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Landschaftsfotografie: Spiegelung asymmetrisch

Bilder mit spiegelnden Wasserlinien sind eine der wenigen Kompositionen, die oft genau gemittet angelet werden. Dabei lässt sich auch vor einer Spiegelung ein Vordergrund platzieren.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Dietmar Rieder).

Kommentar des Fotografen:

Das Foto ist auf einer Bergwanderung in der Nähe von Innsbruck entstanden. Für mich ist dies einwunderbarer Ort der Ruhe und Entspannung. Von der Entfernung her ein Katzensprung von den Eindrücken und der Stimmung Lichtjahre weit weg vom alltäglichem Stadtleben. Mit dem Bild konnte ich etwas von der Ruhe mit nachhause nehmen und ich schaue es mir gerne immer wieder an.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Dietmar Rieder:

Ein Bergkamm mit zackigen Felsen und darüber treibenden Wolkenfetzen ist auf diesem Schwarz-Weiss-Bild zu sehen. Die Krete spiegelt sich im unruhigen Wasser in einem Bergsee im Mittelgrund des Hochformatbildes, davor bildet ein struppiger kleiner Grasbusch den Vordergrund.

Mittenplatzierungen sind bei Spiegelungsfotos gang und gäbe. Sobald eine Wasserlinie wie ein Horizont zwischen dem Objekt und seiner Spiegelung erscheint, bietet sich – als Ausnahme von der Regel – die Teilung des Bildes in zwei Hälften an.

Allerdings kann man auch die Regel vom Bruch der Regel brechen – und dies auch noch mit guter Wirkung. Deine Aufnahme macht das deutlich:

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Spiegelungsansicht: Das Tüpfelchen fehlt

Gute Lichtstimmung und eine spannender Himmel sind Voraussetzungen für ein tolles Bild mit Wasser im Motiv.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Michael Schuster).

Kommentar des Fotografen:

Das Bild wurde am 09.04.2011 19:10 aufgenommen. Ich wollte einfach den Hafen aufnehmen im WW Format. Ich fand die Reflektionen aufm See toll. Leider war Schiffsverkehr eingestellt und deswegen ist das Schiff auf der linken Seite zu sehen, und ich konnte meinen Standort nicht ändern. Die Spiegelung vom Himmel ist ganz toll im Wasser zu sehn! Das Bild ist unbearbeitet so wie es aus der Cam kommt. Ich hab allerdings noch ne bearbeitete Version auf alt und schwarz weiss. Hätte ich unten mehr freistellen sollen?

Profi Thomas Rathay meint zum Bild von Michael Schuster:

… jetzt warten sicher alle auf das „Aber“. Das kommt auch noch, keine Bange. Doch zuerst mal muss ich sagen, dass Michael schon ein gutes Auge hatte:

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Schwanensee: Die Schönheit im Banalen

Hunderttausendfach gesehen, gibt es immer noch neue Möglichkeiten, den Schwan in seiner Pracht abzubilden. Hier gelingt es – einmal mehr – durch extreme Reduktion.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© John Gerard).

Kommentar des Fotografen:

Ruhig und majestätisch dahin gleitender, sich im Baggerweier spiegelnder Schwan.

Peter Sennhauser meint zum Bild von John Gerard:

Ein Schwan gleitet, die rechte Bildhälfte füllend, durch diese Farbaufnahme. Die Fotografie zeigt ausser dem Tier und seiner Spiegelung absolut nichts: Der See unter und hinter dem Schwan erstreckt sich horizontlos in einem sanften Verlauf von graublau zu weiss.

Wer hat noch keinen Schwan fotografiert? Wer will nicht nochmals einen Schwan fotografieren? Die Tiere sind nicht sonderlich scheu, überall am Wasser vorhanden und von einer majestätischen Schönheit.

Und obwohl sie so oft geknipst werden, wie ihnen Brotstückchen zugeworfen werden, gibt es noch Möglichkeiten, einen Schwan auf neue, spannende Weise zu fotografieren.

Hier hast Du eine gefunden, die ebenso simpel wie schwierig zu erreichen ist:

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Nachstadtaufnahme: Lichterzauber mit Spiegelung

Nächtliche Stadtansichten bieten viele Möglichkeiten. Besonders reizvoll sind Ansichten mit Wasseranteilen und Spiegelung.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Michael Krämer).

Kommentar des Fotografen:

Aufgenommen in dem Teil Hamburgs in dem ich am liebsten verweile. Trotz der Kälte an diesem Tag strahte die Speicherstadt für mich Wärme, Behaglichkeit aus. Man fühlt sich zu Hause zwischen diesen alten Gemäuern und den Fleeten in denen das Wasser ruhig fließt und meint sie erzählen Geschichten aus alten Zeiten.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Michael Krämer:

Eine nächtliche Ansicht der Hamburger Speicherstadt. Gemäss meiner Google-Maps-Konsultation von der Poggenmühle aus fotografiert, zeigt sie den holländischen Brook als Insel zwischen Häuserzeilen mit spannenden Fassaden und Türmchen, punktueller Beleuchtung und vielen spannenden Details. Diese spiegeln sich im ruhigen Wasser zwischen den Häuserzeilen.

Die Speicherstadt in Hamburg kenne ich lediglich aus Bildern. Und auch wenn ich inzwischen der Meinung bin, dass ich sie erkennen würde, staune ich über die Vielfalt von Ansichten, die in den Häuserzeilen möglich sind.

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Winterlandschaft: Reduktion ins Detail

Minimalismus wirkt besonders, wenn er nicht simplifiziert. Vielschichtigkeit ist eine seltene Qualität.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Alexander Fechner).

Kommentar des Fotografen:

Brandenburg – Dez 2010

Peter Sennhauser meint zum Bild von Alexander Fechner:

Eine Winterlandschaft, weiss in weiss, in der Horizontalen zweigeteilt durch eine aus der linken Bildseite in einen Fluchtpunkt etwa im Goldenen Schnitt rechts verlaufenden Baumreihe. Die Bäume sind von überfrierendem Nebel ebenfalls weiss eingefärbt und heben sich mit der Schattenseite zum Betrachter in dunklem Blau vom helleren, von Wolken durchzogenen Himmel der oberen Bildhälfte ab.

Diese Fotografie kann ich mir an vielen (prominenten) Orten publiziert vorstellen:

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Dorflandschaft: Silhouette oder nicht

Gegenlicht-Aufnahmen ermöglichen Silhouetten-Spiele. Dabei stellt sich immer wieder die Frage: Soll im Vordergrund noch Zeichnung sichtbar sein?

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© André Kayser).

Kommentar des Fotografen:

Früher Morgen in einem Park, die Sonne geht grade erst auf.

Peter Sennhauser meint zum Bild von André Kayser:

Die markante „Skyline“ eines Dorfes mit Kirchturm und Giebeldächern steht in dieser Gegenlichtaufnahme vor der noch nicht sichtbaren, aufgehenden Sonne. Im Vordergrund spiegelt ein Teich den in der Dämmerung von Dunkelblau zu gelb verlaufenden Himmel; vorne rechts schwimmt eine Ente mit eindeutigem Profil durch das Weiss der Spiegelung auf dem Wasser.

Die Ente macht’s: Ohne diesen Bildanker unten rechts hätte mich die Aufnahme niemals ausreichend in den Bann gezogen, dass ich sie eines zweiten und dritten Blickes gewürdigt hätte.

Die Spannung hier entsteht allein durch die Verteilung des Lichts:

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Architektur: Gegensätze auf mehreren Ebenen

Gebäude bieten als fotografische Motive mehr als viele Linien und Flächen für die Komposition. Sie bieten Spielraum für historische und ästhetische Kontraste.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Nils Krawinkel).

Kommentar des Fotografen:

Neu trifft alt. In Berlin erlebt man das häufig. Vor allem, wie hier, im Regierungsviertel. Das Bild ist von einem Boot auf der Spree aus aufgenommen und zeigt den Reichstag sowie das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus.

Profi Peter Sennhauser meint zum Bild von Nils Krawinkel:

Ein historisches Gebäude spiegelt sichin der rechten unteren Bildhälfte dieser Farbfotografie in den gleichförmigen rechteckigen Elementen einer Glasfassade. Eine breite Betontreppe mit Glasgeländer steigt, seitlich gesehen und parallel zur Fassade verlaufend, am unteren Bildrand diagonal über zwei Drittel des Bildes nach rechts an. Die bildfüllende Fassade des Neubaus zeichnet sich durch regelmässige horizontale und vertikale Linien aus; die Spiegelung des Gebäudes gegenüber wird durch die Glaselemente in einzelne Mosaikstücke zerlegt und verzerrt gespiegelt.

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Konzeptfoto: Kugelbilder

Konzeptfotografie mit Utensilien: Zum Beispiel mit einer spiegelnden Kugel. Aber auch gute Ideen verlangen Sorgfalt in der Umsetzung.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© René Scheer).

Kommentar des Fotografen:

„Kugel in der Kneipe oder Kneipe in der Kugel“ ist im Rahmen in einer Reihe von weiteren Kugelbildern entstanden. Die Idee ist, meine Umwelt und das hinter mir mit einzufangen. Dafür sollte es eine einfach Kugel sein (etwa 3€ im Dekoladen) und die Bilder nur dort entstehen wo ich sowieso bin (Arbeit, Zuhause oder eben Kneipe) – also meine kleine Welt. (Kamera Eos 1000D)

Peter Sennhauser meint zum Bild von René Scheer:

Eine spiegelnde Goldkugel liegt auf einem Kneipentresen. Der Fokus liegt auf dem Raum in der Spiegelung der Kugel; hinter ihr ist in der Unschärfe noch etwas zu erkennen, was ein leeres Bierglas sein könnte. Der eigentliche Bildinhalt aber steckt in der Kugel, in der fischaugenmässig gekrümmten Wiedergabe des Raums, einer Kneipe. Hier sind rechts ein volles Bierglas, links ein Gast am Tresen und in der Mitte der Fotograf mitsamt Kamera zu erkennen.

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Flaschenspiegelung: Falscher Fuffziger

Einfache Effekte – wie eine Drehung – können Fotografien spannender machen. Dabei sollte der Eindruck einer „Fälschung“ vermieden werden.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Thomas Renner).

Kommentar des Fotografen:

Jahrmarktsstillleben Das Bild entstand letztes Jahr auf dem hiesigen Jahrmarkt. Ich mache gerne Aufnahmen von Spiegelungen und die Pfütze samt Flasche stach mir sofort ins Auge. Das Bild hab ich um 180° gedreht, finde es so noch fesselnder :-).

Peter Sennhauser meint zum Bild von Thomas Renner:

Eine Spiegelung von Passanten in einer Pfütze auf der Strasse. Das Bild im Querformat ist geprägt von kräftigen Farben, einer spürbaren Jahrmarktstimmung und einer kleinen Bierflasche im Vordergrund, die seltsam schlecht einzuordnen ist: Sie scheint über der Spiegelung der Passanten in der Luft zu schweben.

Mein erster Gedanke, nachdem ich das Bild eine Weile logisch zu erfassen versucht hatte:

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Hafenstadt-Sonnenuntergang: Symmetrie in Spiegelung

Spiegelbilder sind eine der wenigen Gelegenheiten, bei denen rein symmterischer Bildaufbau nicht unbedingt zu Langweile führen muss.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Philipp Leibig).

Kommentar des Fotografen:

Diese Foto ist in der Normandie entstanden, als wir eines Abends durch diese malerische Hafenstadt geschländert sind. Die Spiegelung im Wasser als auch der fantastische abend Himmel hat mir einfach die Sprache verschlagen. Diese Bild finde ich sehr harmonisch und friedvoll, aber allein durch den Himmel und den Sonnenuntergang in der Bildmitte nicht langweilig.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Philipp Leibig:

Eine idyllische Hafenstadt im Nordwesten Frankreichs, fotografiert von einem Boot oder einem Kai aus gegen die untergehende Sonne.

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