der Spiegelung zu unterstützen.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Borg Enders:

Der Hamburger Hafen einmal ganz anders. Dein Foto ist ein gutes Beispiel dafür, daß auch oft dargestellte Motive noch anders bearbeitet werden können, wenn man nur ein Auge dafür hat. In dieser Spiegelung wirkt diese Industrielandschaft nicht nur attraktiv und interessant, sondern beinahe romantisch, weil man erst beim zweiten Hinschauen sieht, daß um den Sonnenuntergang herum Ladedocks etc. sind.

Insgesamt gefällt mir Dein Foto also sehr gut, insbesondere die Idee der Aufnahme an sich. Was mir allerdings sofort auffiel:

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Landschaftsfoto mit Spiegelung:
Optische Täuschung

Ein gutes Foto bringt den Betrachter dazu, noch einmal hinzuschauen, im Foto mehr entdecken zu wollen.

Kommentar des Fotografen:

Dieses Bild entstand bei einem abendlichen Spaziergang an der Ostsee. Mir gefiel die Spiegelung des Himmels in der Pfütze. Ich ließ meine Freundin vorgehen, um die linke Bildhälfte nicht zu leer werden zu lassen, und wählte die größtmögliche Blende, um den Fokus auf dem Vordergrund zu halten.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Stefan Wieczorek:

Stimmungsvolle Abendlandschaft am Meer. Durch die Pfütze rechts wird das Bild zur optischen Täuschung, man muß zweimal hinschauen, um zu erkennen, was man eigentlich vor sich hat. Das hat mich an dieser Aufnahme gefesselt. Es zeigt mir, daß Du ein gutes Auge hast.

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Architekturfoto:
M.C. Eschers Fotografien

Abbildungen der Realität wirken bisweilen surrealer als kreative Verfremdungen. An solchen Motiven sollte man sich jedenfalls ausgiebig versuchen.

Kommentar des Fotografen:

Hommage an M.C. Escher – so habe ich das Bild betitelt. Idee war es, die irrealen – unmöglichen – Welten von Eschers Bildern in der Realität nachzubilden. Das Spiel mit Spiegel und Türen, also Durchgängen sowie verschiedenen Ebenen (der Boden scheint im Spiegel höher zu liegen als vor dem Spiegel) machte das Motiv für mich so reizvoll. In der Nachbearbeitung erfolgte keine Bildmontage, also Veränderungen des Bildinhalts, sondern nur Anpassungen von Kontrast, Schärfe usw.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Dirk Hunstein:

In einem Spiegel an einer Wand zwischen zwei Leuchtern mit drei Kerzen oder Kerzen-Glühbirnen ist in dieser Schwarz-Weiss-Aufnahme ein Korridor mit zwei Türen übers Eck zu sehen, von denen die eine deutlich höher als die andere ist. Die Szene wird dominiert von den Schwarz-Weissen Bodenplatten des Korridors.

Ein Bild wie aus einem Videogame – werden junge Leser jetzt sagen:

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Seespiegelung:
Ein Loch unterm Himmel

Spiegelungen in Gewässern sind beliebte Motive, sie sollten aber einen interessanten Effekt bieten.

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Kommentar des Fotografen:

Diese Aufnahme wurde im “Großen Torfmoor” gemacht. Umwandlung in SW.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Roland Schweers:

Ein Weiher erstreckt sich in diesem Bild fast vom unmittelbaren Vordergrund bis ins oberste Drittel der Schwarz-Weiss-Aufnahme. Gerahmt wird er am unteren und an den seitlichen Bildrändern von allerlei Gräsern und Krautzeug; hinter dem gegenüberliegenden Ufer ist in der Ferne ein Hügelzug zu erkennen und darüber prangt ein dramatischer, von lockeren Wolken durchzogener Himmel.

Spiegelungsbilder – oder jedenfalls Aufnahmen mit einer Himmel- und einer Wasserfläche – ziehen ülicherweise unsere Blicke an. Ich nehme an das liegt daran, dass der Anblick für die wenigsten von uns alltäglich ist und sich nicht aus dem Wohnzimmerfenster ergibt:

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Landschaftsfotografie:
Spiegelung asymmetrisch

Bilder mit spiegelnden Wasserlinien sind eine der wenigen Kompositionen, die oft genau gemittet angelet werden. Dabei lässt sich auch vor einer Spiegelung ein Vordergrund platzieren.

Kommentar des Fotografen:

Das Foto ist auf einer Bergwanderung in der Nähe von Innsbruck entstanden. Für mich ist dies einwunderbarer Ort der Ruhe und Entspannung. Von der Entfernung her ein Katzensprung von den Eindrücken und der Stimmung Lichtjahre weit weg vom alltäglichem Stadtleben. Mit dem Bild konnte ich etwas von der Ruhe mit nachhause nehmen und ich schaue es mir gerne immer wieder an.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Dietmar Rieder:

Ein Bergkamm mit zackigen Felsen und darüber treibenden Wolkenfetzen ist auf diesem Schwarz-Weiss-Bild zu sehen. Die Krete spiegelt sich im unruhigen Wasser in einem Bergsee im Mittelgrund des Hochformatbildes, davor bildet ein struppiger kleiner Grasbusch den Vordergrund.

Mittenplatzierungen sind bei Spiegelungsfotos gang und gäbe. Sobald eine Wasserlinie wie ein Horizont zwischen dem Objekt und seiner Spiegelung erscheint, bietet sich – als Ausnahme von der Regel – die Teilung des Bildes in zwei Hälften an.

Allerdings kann man auch die Regel vom Bruch der Regel brechen – und dies auch noch mit guter Wirkung. Deine Aufnahme macht das deutlich:

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Spiegelungsansicht:
Das Tüpfelchen fehlt

Gute Lichtstimmung und eine spannender Himmel sind Voraussetzungen für ein tolles Bild mit Wasser im Motiv.

Kommentar des Fotografen:

Das Bild wurde am 09.04.2011 19:10 aufgenommen. Ich wollte einfach den Hafen aufnehmen im WW Format. Ich fand die Reflektionen aufm See toll. Leider war Schiffsverkehr eingestellt und deswegen ist das Schiff auf der linken Seite zu sehen, und ich konnte meinen Standort nicht ändern. Die Spiegelung vom Himmel ist ganz toll im Wasser zu sehn! Das Bild ist unbearbeitet so wie es aus der Cam kommt. Ich hab allerdings noch ne bearbeitete Version auf alt und schwarz weiss. Hätte ich unten mehr freistellen sollen?

Profi Thomas Rathay meint zum Bild von Michael Schuster:

… jetzt warten sicher alle auf das “Aber”. Das kommt auch noch, keine Bange. Doch zuerst mal muss ich sagen, dass Michael schon ein gutes Auge hatte:

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Schwanensee:
Die Schönheit im Banalen

Hunderttausendfach gesehen, gibt es immer noch neue Möglichkeiten, den Schwan in seiner Pracht abzubilden. Hier gelingt es – einmal mehr – durch extreme Reduktion.

Kommentar des Fotografen:

Ruhig und majestätisch dahin gleitender, sich im Baggerweier spiegelnder Schwan.

Peter Sennhauser meint zum Bild von John Gerard:

Ein Schwan gleitet, die rechte Bildhälfte füllend, durch diese Farbaufnahme. Die Fotografie zeigt ausser dem Tier und seiner Spiegelung absolut nichts: Der See unter und hinter dem Schwan erstreckt sich horizontlos in einem sanften Verlauf von graublau zu weiss.

Wer hat noch keinen Schwan fotografiert? Wer will nicht nochmals einen Schwan fotografieren? Die Tiere sind nicht sonderlich scheu, überall am Wasser vorhanden und von einer majestätischen Schönheit.

Und obwohl sie so oft geknipst werden, wie ihnen Brotstückchen zugeworfen werden, gibt es noch Möglichkeiten, einen Schwan auf neue, spannende Weise zu fotografieren.

Hier hast Du eine gefunden, die ebenso simpel wie schwierig zu erreichen ist:

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Nachstadtaufnahme:
Lichterzauber mit Spiegelung

Nächtliche Stadtansichten bieten viele Möglichkeiten. Besonders reizvoll sind Ansichten mit Wasseranteilen und Spiegelung.

Kommentar des Fotografen:

Aufgenommen in dem Teil Hamburgs in dem ich am liebsten verweile. Trotz der Kälte an diesem Tag strahte die Speicherstadt für mich Wärme, Behaglichkeit aus. Man fühlt sich zu Hause zwischen diesen alten Gemäuern und den Fleeten in denen das Wasser ruhig fließt und meint sie erzählen Geschichten aus alten Zeiten.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Michael Krämer:

Eine nächtliche Ansicht der Hamburger Speicherstadt. Gemäss meiner Google-Maps-Konsultation von der Poggenmühle aus fotografiert, zeigt sie den holländischen Brook als Insel zwischen Häuserzeilen mit spannenden Fassaden und Türmchen, punktueller Beleuchtung und vielen spannenden Details. Diese spiegeln sich im ruhigen Wasser zwischen den Häuserzeilen.

Die Speicherstadt in Hamburg kenne ich lediglich aus Bildern. Und auch wenn ich inzwischen der Meinung bin, dass ich sie erkennen würde, staune ich über die Vielfalt von Ansichten, die in den Häuserzeilen möglich sind.

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