Top Leserfoto:
Die Qual der Wahl

Eine Fülle ansehnlicher Bildelemente kann bisweilen auch eine kompositorische Last sein, wie die heutige Besprechung aufzeigen möchte.

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Bildteil (6 Bilder)

Ausgangsbild

Ausgangsbild

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Unser Leser Moritz von Specht aus Winterthur im Kanton Zürich hat uns das obige Bild unter dem Titel „U-Bahnhof München” in der Kategorie ‘Architektur’ zur Besprechung eingereicht.

Er schreibt dazu: „Hallo … Diese Aufnahme stammt aus einem Fotoworkshop, bei dem es um U-Bahnhöfe in München ging. Mir persönlich hat das Foto erst einmal nicht besonders gut gefallen, und ich hätte es wahrscheinlich nicht weiter bearbeitet, aber dem Workshopleiter Micha Pawlitzki und auch Anderen gefiel es sehr gut und jetzt würde mich ein Euer Expertenkommentar sehr interessieren. Am Beschnitt habe ich noch nichts verändert. Klarheit, Schwarz-Weiss Beschnitt, Temperatur, Lichter und Tiefen habe ich angepasst.”

Zur Aufnahme wurde eine Canon EOS 5D Mark III mit Canon EF 24-105mm f/4L IS USM verwendet. Die Brennweite betrug kleinbildäquivalente 105 mm, die Belichtungsdaten waren 25 Sekunden bei Blende f/22,0 und ISO 160.

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Betrachten wir zunächst wieder die grundsätzlichen Bildelemente. » weiterlesen

 

Leserfoto:
Wuchtige Gebirgslandschaft

Um ein eindrucksvolles Motiv, aber auch um subtile HDR-Artefakte geht es in der heutigen Bildbesprechung.

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Bildteil (4 Bilder)

Ausgangsbild

Ausgangsbild

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Unser Leser Nils Schultze-Scharnhorst aus Berlin hat uns das obige Bild unter dem Titel „Zebrastreifen Piz Boè” in der Kategorie ‘Landschaftsfotografie’ zur Besprechung eingereicht.

Er schreibt dazu: „Dieses Foto entstand im September während einer Alpenüberquerung (München-Venedig). Ich war zu dieser Uhrzeit (18:15) der Letzte auf dem Piz Boè und die Atmosphäre hat mich überwältigt. Reizvoll finde ich die ‘Zebrastreifen’ durch die Windverwehungen als auch die Lichtsituation. Um dem Bild mehr Kontrast zu geben, habe ich eine Belichtungsreihe mit Stativ geschossen und diese dann zu einem HDR zusammengefügt. Was mir an dem Bild fehlt, ist ein klarer Weitblick der in der Realität etwas besser war und die Detailgenauigkeit. Für die Belichtungsreihe habe ich bis auf die Verschlusszeit sämtliche Parameter (Blende, Iso, Fokus) identisch gehalten. Zudem habe ich eine Spiegelvorauslösung und Fernauslösung eingestellt. War Blende 22 die richtige Wahl?”

Zur Aufnahme wurde die schon 2008 eingeführte APS-C-Kamera Nikon D90 mit dem Zoomobjektiv Nikon AF-S DX Nikkor 16-85mm f3.5-5.6 G ED VR verwendet. Die Brennweite betrug 16,0 mm (entsprechend 24,0 mm Kleinbildäquivalent bei einem Formatfaktor von 1,5), die Belichtungsdaten der Aufnahmereihe waren 1/80, 1/320 und 1/1250 Sekunde (je zwei Belichtungsstufen Abstand also), jeweils bei einer Blende f/22,0 und einer Sensorempfindlichkeit ISO 400.

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Normalbelichtetes Ausgangsbild

Normalbelichtetes Ausgangsbild

Nils und ich hatten hinter den Kulissen noch ein wenig über seine Bilder gesprochen, und er hatte mir die freundlicherweise die RAW-Dateien zur Verfügung gestellt.

Ein Vergleich mit dem normalbelichteten Ausgangsbild (siehe nebenstehend) läßt nicht nur den Beschnitt von oben erkennen, sondern auch, wie unglaublich man Feinstruktur und Mikrokontrast mit einem sauber ausgearbeitetem HDR pushen kann.

Es gibt bei Fokussiert zwar schon ein Basic-Tutorial zu diesem Thema, aber hier werde ich beizeiten vielleicht einmal ‘nachlegen’ müssen … doch betrachten wir zunächst wieder die grundsätzlichen Bildelemente. » weiterlesen

Leserfoto – Fahrradtour durch das Samerott:
Nachbearbeitung schafft kein Motiv

Alleine durch Nachbearbeitung kann man einem Foto kein Leben einhauchen.

(c) Arthur Lieske

(c) Arthur Lieske

Auf einer Fahrradtour durch das Samerott,
ein urwüchsiges Reservat.
Alter Sandweg…..

Marke: Canon

Modell: Canon 550D

Belichtungszeit: 1/100 s

ISO: 100

Blende: f/5.6

Brennweite: 18 mm

Du hast uns hier einen Schnappschuß von einer Fahrradtour eingereicht. Zu sehen ist links ein Pfad, daneben ein Sandweg, getrennt durch in den Boden gerammte Holzpflöcke. Sonst sieht man nur wilde Natur. Betitelt hast Du es ursprünglich „1. Mai“.

Zunächst einmal zum Foto selbst: Was mir bei Deinem Bild nicht ganz klar ist, ist das eigentliche Motiv. Worauf es Dir ankam. Du warst auf einer Fahrradtour, das Wetter war schön; dann hast Du aus irgeneinem Grund angehalten und ein Bild geknippst. Leerer Raum als Motiv ist durchaus möglich, doch sprichst Du hier in Deiner Beschreibung das „urwüchsige Reservat“ und den „alten Sandweg“ an. Du vermittelst mir aber weder wirklich das eine, noch das andere, und wußtest wohl selbst nicht, was Du fotografieren wolltest, sonst hättest Du einen anderen Titel und Beschreibung gewählt.

Als Handyschnappschuß wäre das vorliegende Foto eine Sache, aber Du mußt es gut genug gefunden haben, daß Du es uns zur Kritik eingereicht hast. Dein Foto ist eines dieser, bei denen ich lange geschwankt habe, bevor ich sie ausgewählt habe. Ich persönlich gehe bei der Fotoauswahl so vor, daß bei der folgenden Abhandlung irgendetwas herauskommen muß, das über „wow, toll“ oder „ne, eher nicht“ hinausgeht. Ob die Aufnahme voll gelungen oder komplett daneben gegangen ist, spielt grundsätzlich keine Rolle – mehr, ob das Bild mich anspricht, oder ob ich denke, daß bei der Besprechung etwas „Lehrreiches“ herauskommen wird. Schließlich sollte ich ja nicht nur eine Seite füllen, sondern Ihr Leser auch etwas davon haben. » weiterlesen

Was tun gegen Fotoklau? – Teil 2

Ist das Kopieren der Werke anderer die “aufrichtigste Art der Schmeichelei”?

[Teil 1]

Sauerteigbrot

(c) Sofie Dittmann 2012

4. Wasserzeichen

Bleibt der Gedanke, ein Wasserzeichen auf dem Bild anzubringen. Das kann mehrere Formen annehmen: ein Muster quer über die Aufnahme, oder ein einzelner Schriftzug in der Mitte oder am Rand. Vorteil: wenn es auch mit modernen Nachbearbeitungsprogrammen wie Photoshop sehr einfach ist, diese wieder zu entfernen, macht man es den Raubkopierern zumindest ETWAS schwerer. Nachteil: jene kümmern sich oft noch nicht einmal darum; ich habe schon mehrere Fälle gesehen, wo ein Foto auf einer Scraper-Seite mit Wasserzeichen und allem prangte, als habe es der Seiteninhaber selbst angefertigt. Weiterhin können Wasserzeichen legitime Nutzer auch ziemlich nerven, je nachdem, wie sie verwendet werden.

5. Rechts-Klick-Schutz

Seiten wie SmugMug haben Bilder sehr effektiv rechts-klick-geschützt, zumindest war das noch vor kurzem so, als ich dort eine Seite hatte. Nicht einmal im HTML-Code der Seite war ersichtlich, wo sich das Originalfoto befindet (anders als etwa 500px.com – wenn man die Fotos wirklich finden will, findet man sie). Wer also das Geld hat, und sich SmugMug oder einen vergleichbaren Service leisten kann, sollte sich überlegen, ob sich die Investition nicht lohnt. Auch lassen sich Fotos über SmugMug bequem verkaufen.

Wenn man sich einen Dienst wie SmugMug nicht leisten kann, bleiben einem nicht viele Möglichkeiten übrig. Es ist denkbar, seine Fotos niemals in Originalgröße einzustellen. Meine sind normalerweise höchstens 1.000 Pixel an der längeren Seite, und so lassen sie sich für bestimmte Dinge nicht verwenden. Einen Richard Prince wird das jedoch nicht davon abhalten, weiterhin Instagramfotos als seine Machwerke zu verscherbeln.

6. Was übrig bleibt

Sollte man eine Aufnahme bei einem Raubkopierer entdeckt haben, und ist diesem nicht mit den Mitteln der inländischen Justiz beizukommen, gibt es eine Handvoll Gegenmaßnahmen:

  • den Raubkopierer über ihre Seite anschreiben und ihn/sie bitten, mit Hinweis auf das Urheberrecht, die jeweiligen Inhalte zu entfernen; manchmal funktioniert das tatsächlich
  • Google und Adsense informieren, daß urheberrechtswidrige Inhalte auf bestimmten Webseiten gesichtet wurden; viele Scraper-Seiten sind zu Adsense-Zwecken eingerichtet worden, so daß man ihnen damit die Einkommensquelle abschneidet
  • den Webseiten-Host der jeweiligen Seite anschreiben mit dem Hinweis, daß der oder die Betreiber der Seite mit bestimmten Beiträgen gegen das Urheberrecht verstoßen
  • für Blogger empfliehlt es sich, im jeweiligen Blogpost zu anderen des eigenen Blogs zu verlinken; diese Links werden von Scrapern normalerweise nicht entfernt und sorgen dafür, daß zuminest indirekt eine Verbindung zum Urheber aufrechterhalten wird
  • last but not least kann man per feedflare eine Urheberrechtsnotiz im amerikanischen Stil an Blogeinträge anhängen

Sollte nichts davon zum Erfolg führen, und ist man ansonsten gut vernetzt, kann man höchstens noch versuchen, über Dienste wie Twitter oder Facebook Druck zu machen. Das kann jedoch auch nach hinten losgehen, wie eine mir bekannte Foodbloggerin einmal feststellen mußte: die Betreiberin der Facebook-Seite, auf der sie verbatim Rezepte anderer mit dazugehörigen Fotos als ihre ausgab, teilte ihr erst mit, sie solle doch froh sein, wenn jemand ihre Inhalte nutze. Als sich die Bloggerin nicht beirren ließ, stachelte die andere Dame ihre Anhänger (sie hatte fast 2.000 Fans) dazu auf, die Facebook-Seite der Bloggerin zu trollen. Am Ende mußte sie ihr Twitterkonto und Facebook kurzfristig aus dem Netz nehmen.

Was habt Ihr für Erfahrungen mit Fotoklau gemacht? Haltet Ihr es mit der Weisheit, „Nachahmung ist die aufrichtigste Art der Schmeichelei“, oder würdet Ihr Euch die Mühe machen, Raubkopierer auch im Ausland strafrechtlich zu verfolgen?

NACHTRAG: Hier die beste “Antwort” auf den dreisten Fotoklau von Richard Prince, die ich bisher gesehen habe.

Was tun gegen Fotoklau? – Teil 1

Gibt es heutzutage noch einen Weg, eklatanter Urheberrechtsverletzung entgegenzuwirken?

Der folgende Beitrag soll sich nicht so sehr der juristischen Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen oder deren Ausuferungen (sprich: „Abmahnindustrie“) widmen, sondern anderen praktischen Möglichkeiten, wenn die juristischen Mittel entweder nicht einsetzbar sind oder fehlgeschlagen haben.

Stop

(c) Sofie Dittmann 2012

Vor kurzem stieß ich auf einen Artikel in DIY Photography, der sich so unglaublich anhörte, daß er fabriziert zu sein schien: ein Künstler verkauft Drucke der Instagramfotos ANDERER Leute für fast $100.000. Wenn man allerdings denkt, es sei ein Witz, ist man leider auf dem Holzweg. Richard Prince hat tatsächlich Drucke (etwa in A3) von Instagramfotos angefertigt, eine Galerie in New York hat sie in eine Ausstellung gehängt, und eines davon ist für fast $100.000 weggegangen. Herrn Princes „Beitrag“ zu diesen Fotos war, einen Kommentar unter das Bild zu setzen (der eine Fall, der in dem Artikel besprochen wurde, zeigte einen Kommentar, der mit dem Inhalt des Fotos garnichts zu tun hatte). Abgesehen von der eklatanten Urheberrechtsverletzung fragt man sich unwillkürlich: wer zum Teufel kauft so etwas? Zu dem Preis?

Urheberrecht ist in den USA ähnlich geregelt wie in Deutschland: derjenige, der ein Foto aufnimmt, hat das Urheberrecht. Punkt. Um jenes nicht zu verletzen, muß man aus dem Foto so etwas vollständig Neues machen, daß es das ursprüngliche Werk gewissermaßen verblassen läßt. Meines Erachtens hat Richard Prince das nicht getan, und es ist auch nicht das erste Mal, daß er sich bei anderen bedient hat. Er und seine Galerie hoffen wahrscheinlich darauf, daß es den Leuten zu dumm sein wird, ihn zu verklagen. Und wenn es auch ein besonders übler Fall sein mag, der auf Twitter und anderswo einen Shitstorm ausgelöst hat (Herr Prince nimmt ihn als freie Publicity), wirft er doch die Frage auf: gibt es heutzutage noch einen Weg, dem entgegenzuwirken?

Die Antwort ist mal wieder Ja und Nein. Vor Jahren habe ich einmal ein Essensblog betrieben, und die große Diskussion auf allen möglichen Foodbloggerforen drehte sich immer um den Klau von Material. Man verwendet viel Zeit auf die Entwicklung von Rezepten und Blogbeiträgen, und Scraper-Seiten kopieren den gesamten Beitrag plus Fotos und veröffentlichen ihn bei sich, ohne den Autor auch nur zu erwähnen, oder zu seiner Seite zurückzuverlinken. Auch hier: der Fall ist eigentlich klar, doch wissen die Täter genau, wie schwierig es ist, etwas gegen sie zu unternehmen.

1. Offline bleiben

Man kann selbstverständlich internetsmäßig zum Höhlenmenschen werden und sich von allem abkoppeln. Keine sozialen Medien, keine Webseite, kein persönliches Blog. Motto: wenn man nichts ins Netz stellt, kann es auch nicht gestohlen werden. Was andere dennoch nicht daran hindern muß, und gesehen werden sie eben leider auch nicht. Das mag einen nicht interessieren, wenn man einen bestimmten Bekanntheitsgrad hat, doch für die meisten von uns ist das nicht praktikabel. Das Internet bietet eine Plattform, die bei all ihrer Unvollkommenheit auch die Möglichkeit gibt, anderen die eigenen Machwerke zu zeigen. Wofür ist Bildende Kunst gut, wenn sie keiner sieht?

2. „Nachbarschaftshilfe“

Ein Food Blogger namens Chef Dennis startete 2012 eine „Neighborhood Blog Watch“ Gruppe, basierend auf dem Konzept der amerikanischen „Nachbarschaftswachsamkeit“. Wenn jeder in der Nachbarschaft seine Augen offen hält und weiß, was um ihn herum passiert, wird weniger eingebrochen; oder im Fall der Blogs, Inhalt raubkopiert. Das hat allerdings nicht besonders gut funktioniert, denn die Leute waren zu sehr mit sich selbst beschäftigt.

3. EXIF

Dann gibt es die Möglichkeit, seine Bilder per EXIF-Daten so auszuzeichnen, daß sie in entsprechenden Google-Suchen auftauchen UND eindeutig auf das eigene Urheberrecht hinweisen. Diese sind jedoch relativ einfach zu ändern, denn in Windows braucht man lediglich per rechtem Mausklick die Eigenschaften des Bildes aufzurufen, dann kann man die EXIF-Daten in den Details bequem ändern. Mit anderen Programmen kann man das sogar im großen Stil tun. Sich allein auf EXIF zu verlassen, bringt also nichts. Allerdings kann man davon ausgehen, daß viele Leute fremde Inhalte so offen raubkopieren, daß sie sich nicht einmal die Mühe machen, EXIF zu löschen oder zu verändern – für viele Seiten ist es ein Zahlenspiel, das Scraping übernehmen Computer.

[Teil 2]

Leserfoto:
Die Tiefenwirkung einfacher Bildkomposition

Eine Beschränkung der Bildelemente bietet beste Voraussetzungen für überzeugende Bilder. Die dabei zu beachtenden Feinheiten wollen wir in der heutigen Bildbesprechung diskutieren.

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Einleitung
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Bildteil (6 Bilder)

Ausgangsbild

Ausgangsbild

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Unser Leser Florian Fahlenbock aus dem bodenseenahen Markdorf hat uns das obige Bild unter dem Titel „Seezeichen” in der Kategorie ‘Landschaftsfotografie’ zur Besprechung eingereicht.

Er schreibt dazu: „Das Bild wurde wieder am Bodensee aufgenommen. Ich bin zunehmend von Langzeitbelichtungen fasziniert und beschäftige mich in letzter Zeit hauptsächlich damit. Dies in Verbindung mit schwarz weiß Fotografie empfinde ich zunehmend als mein Metier. Ich bin jedoch noch ein absolutes ‘Greenhorn’ auf dem Gebiet und würde mich daher über eine Besprechung des Bildes hinsichtlich Komposition, Bildaufbau und Tonwerten sehr freuen. Zur Aufnahme wurde eine Canon 600D mit Kitobjektiv und 08/15 Graufilter benutzt. Hinsichtlich der Preise hochwertiger Linsen muss ich mich (noch) mit dieser einfachen Grundausstattung zufrieden geben.”

Zur Aufnahme wurde die APS-C-Kamera Canon EOS 600D mit Kitobjektiv EF-S 18-55mm f/3.5-5.6 IS II verwendet. Die Brennweite betrug 55,0 mm (entsprechend 88,0 mm Kleinbildäquivalent bei einem Formatfaktor von 1.6), die Belichtungsdaten waren 4,0 Sekunden bei Blende f/14,0 und ISO 200.

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„Lieber (wie hier schon deutlich erkennbar) ein ‘vielversprechender Gestaltungsansatz bei magerer Ausrüstung’ wie andersherum”, dachte ich spontan bei Florians sympathischer und bescheidener Selbstbeschreibung.

Kurz mußte ich (‘von oberschwäbischem Geblüte, aber mit badischer Ehefrau bewehrt’) noch darüber sinnieren, ob Markdorf nun wohl eine schwäbische oder eine badische Gemeinde sei – Letzteres, würde ich jetzt mal annehmen, aber der ‘innerwürttembergische Verlauf des Spätzlegrabens’ ist nicht immer so klar …

Florian Fahlenbock: 'Spargelfeld'

Florian Fahlenbock: 'Spargelfeld'

Florian (damals noch in Freiburg im Breisgau) ist uns ja bereits von einer ‘naturnahe-abstrakten Arbeit‘ her bekannt, die wir im September 2013 hier besprochen hatten (siehe auch nebenstehendes Bild). Doch betrachten wir zunächst wieder die grundsätzlichen Bildelemente der heutigen Arbeit. » weiterlesen

7 Tipps für die Gesundheit (Eurer Kamera) – Teil 2

Kaputtes Objektiv

Kaputtes Objektiv; Quelle: Flickr Creative Commons

[Teil 1]

4. Sensorreinigung

Vielen Fotografen ist nicht bewußt, daß sich trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Staub auf dem Sensor ansammeln kann. Jeder Objektivwechsel gibt das Innere der Kamera potentiell dem preis, was so durch die Luft fliegt. Wenn sich Fremdkörper auf dem Sensor oder Spiegel angesammelt haben, bekommt man das meistens erst mit, wenn man in bestimmten Einstellungen fotografiert.

Ich selbst habe einmal bei digitalen Lochkamera-Aufnahmen feststellen müssen, daß mein Sensor komplett verdreckt war – obwohl ich mir immer Mühe gegeben hatte, ihn sauber zu halten. Es passiert eben. Bei Lochkamera-Aufnahmen arbeitet man mit einer extrem kleinen Blende (was auch immer das Loch im adaptierten Objektivdeckel hergibt) plus einem Fokus auf unendlich, und dann werden auf den entstandenen Fotos dunkle Flecken unterschiedlicher Größe sichtbar, wenn der Sensor verschmutzt ist (desgleichen, wenn man mit normalem Objektiv eine Blende von f/22 einstellt, mit demselben Fokus). Wenn man Glück hat ist der Dreck auf dem Spiegel und kann mit speziellen Hilfsmitteln entfernt werden – oft ist es jedoch der Sensor.

Moderne Spiegelreflexkameras haben zwar eine Sensorreinigungsfunktion eingebaut, aber die hilft nur begrenzt. Es gibt weiterhin die Möglichkeit, seinen Sensor selbst zu reinigen, doch dafür muß man wirklich wissen, was man tut. Ich selbst traue es mir nicht zu, und so gebe ich lieber das Geld aus und schicke sie ein.

5. Schutzfilter

Um den oben erwähnten Albtraum zu verhindern, ein Objektiv zu verkratzen, gibt es natürlich die Möglichkeit, besser aufzupassen (einfach, aber effektiv – hat nur bei unserem Freund letztlich nicht funktioniert). Oder man schraubt einen Schutzfilter darüber, der dann das auffängt, was sonst das Objektiv abbekommen hätte (bei einem Fisheye ist das allerdings nicht möglich – da paßt man eben tatsächlich einfach auf).

Ich selbst habe auf allen Objektiven UV-Filter, doch es gibt auch reine Schutzfilter zu kaufen, die sonst keinen anderen Zweck erfüllen als den, eben das Glas darunter zu schützen. Das Problem bei UV- und anderen Filtern kann sein, daß man einen leichten Qualitätsverlust am Bild hinnehmen muß, oder sich Verschlußzeiten etc. ändern. Ich persönlich hatte aber nie damit Probleme, wenn ich auch weiß, daß das Thema lebhafte Diskussionen unter Mitfotografen auslösen kann.

6. Accessoires und Ports

Bessere DSLR-Kameras bieten die Möglichkeit, alles Mögliche anzuschließen, wie etwa einen Auslöser für remotes Blitzen, Kabel und so weiter. Diese Accessoires werden zum Teil an Ports festgemacht, die hinter Gummi- und Plastikklappen liegen. Wenn man sie einfach eingestöpselt läßt oder jene Klappen nicht richtig zumacht, schafft man erstens noch eine weitere Stelle, mit der man an Dingen hängen bleiben kann und durch die Fremdkörper eindringen können. Zweitens läuft man Gefahr, daß sich jene Klappen abnutzen oder schlimmer, abgerissen werden. Ich entferne bei meiner Kamera grundsätzlich alles, das nicht zur Grundausstattung gehört (man denke an den Gurt) oder wie eine L-Schiene zusätzlichen Schutz bietet, damit genau das nicht passiert. In diesem Fall bin ich aus Schaden klug geworden, denn ich habe mir vor Jahren einen Blitzauslöser so ruiniert.

(Wenn wir schon beim Thema Blitz sind: wenn selbiger länger nicht benutzt wird, sollte man die Batterien entfernen. Ebenfalls ein No-Brainer, aber auch mir sind bereits einmal Batterien ausgelaufen und haben einen ruiniert.)

7. Ein Wort zum Thema Kamerataschen

Es fasziniert mich immer, wenn ich sehe, wer welche Kamera und in welcher Tasche mitführt. Wenn überhaupt. Da gibt es Leute, die zum geringsten Anlaß fast schon einen Koffer mitschleppen, in dem unzählige Objektive stecken, von denen vielleicht eines gebraucht wird. Und es gibt das andere Extrem: Fotografen, die eine super teure Kamera mit entsprechendem Objektiv lässig über der Schulter tragen, als wäre es eine Einkaufstasche – und entsprechend damit hantieren.

Dazwischen gibt es jedoch den Goldenen Mittelweg. Wenn man einmal in eine Kameraausrüstung investiert hat, sollte man bei der Kameratasche nicht sparen. Eine gut gepolsterte Tasche, entweder als Rucksack oder über die Schulter geschlungen, die alle normalerweise benutzten Objektive und die Kamera gut hält und schützt, reicht vollkommen aus. Man sollte weiterhin darauf achten, daß die Tasche wasserdicht ist und/oder einen Regenschutz eingebaut hat, falls man einmal von einem Gewitter überrascht wird.

Wie haltet Ihr es mit Eurer Ausrüstung? Benutzt Ihr Filter für Eure Objektive? Wenn ja, was für welche – wenn nein, warum nicht?

7 Tipps für die Gesundheit (Eurer Kamera) – Teil 1

Geborstener Kamerafilter

Geborstener Kamerafilter; Quelle: Flickr Creative Commons

 

Der folgende Beitrag wurde von einem Artikel auf Digital Camera World auf Deutsch adaptiert. Er geht von DSLRs mit abnehmbaren Objektiven aus, kann aber auch entsprechend auf Kompaktkameras angewandt werden.

Wenn jetzt hier jemand mit den Augen rollt und denkt, seine Kamera sauber und intakt zu halten sei doch logisch, warum muß man einen Artikel darüber schreiben, bedenkt dieses: das dachte ich bisher auch – bis ich vor kurzem die Kamera eines Freundes (ernsthafter Amateur mit einer soliden mittleren DSLR) in die Hand nahm und beim Entfernen des Objektivdeckels feststellen mußte, daß ein obszöner Kratzer quer über das Glas desselben lief. Außerdem war sie rundherum etwas, nun ja, abgeliebt. Erst hatte ich die Hoffnung, daß sich jener Kratzer auf den UV-Filter beschränkte, um dann feststellen zu müssen, nein, er hatte sich ins eigentliche Objektiv gefressen. Mein Freund war nach eigenen Angaben beim Fotografieren eines Sportevents an ein Hindernis gekommen, und ansonsten schleppt er seine Kamera lose mit.

Das zu sehen, tat weh. Richtig weh. Und dann stieß ich kurz darauf auf diesen Artikel und dachte mir, vielleicht ist es ja interessant. » weiterlesen

Leserfoto:
Märchenhafte Landschaft

Eine sehr stimmungsvolle Landschaftsaufnahme möchte ich Euch in der heutigen Bildbesprechung präsentieren.

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Bildteil (4 Bilder)

Ausgangsbild

Ausgangsbild

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Unsere Leserin Patricia Szabo aus dem niedersächsischen Springe hat uns das obige Bild unter dem Titel „Am Strand von Essaouira” in der Kategorie ‘Schnappschuss’ (auch ‘Landschaft’ wäre hier in Frage gekommen) zur Besprechung eingereicht.

Sie schreibt dazu: „Dieses Foto entstand an einem nebeligen Nachmittag in Essaouira (Marokko – April 2014). Ich unternahm eine einwöchige Reise in dieses spannende Land. Auf eigene Faust. Mit Rucksack. Einfach mal umsehen. An diesem Tag wollte ich einfach etwas Sonne tanken. Der dichte Nebel jedoch, versetzt mit Staub machte mir einen Strich durch die Rechnung. Die Kulisse wirkte fast märchenhaft, die nur schemenhaft erkennbaren Menschen wie Geister. Ich schoss einige Bilder und bearbeitete sie zu Hause anschließend nach (Lightroom 5). In Wirklichkeit war alles in gelblichen Dunst gehüllt. Ich finde es in Blau ein wenig interessanter … Kamera: Nikon D7000, Objektiv: Tamron 10-24, Blende: f/10, Brennweite: 11 mm, Messmodus: Mehrfeld, kein Blitz”

Über Ausrüstung und Aufnahmedaten hatte Patricia bereits berichtet. Zu ergänzen wäre noch die kleinbildäquivalente Brennweite von 16,5 mm bei einem Formatfaktor von 1,5 sowie die Sensorempfindlichkeit von ISO 100.

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Es ist fast ein wenig schade, daß sich Patricia so brav an unsere Vorgaben gehalten und dieses Panoramabild mit einer langen Seite von 1000 Pixel eingereicht hat – je größer das Bild, desto besser mag es zur Geltung kommen. Daher möchte ich Euch ermuntern, ruhig einmal ‘dem intelligenten Regelübertritt zu frönen’ und Panoramabilder künftig mit einer langen Seite von 2000 Pixel einzureichen. Unser Server überlebt das schon … doch betrachten wir zunächst wieder die grundsätzlichen Bildelemente. » weiterlesen

Autoren gesucht!

Peter Sennhauser

Ein wichtiger Aspekt der Umgestaltung von fokussiert ist das Gewinnen neuer Autoren. Ein Teil von Euch hat uns bereits anläßlich unserer jüngsten Umfrage mitgeteilt, daß Ihr an einer Mitarbeit interessiert seid. Diejenigen von Euch, deren Emailadressen wir so erhalten haben, werden von uns in absehbarer Zeit hinsichtlich der Einzelheiten kontaktiert werden.

Falls Ihr bei uns mitarbeiten möchtet und uns noch nicht entsprechend informiert habt, schickt uns bitte eine Email an [fokussiertblog AT gmail.com] und teilt uns auch mit, worüber Ihr gerne schreiben würdet, und ob Ihr etwas als Gegenleistung erwartet. Wir können momentan nur eine Byline mit Verlinkung zu Eurer Webseite bieten, werden aber Mitarbeitswünsche gegen Entgelt aufnehmen, so daß wir in der Zukunft auf Euch zurückkommen können, wenn sich das ändern sollte.

Themen für mögliche Beiträge sind vielfältig, und so lange sie dem Geist des Blogs entsprechen, sind wir allen möglichen Vorschlägen gegenüber offen (haben aber natürlich das letzte Wort). Denkbar sind über Bildkritiken und Tutorien hinaus:

  • Ausstellungen und Fachmessen zum Thema Fotografie in Eurer Umgebung
  • Vorstellung einzelner an diesen Ausstellungen beteiligter Fotografen/Fotografinnen
  • Besprechung von Fotografinnen und Fotografen, die Euch als Vorbild dienen
  • Erfahrungsberichte aus verschiedenen Bereichen der Fotografie
  • Besprechung eines Fotobuches, das Euch imponiert hat
  • usw. usw. usw.

Will sagen: auch wenn Ihr Euch nicht für “Profis” haltet, gibt es mehr als genug an Dingen, die Ihr beitragen könnt. Also setzt Euch mit uns in Verbindung!