Gregor Stephan:
Schwarze Negative

Gregor Stephan geht an die Grenzen der analogen Fotografie. Er belichtet seine Negative so lange, bis sie schwarz werden. Welche Art von Bildern dabei herauskommt, kann derzeit in Berlin betrachtet werden.

Gregor Stephan: three plus one - aus: Five Seconds Later

Gregor Stephan: three plus one - aus: Five Seconds Later

“Five Seconds Later” heißt Gregor Stephans Ausstellung in der Galerie Hunchentoot – und das ist wörtlich gemeint. Er belichtet seine Filme bei offener Blende fünf Sekunden lang. Natürlich sind die Negative dann überbelichtet und schwarz. Aber Gregor Stephan bringt dennoch Bilder daraus hervor mit einer eigenartigen malerischen Wirkung.

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Blumenbild:
Warum so konservativ?

Kopiere beim Fotografieren nicht einfach, was du schon mal gesehen hast. Versuche, etwas Neues zu schaffen, etwas, was zeigt, wie Du die Dinge siehst.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Alexander Sage).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Alexander Sage).



Kommentar des Fotografen:

Belichtungszeit und Blende weiss ich leider nicht mehr genau, da Analogkamera… Zeit war sehr wahrscheinlich 1/250s oder kürzer, Blende vermutlich f5.6. Das Bild wurde von mir nicht digital bearbeitet.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Alexander Sage:

Dieses Foto hier ist ein Beispiel für ein typisches Blumenfoto. Aufgenommen mit dem typischen Abstand zur Blume, mit dem typischen blättrigen, grünen Hintergrund, sieht die Blume im Bild genauso aus, wie wir es erwarten würden.

Da gibt es keine Überraschungen. Der unscharfe, fast traumähnliche Hintergrund ist ganz gut. Leider reicht das aber nicht. Es sticht nicht heraus aus den Unmengen an Blumenfotos, die tagtäglich gemacht werden.

Wenn Leute interessante Motive für Fotos suchen, stehen farbenfrohe Blüten hoch in ihrer Gunst. Dafür gibt es viele Gründe:

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24 Stunden:
Sport!

Havanna, Kuba; Dallas, Texas; Charlotte, USA; Dubai, UAE. (Bilder Keystone)

Havanna, Kuba; Dallas, Texas; Charlotte, USA; Dubai, UAE. (Bilder Keystone)

Sport ist alles, auch das, was neben dem Spielfeld stattfindet – und bisweilen ist das noch spannender als der Rest.

In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten drei bis fünf Pressebilder aus den vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach rein fotografischen Kriterien.

Fingerübungen:
Jahrmarkt-Treiben

Jahrmärkte bieten Lichter und Menschen, bewegte Objekte und glänzende Kinderaugen en masse. Sie einzufangen ist eine grössere Herausforderungen als erwartet. Ein Erfahrungsbericht von der Basler Herbstmesse.

Das Staunen der Kinder: Der Mini-Jahrmarkt am Jahrmarkt. Alle Bilder 2008 © P. Sennhauser

Das Staunen der Kinder: Der Mini-Jahrmarkt am Jahrmarkt. Alle Bilder 2008 © P. Sennhauser

Ein Jahrmarkt ist ein gefundenes Fressen für den Hobbyfotografen. Und eine ziemlich schwierige Angelegenheit, wie ich schnell merke. Ich war mit der Nikon D300 und dem 18-200 Zoomobjektiv (und gelegentlich dem Sigma 10-20mm) ausgezogen, “typische” Jahrmarktsbilder von der Basler Herbstmesse zu machen, einem zwei Wochen lang die ganze Innenstadt bedeckenden Grossmarkt.

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Schneepanorama:
Die Stärke des Moments

Panoramen können die Majestät einer Landschaft besonders gut ausdrücken. Aber die Stimmung des Fotografen lässt sich nicht eins zu eins übersetzen.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Matthias Maurer).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Matthias Maurer).

Kommentar des Fotografen:

Das Bild wurde aus 2 Bildern mit Autopano-Pro zusammengefügt. Es wurde am 29.09.2007 auf dem Kitzsteinhorngletscher mit einer Sony Cybershot DSC-W70 fotografiert :-)

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Matthias Maurer:

Ein paar farbenfrohe Skifahrer, ein rasender Snowboarder, ein Bergrettungshund, eine attraktive Brünette auf einem Schneemobil, zwei Skistöcke, die im Schnee stecken;

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24 Stunden:
Karneval

Maastricht, Niederlande; Banja Luka, Bosnien; Gaza City, Palästina; Köln, Deutschland. (Bilder Keystone)

Maastricht, Niederlande; Banja Luka, Bosnien; Gaza City, Palästina; Köln, Deutschland. (Bilder Keystone)

Verkleidete, Narren und buntes Treiben: Der Karneval gibt schöne Motive her.

In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten drei bis fünf Pressebilder aus den vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach rein fotografischen Kriterien.

Die Kameramänner von Verdun:
Der Foto-Krieg fand im Saale statt

Im ersten Weltkrieg wurde bereits eifrig fotografiert und gefilmt. Doch den wahren Krieg bekamen wir nachher nicht gezeigt.

DIe meisten spektakulären Fotos wurden Jahre nach Kriegsende nachgestellt. (Bild: Arte France)

DIe meisten spektakulären Fotos wurden Jahre nach Kriegsende nachgestellt. (Bild: Arte France)

Zahlreiche Kameraleute haben im Ersten Weltkrieg überall an der Front gefilmt. Die allseits bekannten Bilder zeigen Schützengräben, mörderische Sturmangriffe und Explosionen und lassen sich spontan dem Ersten Weltkrieg zuordnen. Die Filmaufnahmen vermitteln den Eindruck, als folge die Berichterstattung unmittelbar der Wirklichkeit.

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24 Stunden:
Gesichter mit Geschichten

Peking, China; Mexico City, Mexico; Sturgis, Michigan, USA, Ankara, Türkei. (Bilder Keystone)

Peking, China; Mexico City, Mexico; Sturgis, Michigan, USA, Ankara, Türkei. (Bilder Keystone)

Gesichter erzählen Geschichten – deswegen interessieren wir uns als Medienkonsumenten für nichts so sehr wie für menschliche Gesichter.

In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten drei bis fünf Pressebilder aus den vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach rein fotografischen Kriterien.

Stadion im Gegenlicht:
Mehrdeutige Silhouetten

Silhouetten-Belichtung macht ein Motiv interessanter als eine die Standardmessung. Aber reicht der Trick, um eine spektakuläre Aufnahme zu kreieren?

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Jens N.).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Jens N.).

Kommentar des Fotografen:

Das Bild wurde am Ernst Happel Stadion in Wien aufgenommen, wo sich sonst tausende Menschen tummeln; wo es laut, fröhlich und traurig sein kann; wo erst Menschen diesem Ort eine Funktion geben. Diese Menschenmassen sind hier nicht vorhanden, stattdessen sieht man, wie die Bäume ihre ersten Blätter verlieren, die Sonne strahlt und mitten in dieser Ruhe das Stadion. Diese etwas andere Sicht eines Stadions und des Umfelds mit seiner Ruhe und Menschenleere machen das Bild für mich interessant.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Jens N.:

Was macht dieses Foto visuell so interessant?

Die Komposition ist nicht großartig, aber auch nicht schlecht; es erzählt keine spannende Geschichte, es wird kein historisches Ereignis aufgedeckt.

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Boote im Wasser:
Stimmung gefangen

Farben und Atmosphäre verwandeln ein einfaches Foto eines stillen Moments in ein spannungsgeladenes Wartespiel

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Michael Neumann).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Michael Neumann).

Kommentar des Fotografen:

Dieses Bild habe ich in Bardolino (Italie / Gardasee) im Urlaub aufgenommen. Jeden Tag bin auf der Suche nach Motiven durch die Umgebung gezogen und habe so einiges Entdeckt. Dieses Motiv hat mich ca. 15 Minuten und 30 Schüsse gekostet bis ich zufrieden mit der Auslese war. Das hintere Schiff ist weichgezeichnet, so dass es nicht vom Hauptmotiv ablenkt.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Michael Neumann:

Auf den ersten Blick wirkt das Foto unscheinbar. Aber über die klaren, knackigen Farben, das spritzende Wasser und den Kippwinkel des Bootes bekommen wir ganz subtil ein starkes Gefühl für den eingefangenen Moment. Man kann fast das Schlagen der Seile und das Klacken des Metalls an den Masten hören, das Wasser riechen.

Diese Atmosphäre ist der wichtigste Aspekt dieses Fotos:

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