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Universalladegerät Delta von Hama: Genial einfältig

Fünfzehn Geräte, fünfzehn Akkuformate, fünfzehn Ladegeräte? Mit einem Universallader ist damit Schluss. Von Hama stammt unser Testexemplar. Es wirkt etwas instabil, ist dafür aber leicht und macht  dank beweglicher Teile viele Akkuladegeräte überflüssig.

Universalladegeraet Hama Delta

Kompakt: Universalladegerät Hama Delta

Hama ist nicht immer der Hersteller meiner Wahl, wenn es um fotografische Zusatzgeräte geht. Bei Teilen, die über Gelingen oder Scheitern eines fotografischen Projekts entscheiden, mag ich den (möglichen) Kompromiss zugunsten des tieferen Preises nicht eingehen. Bei anderen Objekten, wie diesem Ladegerät, sind kleine Risiken die Annehmlichkeiten wert, die es bietet.  Weiterlesen

Einführung in Essensfotografie (Food Fotografie) und Food Styling / Teil 2

Im ersten Artikel über die Foodfotografie habe ich die wichtigsten Aspekte für dieses Thema aufgelistet. Hier nun Teil 2 mit detaillierten Ausführungen.

Kenne Deine Kamera
Das mag banal klingen, aber zu oft begegnen mir im Internet Fragen wie, „Ich möchte meine Fotos so schießen, daß der Hintergrund verschwommen ist. Meine Kamera kann das nicht.“ Nur um herauszufinden, daß der-/diejenige keine Ahnung hat, was ihre Kamera eigentlich alles kann. Ganz zu schweigen von den Grundbegriffen der Fotografie, wie dem Zusammenhang von Brennweite und Belichtungszeit.

Auch wenn man mit einer „Point & Shoot“ Kamera fotografiert, sollte man in- und auswendig wissen, wie diese zu bedienen ist. In dem Fall der Frage oben habe ich schlußendlich das Modell für die Dame gegoogled und sie dann auf die entsprechende Seiten in ihrer Bedienungsanleitung verwiesen.

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SPIEGELLOSE SYSTEMKAMERAS: Ein (gar nicht so) neuer Stern am Kamerahimmel

Spiegellose Systemkameras sind derzeit in aller Munde, nicht nur unter Foto-Enthusiasten. Wir beleuchten den besonderen Charme dieser Kameraklasse und warum sie erst jetzt so richtig durchstartet. Dazu machen wir im ersten Teil einen kleinen Ausflug in die Geschichte der digitalen Kameras.

Eine der ersten ohne Spiegel. Bild: Olympus

Der Begriff Systemkamera bezeichnete ursprünglich Spiegelreflexkameras mit Wechselobjektiv – eben ein System aus Kamerabody, Objektiv und sonstigem Zubehör. Seit es Gehäuse mit und auch ohne Spiegel gibt, meint der Begriff Systemkamera korrekterweise beide Varianten. Es wird dabei zunehmend populär, “Systemkamera” nur für die spiegellosen Geräte zu verwenden.

Historische Einordnung
Die analoge Fotografie wurde vor rund 175 Jahren in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erfunden. Der Startschuss für den Siegeszug der digitalen Fotografie ist Kodaks Vorstellung der ersten Digitalkamera 1975. So richtig setzte sich die neue Technik viel später durch: Mitte der 90er ging es in Deutschland zuerst mit Geräten los, deren Leistungsfähigkeit heute selbst von Billighandys übertroffen wird. Dafür war die neue Technik erst einmal teuer, denn im Jahr 2000 kostete eine Digitalkamera mit 3 Megapixeln umgerechnet etwa 1.000 Euro.

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Cokin-Filter und Filterhalter: Graue Verläufe

Cokins Filterhalter hält alles vor dem Objektiv – obwohl die meisten Filter obsolet geworden sind. Grauverlaufs-Filter allerdings helfen noch immer enorm.

Cokin Filterhalter mit Neutralgrau-Verlaufsfilter. (Alle Bilder PS)Anfangs neunziger Jahre versuchte ich mich eine Zeit lang in der Spiegelreflex-Schwarz-Weiss-Fotografie, und bald stiess ich dabei auf die Wirkung von Filtern: Farbfilter, vor die Linse geschraubt, sorgten für höheren Kontrast und anderes Bildverhalten.

Heute sind sie ebenso wie die Stern- und Verzeichnungsfilter, mit denen vor der Digitalisierung viel bestaunte Effekte erzeugt werden konnten, grossteils obsolet geworden: PhotoShop erledigt das alles einfacher, schneller und meist auch beeindruckender. Dennoch haben die Filterhersteller wie beispielsweise Cokin, deren System ich hier vorstelle, noch eine umfangreiche Auswahl an Filtern im Sortiment.

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Dawntech di-GPS Pro im Test (I): Teurer Geotagger

Dawntech und Solmeta stellen GPS-Empfänger her, welche direkt mit den Nikon SLR verwendet werden können, die bisher als einzige Prosumer-Kameras eine GPS-Schnittstelle aufweisen. Wir haben das Dawntech-Gerät getestet.

Das di-GPS Pro von Dawntech. (Foto PS)Fast alles, was man über ein Foto wissen möchte, steht heute dank digitaler Technik in den Bilddaten gleich mit drin: Der Exif-Datenheader verrät Aufnahmezeit, Brennweite, Verschlusszeit, Blende, ob der Blitz ausgelöst wurde, welches Objektiv verwendet wurde und vieles mehr.

Wenn die Bilder aus der Kamera kommen, sind sie mit allen nötigen Daten versehen. Oder fast allen.

Was nämlich fehlt, ist der Ort der Aufnahme. Dabei ist das heute dank Global Positioning System (GPS) keine Hexerei mehr – und die Metadatenfelder der Bilder haben längst Platz für eindeutige Koordinaten. Geotagging, also die Markierung der Bilder mit einer eindeutigen Ortsangabe, war aber bisher noch etwas für Geeks und Bastler:

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Fassade: Muster und Farbe – und…?

Ein tieferes Verständnis dessen, was Du fotografieren willst, kann zu einer größeren Wertschätzung Deines Publikum führen.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Harald Kellner). FinePix Z1 - 1/200s - f/3.6 - ISO 64 - 69mm

Kommentar des Fotografen:

Bauhaus in Dessau.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Harald Kellner :

Auf den ersten Blick machen die Farben und Formen der Fenster dieses Bild interessant. Aber dann muss unser Blick umherwandern, zuerst zu den Fenstern und den Rahmen, dann zu dem Dreieck des Himmels auf der linken Seite und dann zurück zur unteren Bildkante zu einem merkwürdigen Gerät, das wir hinter den Fenstern sehen können. Meine Frage:

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AF-S DX NIKKOR 18-105mm 1:3,5-5,6G ED VR: Das Unaussprechliche

Speziell als Partner der neuen Nikon D90 gedacht ist das Nikon-Objektiv mit dem einprägsamen Namen AF-S DX NIKKOR 18–105 mm 1:3,5–5,6G ED VR. Es ist aber einfacher zu benutzen als auszusprechen…

AF-S DX NIKKOR 18–105 mm 1:3,5–5,6G ED VR (Bild: Nikon)

Das Nikon AF-S DX NIKKOR 18–105 mm 1:3,5–5,6G ED VR (ok, wer kann es inzwischen fehlerfrei aussprechen???) hat einen integrierten Bildstabilisator (Vibration Reduction, daher VR), für den Nikon drei Lichtwertstufen Gewinn verspricht.

Es enthält eine Linse aus ED-Glas und eine asphärische Linse, was Bilder mit hoher Auflösung, sehr gutem Kontrast und besonders geringer chromatischer Aberration bewirken soll.

Ein sogenannter Silent-Wave-Motor (SWM) sorgt für einen geräuscharmen, schnellen und effizienten Autofokus. Das Äußere ist in Lederoptik auf das Kameragehäuse der Nikon D90 abgestimmt.

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Datacolor Spyder 3 elite im Test: Von der Farbvision zur Datenfarbe

Die Bildschirmspinne hat sich schon in der Version 2 bewährt, um Monitore – und auch Fernseher – in Helligkeit, Farbe und Kontrast abzugleichen. Was bringt die Version 3 im Praxistest mehr?

Spyder 3 Elite (Bild: W.D.Roth)

Monitore – insbesondere von Notebooks, aber auch die normale Büroware – sind wie Fernseher ab Werk nicht unbedingt auf optimal neutrale Farbwiedergabe eingestellt, sondern in einer Art „Verkaufseinstellung“, in der sie möglichst grell und möglichst „frisch“ erscheinen sollen.

Das bedeutet beim Notebook, des ja aus Energiegründen stets ein Helligkeitsproblem zu haben scheint, auch wenn die Helligkeit für Innenräume normalerweise ausreichend ist, daß alles möglichst hell dargestellt wird, auch Dunkelgrau erscheint noch Hellgrau, erst bei Schwarz geht man dann langsam in der Helligkeit herunter. Der normale Bürobildschirm wiederum wird ab Werk oft mit deutlichem Blaustich geliefert, weil das dann frischer und energetischer wirkt.

Leider sind die Folgen massive Fehleinstellungen, wenn auf diesen Monitoren Digitalfotos bearbeitet werden:

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Test Canon EF-50 mm 1:1,2 L USM: Mit dem verfügbaren Licht

Das Canon-Objektiv EF-50 mm 1:1,2 L USM bringt die lichtstarken Festbrennweiten der Analogfotografie auch in die Digitalwelt.

Canon 50 mm 1:1,2 L USM
Das Canon EF-50 mm 1:1,2 L USM mit Gegenlichtblende, beim Klick aufs Bild neben einem Canon EF-S 17-85 mm 1:4,0 – 5,6 IS USM (Bild: W.D.Roth)

Zum Test der Canon 40D, die wir von Lens Avenue bestellt hatten, gönnte ich mir abschließend auch noch eine richtig dicke Linse: Das Canon EF-50 mm 1:1,2 L USM. Das klassische Normalobjektiv – hier in einer besonders lichtstarken Variante.

Noch stärker (1:1 oder gar 1:0,8) gibt es sie höchstens noch bei der NASA – Stanley Kubrick drehte „Barry Lyndon“ mit so einem Monster. 1:1,2 ist dagegen, was auf dem normalen Fotomarkt an größter Blendenöffnung zu haben ist.

An der Canon 40D ist ein 50-mm-Objektiv natürlich gar kein Normalobjektiv, sondern mit Verlängerungsfaktor eine 80-mm-Portraitlinse. Und gerade da kann so ein lichtstarkes Objektiv sehr nützlich sein, wie wir gleich sehen werden:

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Test Canon EF-S 17-85 mm 1:4,0 – 5,6 IS USM: Schnell, leicht, krumm

Das Canon-Objektiv EF-S 17-85 mm 1:4,0 – 5,6 IS USM könnte eigentlich alle Ansprüche an ein Standard-Zoom abdecken. Doch das schafft es nicht.

Canon EF-S 17-85 mm und 135 mm
Das Canon EF-S 17-85 mm 1:4,0 – 5,6 IS USM, beim Klick aufs Bild neben einem Canon EF 135 mm 1:2,8 Softfocus (Bild: W.D.Roth)

Zum Test der Canon 40D, die wir von Lens Avenue bestellt hatten, war natürlich auch noch ein Objektiv erforderlich. Was wäre ein typisches Standardobjektiv? Als ich mit Spiegelreflex zu fotografieren begann, waren dies die drei Kleinbild-Festbrennweiten 35 mm (Weitwinkel), 50 mm (Normal) und 135 mm (Tele). Zoom-Objektive waren damals noch etwas für Banausen, die weder auf hohe Lichtstärke, geringes Gewicht noch geringe Verzerrungen Wert legten.

Ich legte mir statt des damals üblichen 35 mm-Weitwinkels ein noch rares und selbst gebraucht teureres 28-mm-Weitwinkel (damals: „Super-Weitwinkel“) zu – eine deutlich sinnvollere Abstufung, die mir auch von Anfang an etliche eindrucksvolle Innenaufnahmen einbrachte. Weitwinkel und Tele hatten die maximale Blendenöffnung 1:2,8, das serienmäßige Zeiss Normalobjektiv der SLR 1:1,8.

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