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George Barr: “Besser Fotografieren”
Anleitung zum Sehen

Von Peter Sennhauser am 11. Mai 2008 um 11:09 Uhr Kommentare (1)
Kategorien: Literatur

Besser Fotografieren, George Barr - dpunkt VerlagBesser Fotografieren heisst, mehr sehen. George Barr lehrt in diesem Buch das Sehen. Sein Lese- und Beispielbuch befreit von festgefahrenen Vorstellungen, was Foto-Kunst muss, und es macht Lust auf das, was sie kann.

George Barr muss nichts mehr beweisen: Seine Bilder wurden in vielen Publikationen veröffentlicht und werden in Galerien, übers Web und in Museumsshops verkauft.

Dabei ist der Allgemeinarzt aus Calgary, Kanada, ein Amateurfotograf, oder, wie er es nennt, ein Teilzeit-Kunstfotograf. Gerade das aber macht den enormen Wert seines Buchs “Besser Fotografieren” aus:

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Jewgeni Chaldej:
Der Capa Russlands

Von Uli Eberhardt am 10. Mai 2008 um 14:20 Uhr Kommentare (0)
Kategorien: Hingehen

Jewgeni Chaldej – nie gehört? Aber das Bild mit der sowjetischen Flagge auf dem Berliner Reichstag kennt jeder. Eine Ausstellung im Martin-Gropius-Bau erinnert an den Capa Russlands.

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Jewgeni Chaldej: Sowjetische Flagge auf dem Reichstag, 2. Mai 1945 © Sammlung Ernst Volland / Heinz Krimmer

Zu berichten ist von der ersten großen Retrospektive des russichen Fotografen Jewgeni Chaldej im Berliner Martin-Gropius-Bau ab 9. Mai. Jewgeni Chaldej, der als Robert Capa Russlands gilt, hat als Fotograf über den Zweiten Weltkrieg, den Krieg zwischen Deutschland und der Sowjetunion berichtet. Einige dieser Bilder sind bis heute weltberühmt. Zum Beispiel die – nachträglich inszenierte – Flaggenhissung auf dem Deutschen Reichstag.

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“The Places We Live”:
Arme gucken in HD?

Von Wolf-Dieter Roth am 10. Mai 2008 um 09:10 Uhr Kommentare (2)
Kategorien: Nachrichten

Magnum Photos präsentiert die Wanderausstellung “The Places We Live”. Canon sponsort dazu eine EOS-5D und PR. Gezeigt werden für viel Geld arme Leute.

Magnum Photos Jonas Bendiksen
Panoramafoto aus der Austellung “The Places we live” von Jonas Bendiksen (Bild: Jonas Bendiksen/Magnum)

Ok, vielleicht verstehe ich hier irgendwas nicht richtig. Natürlich ist es interessant, mit der Kamera in fremde Länder zu sehen und auch ich habe in Papua Neu-Guinea auf ausdrückliche Einladung des Fotografierten einen Blick mit der Linse in eine ärmliche Hütte werfen dürfen. Von mir aus hätte ich sicher keinen solchen privaten Blick in die fremde Wohnung gewagt.

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Martin Parrs Welt:
Fotografische Grotesken

Von Uli Eberhardt am 9. Mai 2008 um 21:10 Uhr Kommentare (0)
Kategorien: Hingehen

Eine neue Gelegenheit, die groteske Welt von Martin Parr zu besichtigen: “Parrworld” im Haus der Kunst in München, bis 17. August.

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Martin Parr: Russia. Moscow. The Millionaire Fair, Crocus Expo International Exhibition Center, 2007, © Martin Parr

Dass Martin Parr, Mitglied der Fotoagentur Magnum, auch sammelt, ist nicht jedem bekannt. Die Ausstellung “Parrworld” präsentiert seine Sammlungen von Postkarten, Objekten, Fotobüchern und Fotografien und stellt sie einer Auswahl aus seiner eigenen neuen Serie “Luxury” gegenüber. Zusammengenommen ergeben diese Sammlungen eine Art mediale Wunderkammer, ein Psychogramm ihres Urhebers und eine augenzwinkernde Analyse des Mediums Fotografie.

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Scherzbilder:
Potential ausschöpfen

Von Robert B. Fishman am 9. Mai 2008 um 11:05 Uhr Kommentare (0)
Kategorien: Bildkritik

Scherzbilder wirken besonders gut, wenn sie mit viel Bedacht komponiert werden. Wenn sich die Pointe nicht versteckt einbetten lässt, sollte die Bildgestaltung sie durch eine aberwitzige Perspektive oder ähnliches aufwerten.

Ferdinand Jancso
Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Ferdinand Jancso). - Nikon D200 1/750s - f/4 - 39mm - ISO 200

Kommentar des Fotografen:

Mit Aperture & Photoshop nachbearbeitet. Ich habe das Bild für eine Ausstellung in meiner Schule gemacht. Das Thema war “Entdecken”, ich entdecke eine Leiche in einer Mülltonne…

Profi Robert B. Fishman meint zum Bild von Ferdinand Jancso:

Witzig. Der Mensch in der Tonne – ein Schnappschuss oder ein gestelltes Bild? Schwarz-weiss gefällt mir hier gut, weil es die Aussage des Bildes auf ihr Wesentliches reduziert und verdichtet. Störend empfinde ich den unruhigen Hintergrund, der Mensch und Tonne schwer erkennbar macht:

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Amy Stein in Berlin:
Neue Märchen aus Amerika

Von Uli Eberhardt am 8. Mai 2008 um 13:00 Uhr Kommentare (0)
Kategorien: Hingehen, Ästhetik

Erstmals in Deutschland, in Berlin: Amy Stein mit “New American Fables” – neuen Märchen aus der neuen Welt.

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Amy Stein – aus: Domesticated

Die New Yorkerin Amy Stein gehört zur jüngeren Fotografen-Generation Amerikas. Jetzt zeigt sie Arbeiten aus ihren Serien “Domesticated” und “Halloween in Harlem” in der Berliner Pool Gallery, bis zum 24. Mai.

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Pufferküsser:
Dampflok-Romantik und Autorität

Von Robert B. Fishman am 8. Mai 2008 um 10:05 Uhr Kommentare (0)
Kategorien: Bildkritik

Dokumentation verknüpft mit Stimmung: Ein wunderbares Eisenbahner- (Ver-) Stimmungsbild. Leider so dunkel wie die Kohle im Tender.

Andreas Bemeleit
Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Andreas Bemeleit). - Nikon D70 - 1/320s - f/9 - ISO200 - 34mm (51mm).

Kommentar des Fotografen:

Mehrmals im Jahr fährt die Dampflock Caroline zwischen Geesthacht und Hamburg-Bergedorf. Ein großes Ereignis für alle Pufferküsser. Der Herr mit der Mütze hat meinen Kamerastandort deutlich missbilligt.

Profi Robert B. Fishman meint zum Bild von Andreas Bemeleit:

Das Bild gefällt mir gut - allerdings ist es etwas gar unterbelichtet. Die Lok im Anschnitt füllt dem goldenen Schnitt entsprechend 1/3 des Bildes und die angeschaltete Lampe setzt einen schönen Akzent.

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Robert Franks Paris
Ein Amerikaner aus Zürich

Von Uli Eberhardt am 7. Mai 2008 um 14:20 Uhr Kommentare (0)
Kategorien: Hingehen, Ästhetik

Als Amerikaner kam er nach Paris zurück – der in Zürich aufgewachsene Robert Frank, berühmt geworden mit dem epochemachenden Fotobuch “The Americans”. Die Paris-Bilder lassen davon schon einiges vorahnen.

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Robert Frank: Paris – Blinder Straßensänger mit Akkordeon und zuschauende Kinder, ca. 1950, © Robert Frank

In der Ausstellung “Robert Frank. Paris” zeigt das Essener Museum Folkwang erstmals eine umfangreiche Auswahl aus den Anfang der 1950er Jahre entstandenen Paris-Bildern von Robert Frank. Ein Teil dieser Aufnahmen wird erstmals veröffentlicht. Sie wurden eigens für die Ausstellung in Essen und das Begleitbuch ausgewählt und zum Teil neu vergrößert.

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Landschaft:
Wolken im Strudel

Von Peter Sennhauser am 7. Mai 2008 um 10:16 Uhr Kommentare (0)
Kategorien: Bildkritik

Landschaft im Strudel der Farben: Tiefe durch Wolken und Vordergrund.

Benjamin Hesser
Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Benjamin Hesser). - Nikon D70s - 1/400sec. - f/11 - 27mm - ISO200

Profi Thomas Rathay meint zum Bild von Benjamin Hesser:

Diese Gewalt der Farben hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Wieder besticht ein Landschaftsbild von Benjamin Hesser durch eine gelungene Komposition. Diesmal scheint nicht so viel Arbeit in der Nachbearbeitung zu stecken wie bei seiner HDR-Aufnahme im Februar hier auf fokussiert.com.

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Schweizer Nachwuchs:
Förderpreise

Von Peter Sennhauser am 6. Mai 2008 um 15:26 Uhr Kommentare (0)
Kategorien: Hingehen

Die “Verlierer” des Schweizer Förderpreises für Nachwuchs-Fotografen stehen fest, die potentiellen Gewinner sind zunächst auf medienlese.com zu sehen.

Katrin Hotz: ohne Titel, aus der Serie Le chaos intérieur de l
Katrin Hotz: ohne Titel. Aus der Serie “Le chaos intérieur de l’arrangement oder die Unbeweglichkeit der Dinge”

Zehn Bildserien sind in der Endrunde des Nachwuchsförderpreises der Schweizer “Vereinigung Fotografischer Gestalterinnen” angelangt, neunundzwanzig Bewerber haben es als “Runners Up” nicht so weit geschafft. Ihre Arbeiten sind auf der Webseite des vfg zu besichtigen. Die Finalisten hingegen gibts erst nach der Vernissage am 15. mai in Zürich zu sehen - einen ersten Überblick über die zehn Arbeiten in der Endauswahl liefert indes unser Schwesterblog medienlese.com schon heute.

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Joel Sternfeld:
Die Geografie des Nirgendwo

Von Uli Eberhardt am 6. Mai 2008 um 14:56 Uhr Kommentare (0)
Kategorien: Hingehen

Jetzt bei Buchmann in Berlin zu entdecken: der amerikanische Fotograf Joel Sternfeld – ein Wegbereiter heutiger Fotografiekunst.

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Joel Sternfeld: Looking North from a Cane Break, Near Walnut Trees Road, Towards Nook Road, on a Late March Afternoon, The Meadows, Northampton, Massachusetts, March 2007, aus: The Fields.Courtesy of the Artist and Buchmann Galerie, Berlin

Erstmals ist Joel Sternfeld mit einer Einzelausstellung in Deutschland zu sehen. Die Ausstellung erlaubt den Zugang zu einem Fotografen, dessen Einfluss auf die künstlerische Fotografie tiefgehend ist – und hierzulande leider herzlich wenig bekannt. Sternfeld wird zugeschrieben, die Türen für eine neue Art der Fotografie geöffnet zu haben. Einer Fotografie, wie sie von Rineke Dijkstra, Andreas Gursky, Thomas Ruff, Thomas Struth, Jeff Wall und vielen anderen ausgeübt wird. Titel der aktuellen Ausstellung: “The Geography of no Place: American Utopias”.

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Stilleben:
Flacher Bildeindruck

Von Robert B. Fishman am 6. Mai 2008 um 11:55 Uhr Kommentare (0)
Kategorien: Bildkritik

Diesem an sich schönen Motiv fehlt die Spannung, die man mit einer anderen Position der Gegenstände zueinander, Seitenlichtund einer tieferen Aufnahmeperspektive hätte erzeugen können.

Daniel Reichardt: Bis einer heult
Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Daniel Reichardt). - Digital CAM - 1/5s - f/2.8 - ISO50 - 6.2mm

Kommentar des Fotografen:

“bis einer heult” - Bowlingball und Pin, auf blauem Ölfilz. ursprünglich knallbunt, die Farben haben in’s Auge gebissen. Farbinformationen mit Photoshop verworfen und etwas Sepia reingebracht, so wirkt es weniger aufdringlich.

Profi Robert B. Fishman meint zum Bild von Daniel Reichardt:

Da es sich um einen ganz alten Kegel und eine alte, abgenutzte Kugel handelt, passt das Sepia hier, finde ich, sehr gut. Nun habe ich lange überlegt, was mir an diesem Foto fehlt:

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Schnappschuss
Hundeverwicklungen

Von Peter Sennhauser am 5. Mai 2008 um 09:56 Uhr Kommentare (2)
Kategorien: Bildkritik

Komische, spannende oder sonstig dokumentierwürdige Momente lassen uns häufig auch dann (zu) schnell den Auslöser drücken, wenn es noch Zeit für Verbesserungen gäbe.

Michael Sennhauser
Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Michael Sennhauser). - Canon Digital Ixus 800 IS - 1/320s - f/4 - 11mm

Kommentar des Fotografen:

Ein verwickelter Moment am Pariser Seine-Quai im März letzten Jahres. EXIF-Daten sind eingebaut, das Bild habe ich beschnitten (d.h. den leeren Vordergrund weggeschnitten)

Profi Robert B. Fishman meint zum Bild von Michael Sennhauser:

Ältere Herrschaften und ihre Hunde in der Großstadt: Ich mag die charmante Ironie und die authentische Unmittelbarkeit, die dieser Schnappschuss vermittelt. Hundeliebe kann zu Komplikationen führen. Aber so schön harmonisch, wie die Brückenbögen das Bild nach oben auch abschließen:

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Fischauge:
Spass mit Rundbildern

Von Peter Sennhauser am 3. Mai 2008 um 11:24 Uhr Kommentare (1)
Kategorien: Zubehör, Ästhetik

Fisheye - Objektive ermöglichen aussergewöhnliche Effekte. Der Australier Neil Creek ist Meister des Über-Weitwinkels.

Planet Tekapo © 2006 Neil Creek
Planet Tekapo © 2006 Neil Creek - Mehr Bilder

Fotograf Neil Creek aus Melbourne, Australien, bezeichnet das Sigma 8mm f4 - Fischauge als sein liebstes Objektiv. Fisheye-Aufnahmen sind in “ernsthaftem” Umfeld wie der Naturfotografie von National Geograpic verhältnismässig selten, denn der Effekt kann sich leicht abnutzen - Neil beweist mit seinen Bildern, dass das nicht sein muss:

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Panorama-Lochkamera:
Die edle “Tortuga 5″

Von Peter Sennhauser am 2. Mai 2008 um 12:22 Uhr Kommentare (0)
Kategorien: Ästhetik

Ein edles Sammlerstück ist die “Tortuga 5″- Panorama-Lochkamera des Luxemburgers Luc Ewen. Die Zwetschgenholz- Dose schiesst erstaunliche Bilder.

Luc Ewen, Tortuga 5: 2005, Atelier d
2005, Atelier d’artiste “Schläifmillen”, Robert Mancini © Luc Ewen

Luc Ewens Tortuga 5, eine Panorama-Lochkamera mit fünf Löchern.Seit zehn Jahren baut Luc Ewen die Tortuga - sein neustes Modell ist das Resultat dieser Entwicklungsarbeit.

Die Fünfloch-Kamera wird limitiert auf 30 Stück hergestellt und kostet 1250 Euro - aber nachdem das US-Gadgdetblog BoingBoing auf Ewens Website verwiesen hat, dürfte er sich vor Bestellungen nicht mehr retten können:

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