Thema: Blitz

 

4 zufällige Bildkritiken zum Thema Blitz:

Schwarzweiss-Porträt: Aufhell-Blitz benutzenCharakterporträt: Nachbearbeitung perfektionierenFederfoto: Leichte SchwereLangzeitbelichtung: Tanz den Tecktonik

 

Alle 29 Artikel zum Thema Blitz auf fokussiert.com:

Konzertfoto:
Zweite Reihe

Sich einem Motiv indirekt zu nähern, kann sehr spannend sein. So lasen sich Subjekt und Nebenaussage in einem Bild vereinen.

Kommentar des Fotografen:

Dieses Foto ist an einem kleinen Konzert entstanden. Als ich das Foto aufgenommen habe, stand ich eher weit von der Bühne entfernt. Dadurch musste ich mich oft bemühen, keine anderen Kameras im Bild zu haben. Dieses Bild ist eigentlich eher ein ungewolltes. Im Nachhinein gefällt es mir sehr gut, weil es nicht so ein typisches Konzertfoto ist.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Linda Surber:

In dieser Farbaufnahme ist in der Tiefe der Unschärfe ausser einem offensichtlich hell erleuchteten Punkt ein paar Meter vor der Kamera nur der Teil eines Hinterkopfs, eine erhobene Hand mit einer Digitalkamera und davor ein paar weitere Kameras und Smartphones zu erkennen. Im LCD-Screen der Kamera indes wiederholt sich das eigentliche Motiv, der Sänger vorne auf der Bühne.

Anlässlich meines ersten Live-Konzerts seit ziemlich langer Zeit habe ich vor einem Monat festgestellt, dass das aktuelle Publikum offenbar weniger Musik hören, als Stars auf der Bühne mit dem Smartphone abfilmen will:

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Stillleben:
Im kalten Kerzenlicht

Ein Stillleben ist kein Schnappschuss. Im Gegenteil: Bei einem Stillleben hat der Fotograf jede Zeit der Welt (wenn es nicht gerade Eiscreme ist), sein Motiv so sorgfältig und detailverliebt zu arrangieren, wie es seine Vision erfordert. Bei diesem Foto wurde dieser Vorteil jedoch sträflich ignoriert.

Kommentar des Fotografen:

Das Windlicht strahlt Licht und Wärme aus, leicht verstärkt durch die Spiegelung im Glasgefäß. Das Foto sollte etwas von dieser Ausstrahlung wiedergeben. Das Motiv wurde nicht arrangiert. Vielmehr entstand das Foto eher zufällig auf der Ausstellung “Garten München 2011″.

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Bernhard Schneck:

Ein Stillleben ist kein Schnappschuss. Im Gegenteil: Bei einem Stillleben hat der Fotograf jede Zeit der Welt (wenn es nicht gerade Eiscreme ist), sein Motiv so sorgfältig und detailverliebt zu arrangieren, wie es seine Vision erfordert. Das ist der grundlegende Widerspruch dieses Fotos:

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Haustierfotografie:
Killerblitz

Kinder und Haustiere sind selten dazu zu bewegen, für eine Fotografie stillzuhalten. Trotzdem lohnt es sich, den Blitz auszuschalten.

Kommentar des Fotografen:

Mein verstorbener Hamster ist zu neugierig und mußte alles entdecken und so enstand dieses Foto. Aufgenommen im Januar 2011

Peter Sennhauser meint zum Bild von Saskia Kolpatzik:

Ein Albino-Hamster klettert in dieser Blitz-Farbaufnahme zwischen etwas herum, was Schuhe zu sein scheinen.

Ich habe bisher vielleicht 10 Goldhamster besessen: Die Tiere sind nicht nur einfach im “Unterhalt” und – abgesehen von der Nachtaktivität – erfreulich. Sie sind auch ausserordentlich putzig, wenn man sie frei rumlaufen lässt. Sie klettern überall hoch, tauchen plötzlich auf dem Fernseher auf, legen sich kleine Vorratsecken im Bücherregal an (die man besser finden sollte…), und ein Exemplar kraxelte regelmässig nach getaner Erkundungstour mein Bein hoch und legte sich auf meinem Solarplexus schlafen (wenn ich auf dem Sofa vor der Glotz hockte).

Die Momente für witzige Fotos waren ungezählt, leider habe ich kaum je zur Kamera gegriffen. Denn ein Problem stellte sich bei der Analog-Fotografie mit den Tieren immer:

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Konzert-Action:
Band und Publikum vereint

Während bei großen Konzerten oft nur während der ersten drei Songs und ohne Blitz fotografiert werden darf, ist es bei kleineren Konzerten einfacher. So lassen sich manchmal Fotos machen, die bei großen Stars komplett unmöglich wären.

Kommentar des Fotografen:

Turn Away, eine Oldschool Hardcore Band, bei einem Auftritt im “Drums” in Weimar/Thüringen. Die Stimmung war grossartig, und alle Bandmitglieder wurden nacheinander auf Händen getragen. Bin extra fürs Foto hochgesprungen, und mit dem Blitz gegen die Decke gestoßen, zum Glück ist nichts passiert. Das Foto ist mit einer Sony Alpha 200 und Samyang 8mm f3.5, 1/13 Sekunde Belichtungszeit und ISO 800 aufgenommen. Ausser Aufhellen und Weissablgeichkorrektur habe ich es nicht verändert.

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Martin Schröter:

Hardcore-Fotografen können sich manchmal glücklich schätzen. Damit meine ich nicht die Fotografen, die ihre Kamera mit ins Bett nehmen oder nur noch im Fachjargon reden können, sondern Musikfotografen, die statt Popstars in großen Hallen eben Hardcore-Bands in kleinen Schuppen fotografieren:

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Blitz-Fotografie:
Dramatisch aus der Hand geschossen

Spektakuläre Blitzszenarien sind immer ein Augenschmaus und gar nicht so schwierig einzufangen.

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Kommentar des Fotografen:

Das Bild ist spät Abends gegen 23:00 Uhr entstanden als ein Unwetter in der Nähe von Koblenz aufzog. Leider ist dieses exakt an Koblenz östlich vorbeigezogen. Mit einem provisorischen Stativ (Ein Karton und ein Buch auf der Fensterbank) versuchte ich mit meiner Nikon D90 einen oder mehrere Blitze einzufangen, nur leider war das Gewitter viel zu weit weg. Da ich vorher noch nie versucht hatte, Blitze zu fotografieren (vor kurzem erst der Umstieg von Analog Spiegelreflex auf Digital), belichtete ich mit der \’bulb\’ Einstellung. Herausgekommen ist dabei dieses Bild, dieser Glückstreffer. Nicht nur, dass ich tatsächlich einen Blitz erwischt habe, wenn auch ein wenig dünn, sondern durch die Belichtung sticht die Farbe des Himmels heraus in Kombination mit den Wolken. Hierbei habe ich den Auslöser ca. 5 Sekunden gedrückt und auf gut Glück nach dem Blitz losgelassen. Mit der Blende hatte ich zunächst verschiedene Variationen ausprobiert, entschied mich dann allerdings für einen Mittelwert (11), da ich pro Versuch das Bild nicht länger als 6-7 Sekunden mit diesen Werten belichten wollte. Alle weitere Versuche scheiterten leider, was aber denke ich auch daran lag, dass das Gewitter partout nicht näher kommen wollte…

Profi Thomas Rathay meint zum Bild von Markus Maurischat:

Dein Bild, Markus, hat meiner Meinung nach schon recht gute Ansätze. Zum Beispiel ist es von Vorteil, dass du etwas Landschaft und Gebäude in den Vordergrund eingebaut hast. Diese bilden eine gute Größenreferenz, und die Lichter in und an den Häusern lassen die Szenerie auch nicht nur dunkel erscheinen.

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Pflanzenfoto in Schwarz/Weiss:
Traditionsreiche Kunst

Auch ohne großen Aufwand können wunderschöne, stimmungsvolle Pflanzenportraits entstehen.

Kommentar des Fotografen:

Eigentlich war ich zu “meinem” See gefahren um ein paar Vögel zu fotografieren, aber dort tat sich so rein gar nichts. Also experimentiert ich ein wenig mit meinem Makroobjektiv, meinem neuen Metz Makroblitz und dem Metz 48AF. Als “Opfer” musste dieser Huflattich herhalten. Die Freistellung gelang schon recht ordentlich durch eine kleine Blende, der Rest konnte problemlos mit dem RAW Konverter erledigt werden, anschliessend noch eine SW Umwandlung, und jetzt würde mich eure Meinung zu dem Bild brennend interessieren.

Profi Thomas Rathay meint zum Bild von Friedhelm Peters:

Schon im 19. Jahrhundert widmete sich Karl Blossfeldt der Pflanzenfotografie, wobei er sich der streng formalen Fotografie verschrieben hat und als Vertreter der neuen Sachlichkeit gilt. Sie zeichnet sich durch ein hohes Maß an Nüchternheit des Fotografen gegenüber seinem Sujet aus.

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Langzeitbelichtung:
Tanz den Tecktonik

Lange Belichtungszeiten in Kombination mit Dauerlicht und Blitzlicht können sehr reizende Effekte erzielen – wenn sie wohl dosiert und überlegt genutzt werden.

Kommentar des Fotografen:

Die Person hält eine Taschenlampe und einen externen blitz in den händen und löst sie koordiniert aus. weit offene blende und im “bulb”-modus nach gefühl belichtet. das bild soll “tecktonik” darstellen, einen tanzstil aus frankreich, meist zu elektronischer musik. der tanz ist übrigens zeimlich beeindruckend, in hh ist er mir erst letztens aufgefallen. In der prinzenbar tanzten zwei sehr gut aussehende junge männer tecktonik, da erkannte ich dieses foto und setzte es um.

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von David Franz:

Springen wir zum Ursprung zurück: Das Wort “photographieren” heißt übersetzt nichts anderes als “Malen mit Licht”. Während moderne Kameras durch superschnelle Belichtungszeiten und Automatiken eher “Farbkopieren mit Licht” machen, kann die “Malerei” dadurch umgesetzt werden, dass die Kamera manuell auf eine lange Belichungszeit (oder wie im Falle dieses Fotos auf “Bulb”) gestellt wird:

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Kino-Portrait:
Experimente wagen

Für Porträtfotografie sind originelle Ideen wichtig. Technik und das Verständnis dafür helfen bei der Umsetzung.

Kommentar des Fotografen:

Das Foto entstand spontan gegen Abend. Es war schon ziemlich dunkel und die einzigste Lichtquelle hier sind orangfarbene Scheinwerfer die das Hafenbecken beleuchten.. Die besonderheit hier: Hinter der Person steht ein seperater Blitz, der mit Skyports ausgelöst wurde.

Profi Jan Zappner meint zum Bild von Andreas Ochsenreither:

Ein Bild wie aus einem Kinofilm. Das liegt nicht nur an der Letterbox, wie das eingepasste Format mit den schwarzen Balken genannt wird, sondern vor allem an der gewählten Szenerie.

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Kinderporträt in Schwarz-Weiß:
Der richtige Augenblick

Auch bei schwierigen Lichtverhältnissen ist es wichtig, nicht gleich zum Blitz zu greifen. Ein lichtstarkes Objektiv oder auch nur das Hochschrauben des ISO-Werts bringen bessere Porträts.

Kommentar des Fotografen:

Wissbegierig Das Foto entstand im Sommer bei einem Ausflug ins Mathematikum Gießen. Ich hatte das erste Mal mein neues Objektiv dabei (50 mm, 1,8 von Nikon). Die Lichtverhältnisse dort waren sehr schwierig und ich hatte enorme Probleme mit dem Weißabgleich, sowie mit der Belichtung. Dieses Foto meiner 5jährigen Tochter spiegelt den ganzen Tag wieder. Sie war so neugierig, wissbegierig, alles wurde genau unter die Lupe genommen und ausprobiert.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Andrea Gerber:

Die besten Porträts, ich kann es nur immer wieder erwähnen, sind meistens die, in denen die Porträtierte im Augenblick versunken war oder entspannt genug, daß das Porträt ungestellt wirkt.

Das ist bei Andreas Foto ihrer Tochter voll gelungen. » weiterlesen

Schwarzweiss-Porträt:
Aufhell-Blitz benutzen

Bei Außenaufnahmen und speziell gegen das Sonnenlicht neigt man dazu, den Blitz oder Reflektoren als Aufheller zu vergessen.

Kommentar des Fotografen:

Das ist ein Porträt meiner Freundin. Das Foto ist bei einem Shooting im Freien entstanden. Dieses Porträt gefällt mir am besten von allen, die ich bis heute von meiner Freundin gemacht habe. Mich würde dazu auch die objektive Meinung interessieren.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Andrej Below:

Die besten Porträts entstehen oft, wenn man jemanden in einem unbeobachteten oder scheinbar unbeobachteten Moment fotografiert. Alle Posen, alles Künstliche fällt in diesen Momenten von einem ab:

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