4 zufällige Bildkritiken zum Thema Tierfotografie:
Alle 11 Artikel zum Thema Tierfotografie auf fokussiert.com:
Nick Brandts Fotos aus der Tierwelt Ostafrikas wirken unwahrscheinlich, sind aber ganz wirklich. Brandt setzt den Mythos Ostafrika in Szene.
Wer hat die Giraffen vor dem dramatischen Himmel so perfekt aufgestellt, fragt man sich unwillkürlich. Und denkt an die Möglichkeiten von Photoshop. Aber Nick Brandt fotografiert die Tiere Ostafrikas tatsächlich vor Ort und analog auf Film dazu.
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Tierfotos der ungewöhnlichen Art aus dem weltweiten Wettbewerb Wildlife Photographer of the Year werden in München ausgestellt.
Für sein Portät-Bild des Sulawesi-Makaken mit Spitznamen “Troublemaker” folgte der Italiener Stefano Unterthiner der Herde mehrere Wochen lang. Eines Tages waren sie sich so vertraut, dass die Porträt-Sitzung möglich wurde (mit Blitz!)
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Der Fokus auf dem Auge: So müssen Tiergesichter fotografiert werden. Allerdings würde auch der Rest des Körpers etwas Schärfe verdienen.
Kommentar des Fotografen:
Das Bild entstand bei einem Besuch im Basler Zoo. Neben den “ZoostandartTieren” findet man im Zolli auch den Grashüpfer. Diese kleinen Tiere faszinieren mich in Gross. Den Hüpfer habe ich versucht in einem schönen grün von seinem Futter darzustellen, mit dem Fokus auf seinem Auge …
Peter Sennhauser meint zum Bild von Thomas Schaller:
Eine weit Offene Blende ist bei Tierfotografie in dämmerdunklen Räumen ein Muss. Nicht nur wegen des Lichts, sondern auch, um das Wesen vor dem Hintergrund freizustellen – was ganz besonders bei einer grünen Heuschrecke vor grünem Hintergrund gilt.
Diesen Locust hier hast Du gut getroffen: er wirkt, als würde er neugierig hinter seinem Futterblatt hervor aus dem Bild herauslugen.
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Geringe Schärfentiefe zeichnet gute Objektive aus und eröffnet Möglichkeiten zur Bildgestaltung. Sie kann aber auch eigenartige Effekte verursachen.
Kommentar des Fotografen:
Diese Ringelnatter fungierte als Testobjekt für meine erst DSLR. Aufgenommen im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft
Peter Sennhauser meint zum Bild von Florian Beyer:
Was grenzt Spiegelreflexkameras von kompakten digitalen ab und wird es immer tun? Die Schärfentiefe. Denn wohl kann das Verhältnis von Brennweite zu Blende, nicht aber die physikalischen Eigenschaften der Lichtbrechung so beliebig miniaturisiert werden wie viele andere technische Eigenschaften.
Deswegen eröffnen sich Dir als Fotografen mit einer Spiegelreflex ganz neue Gestaltungsmöglichkeiten – und je mehr Geld Du ausserdem für teures Glas in Form lichtstarker Objektive ausgeben magst, desto grösser wird der Spielraum.
Die Schärfentiefe, also die “Dicke” jener “Schicht” im Raum vor Deinem Objektiv, in deren Bereich liegende Motive scharf abgebildet werden, nimmt bei grosser Blende (kleine Blendenzahl) ab:
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Makrofotografie mit dem Superzoom: Mit langer Brennweite lässt sich Tiefe in die Miniatur bringen.
Kommentar des Fotografen:
Makro-Aufnahme eines Gekkos auf der Veranda des Ferienhauses in Italien. Da der Gekko bereits seinen Schwanz verloren hat, musste ein akzeptabler Blickwinkel her – die Lösung war das Blatt im Vordergrund. Das Tier wollte nur kurz hinhalten.
Peter Sennhauser meint zum Bild von David Schroff:
Diese Echse sitzt schon sehr lange in unserer Datenbank – dabei blickt sie so freundlich zwischen den Blättern hervor, dass man sich durchaus mal ihrer annehmen dürfte.
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Mit einer gehackten Firmware namens CHDK kann jede Canon-Kompaktkamera mit DIGIC-Prozessor (Ixus, Powershot) massiv erweitert werden. Grösster Vorteil ist die Speicherung von Bildern im RAW-Format – aber daneben gibts Bracketing, Intervall, Zeit- und Blendenautomatik und sogar einen Bewegungs- oder Lichtsensor-Modus.
Live-Histogramm: “Gehackte” Ixus 870IS (Bild PS)
Deine Canon-Kompaktkamera beherrscht kein RAW, kein Bracketing, lässt sich manuell nicht auf beliebige Belichtungszeiten einstellen und kann im Video-Modus nicht zoomen? Doch, eigentlich kann sie all das. Aber Canon sperrt eine Vielzahl dieser Einsatzmöglichkeiten. Das freie Software-Projekt CHDK hebt die Begrenzung auf und macht aus den Kompaktkameras wahre Foto-Computer mit ungeahnten Möglichkeiten. Ich habs in den letzten Tagen ausprobiert und bin überwältigt von den Optionen, die meine kleine Ixus 870 IS plötzlich draufhat:
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Tierfotos gelingen häufig besser, wenn man sich mit der Kamera auf Augenhöhe mit dem “Modell” begibt. Abgeschnittene oder eigenartig in der Luft hängende Körperteile stören aber auch hier.
Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Matthias Glatthaar). – Sony CYbershot- 1/400s – ISO 100 – f/8
Kommentar des Fotografen:
Das Foto entstand während einer Wanderung im Prättigau (Graubünden) mit einer sehr alten Kompaktkamera. Obwohl es sich um einen Schnappschuss handelt, finde ich die Bildkomposition recht gelungen. Ausserdem gefällt mir die Intensität, welche von den von unten fotografierten Kühen ausgeht.
Profi Robert B. Fishman meint zum Bild von Matthias Glatthaar:
Da schließe ich mich dem Fotografen gerne an. Das Bild beeindruckt mich durch seine Intensität. Die Kühe sind dank der gewählten leichten Untersicht sehr präsent im Bild:
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“Das Tier und sein Mensch” – Stefan Moses zeigt derzeit in Berlin seine tierisch-menschlichen Bildgeschichten.
Stefan Moses: Müllschweine, Rio de Janeiro, Brasilien, 1959
Der Fotozyklus “Das Tier und sein Mensch” ist ein Thema, mit dem sich Stefan Moses seit rund siebzig Jahren auseinandersetzt. Also seit Kindertagen schon, denn Ende August wird Moses 80 Jahre alt. Er bezeichnet sich selbst als “Katzenmensch”.
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Tierfotografie stellt hohe Ansprüche, weil die Modelle sich nicht zum Shooting zur Verfügung stellen. trotzdem sollte man sich nicht mit mittelmässigem Licht und der Standard-Pose des Motivs begnügen.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Peter Meier). – Canon EOS 400D – 1/50s – f/6.3 – ISO 200 – 300mm (450mm)
Kommentar des Fotografen:
Da ich sehr gerne Vögel usw. fote, wollte ich hier mal ganz schlicht ein fast Portrait eines Reihers ablichten.
Profi Jan Zappner meint zum Bild von Peter Meier:
Ein schönes Bild, dass technisch richtig gelöst ist. Natürlich wird in der Natur- Tierfotografie ein Teleobjektiv immer zur Standardausrüstung gehören, wer kann schon auf ein paar Meter an scheue Tiere heran:
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Ihre Bilder zeigen Windhunde und meinen Menschen: Das Museum Folkwang in Essen zeigt bis 15. Juni Arbeiten der Londoner Fotografin Jo Longhurst.

Jo Longhurst: The refusal (part I), [shot 2001, produced 2007], © Jo Longhurst, 2008
Seit mehreren Jahren stehen Whippets, eine in Großbritannien bei Züchtern sehr beliebte Windhundrasse, im Mittelpunkt der Fotografie von Jo Longhurst. Sie beobachtet Züchter von Whippets bei ihren Bemühungen um das perfekte Tier. Sie fotografiert die Hunde so, als ob sie Menschen porträtieren würde.
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