4 zufällige Bildkritiken zum Thema Ausdruck:
Alle 16 Artikel zum Thema Ausdruck auf fokussiert.com:
Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht – oder das eigentliche Motiv vor lauter Motiv.
© Stefan Plüss SONY – DSC-HX5V – 1/160 – f 5.5 – ISO 125 – 425mm –
Kommentar des Fotografen:
Aufgenommen letzten November in Istanbul. Bei der Wegfahrt vom Hafen habe ich wenig vorbereitet diese Bild mit meiner kleinen Sony Cam geschossen. Das Bild habe ich in Lightroom entwickelt. Ich finde das Bild zeigt eine Seite des Islam die die meisten Leute nicht kennen. Die zwei haben sich hinter dieser schönen Mauer vor den neugierigen Blicken der Passanten versteckt und sind, wie man sehen kann sehr glücklich. Das Bild ist einfach aber es sagt sehr viel aus. Danke für eure Kritik! Ich freue mich schon drauf. Beste Grüsse Stefan Plüss
Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Stefan Plüss:
Dein Foto fiel mir vor allem wegen der auffälligen Mauer ins Auge. Die Farben in den Steinen, ihre Anordnung im Bild. Ein Motiv, an dem man schwer vorbeikann. Ein schöner Schnappschuß von einem interessanten Motiv, insgesamt gut komponiert.
Denn das ist für den Betrachter hier der Hauptanzugspunkt – die Mauer.
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Der Besuch einer Zauber-Show hinterlässt oft offene Münder und ratlose Gemüter. Wie macht der das nur? Magie? Dieses Gefühl beim Anblick eines Zauberers wurde gut in diesem Foto eingefangen.
Kommentar des Fotografen:
ein befreundeter Zauberer sucht in seinem “Zylinder ohne Boden” nach dem Hasen…
Blende F/2,6
1/30 Sek Belichtungszeit
7mm Brennweite
Iso 100
Blitz automatisch
Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Tas Hack:
Nanu? Wo waren die ganzen Häschen versteckt, die der Zauberer da aus dem Zylinder zieht? Und wieso flattern auf einmal unzählige Tauben durch die Luft? Der Besuch einer Zauber-Show hinterlässt oft offene Münder und ratlose Gemüter. Wie macht der das nur? Magie?
Die Spannung, den “Zauber” und Humor, den man erlebt, wenn man einem Zauberer zuschauen kann, hat Tas Hack in diesem Foto festgehalten. Gelungen ist das Bild auf mehreren Ebenen, die wir uns nacheinander ansehen wollen.
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Bilder können uns an Gemälde erinnern, die wir schon gesehen haben. Diese Aufnahme von Simone Naumann entwickelt einen sehr starken, fast malerisch wirkenden Ausdruck und erinnert so an ein Gemälde von Edward Hopper.
Kommentar der Fotografin:
Dieses Bild wurde in München im Studentendorf hinter dem Olympiapark aufgenommen. Das Zusammenspiel von Exterieur und Intereur verleiht dem Bild eine große surrealistische Wirkung. Eine große Schärfentiefe, sowie die Nutzung des vorhandenen Lichtes (Kunstlicht) soll den Bildcharakter unterstreichen.
Profi Martin Zurmuehle meint zum Bild von Simone Naumann:
Gewisse Bilder rufen bei mir sofort Assoziation zu Gemälde wach, die ich kenne und schätze. Diese Aufnahme von Simone Naumann mit ihrem gekonnten Spiel der geometrischen Flächen, der Farben und des Lichts, erinnerte mich sofort an das Gemälde “Nighthawks” von Edward Hopper (1882-1967):
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Der Bildband «Amazonen – Das Brustkrebsprojekt von Uta Melle» (Kehrer Verlag) ist eine Wucht. Fotografisch wie inhaltlich. Ein Buch, das schonungslos eine Seite des Lebens präsentiert, die oft genug verdrängt wird.
Es ist ein offenes, ein engagiertes, ein ehrliches Buch. «Amazonen» zwingt zum Hinschauen auf diese, im ersten Moment verstörenden, Bilder. Sukzessive ziehen die Fotos und die Texte Mann und Frau in ihren Bann, bis zum Schluss die Lebensfreude und Lebenskraft der dargestellten Frauen jeglichen optischen Makel beiseite schieben, nebensächlich, unkenntlich machen. Am Ende bleibt eine auf Selbstbewusstsein basierende Schönheit und Erotik, die jede auf Hochglanz polierte und retuschierte Busen- und Po-Erotik als das offenbart, was sie ist: eine langweilige Chimäre.
«Amazonen - Das Brustkrebsprojekt von Uta Melle»
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An Menschen faszinieren uns die Augen – und wenn sie glänzen und leuchten, ist ein gutes Bild schon fast passiert.
Kommentar des Fotografen:
Hallo, ich bin 18 Jahre und noch am Anfang meiner Fotokarriere. Dieses Bild nahm ich auf meinem letzten Urlaub in Mittelamerika auf. Es zeigt meinen einjährigen Gastbruder bei dessen Familie ich 2 Wochen leben durfte.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Dominik Knoll:
Ein kleiner indigener Junge blickt in diesem recht spärlich erleuchteten Bild direkt in die Kamera. Die rechte Schulter leicht vorgeschoben, den Mund halb geöffnet, staunt das Kind dem Fotografen entgegen. in den übergrossen Augen sind ebenso grosse Lichtreflexe in waagerechter Form sichtbar, die von einer natürlichen Quelle – beispielsweise einem Fenster hinter dem Fotografen – herrühren zu scheinen.
Es ist eine Binsenwahrheit:
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Ein guter Fotograf kann mit jeder Kamera gute Bilder machen, und oft bringen Improvisationen erst den gewünschten Erfolg. Luana Colaci ist es gelungen, auch mit einfachsten Mitteln eine sehr stimmungsvolle Aufnahme ihrer Freundin aufzunehmen.
Kommentar des Fotografen:
Mein Bild ist entstanden, während ich versuchte, gute und spezielle Bilder von meiner Freundin für den privaten Gebrauch zu schiessen. Ich habe experimentiert, und da ich als Fotoausrüstung nur meine Nikon d5000 mit einem Objektiv habe, beleuchtete ich das Bild mit einer Tischlampe.
Profi Martin Zurmuehle meint zum Bild von Luana Colaci:
Möchten wir ein stimmungsvolles Porträt einer jungen Frau machen, so haben wir zwei grundsätzlich verschiedene Möglichkeiten:
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Wie ein altes Jazzer-Porträt wirkt dieses schlichte Personenbild, das dennoch wirkungsvoll ist.
Kommentar des Fotografen:
Berlin – Jan. 2011
Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Alex Fechner:
Porträts, die einfach aussehen, haben manchmal ihren besonderen Reiz. So auch hier. Zu sehen ist ein junger afrikanisch aussehender Mann mit einer Art Hut, der leicht melancholisch nach links schaut. Mehr gibt es auf dem Foto nicht zu sehen und trotzdem ist es sehr reizvoll:
Der Grund ist eben genau diese Reduzierung auf das Wesentliche:
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Ein Motiv ist entweder logisch oder so überdreht, dass es lustig oder skurril wirkt. Einer teilnahmslos schauenden Frau einen Regenschirm in die Hand zu drücken, reicht allerdings nicht.
Kommentar des Fotografen:
Porträt einer jungen Frau, symbolisch ins Spannungsfeld zwischen beschleunigter Ökonomie und persönlicher Zurückhaltung und Zweifel an deren Menschlichkeit gesetzt.
Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Johannes Walther:
Mehrmals musste ich die Bemerkungen des Fotografen zum Bild lesen. War der Kommentar ernst gemeint? Oder sollte hier mit einem Augenzwinkern die ausufernden Künstler-Beschreibungen zu ihren Werken auf die Schippe genommen werden?
Ich befürchte jedoch, der Fotograf meint es ernst, wenn er von „Spannungsfeld zwischen beschleunigter Ökonomie und persönlicher Zurückhaltung und Zweifel an deren Menschlichkeit“ redet.
Aber widmen wir uns dem Foto:
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Das Zufällige an einem Schnappschuss ist die Situation, die er einfängt – nicht die Handhabung der Ausrüstung durch den Fotografen. Den resultierenden Qualitätsunterschied zeigt dieses Bild.
Kommentar des Fotografen:
Das Bild entstand an einem Sommerabend, hatte gerate meine Kamera in der Hand und dann kam mir dieser Blick entgegen. Konnte noch rechtzeitig den Auslöser bestätigen.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Roman Sebulke:
Ein sehr kleines Mädchen blickt in diesem Farbbild mit grossen, dunklen Augen direkt von schräg unten in die Kamera, ohne dazu den Kopf genau in die Bildachse zu drehen. Die Farben des Bildes sind fast ausschliesslich warme Braun- und Hauttöne und das Weiss des T-Shirts der Kleinen.
Kinderschnappschüsse gehören wohl zu den Fotos, von denen die meisten von uns genug gesehen haben – und zwar in allen Varianten:
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Wie wirkungsvoll ein toller Hintergrund sein kann, verkennen viele Fotografen gerade dann, wenn es schnell gehen muss.
Kommentar des Fotografen:
Das Bild wurde während eines Paris-Besuches im Sommer diesen Jahres von mir aufgenommen, mit einem Tele von den Treppen von Sacre Coeur hinunter mit Blick auf die Stadt. Der Flötenspieler stand leicht erhöht auf einer Art Podest und hat in mir sofort Assoziationen an den Rattenfänger von Hameln o.Ä. hervorgerufen: der einsame Mensch vor der großen Stadt, die Art der Kostümierung, der träumerische Gesichtsausdruck, die gedämpften grau-braunen Farben…
Peter Sennhauser meint zum Bild von Michael Ndarurinze:
Ein Flötenspieler in Elfenkappe und mit Spitzohren tanzt musizierend von links durch dieses Bild. Sichtbar etwas ab Kniehöhe, gleicht der Mann auf den ersten Blick einer mit Patina überzogenen Bronzestatue. Im unscharfen Hintergrund ist ein aus vielen Farben bestehendes Muster in der Unschärfe nicht genau zu erkennen; der Musikant hebt sich dagegen aber stark räumlich ab.
Du hast das Bild in der neuen Kategorie “Schnappschuss” eingereicht, aber ich finde, es handelt sich eigentlich um Strassenfotografie:
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