Luftige Höhe:
Wo steckt die Gefahr?

Bilder, die eine bestimmte Botschaft übertragen sollen, müssen objektiv geplant werden. Häufig spielt dem Fotografen sein eigener Eindruck einen Streich: Seine Emotionen sind nicht mit im Bild.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Jürgen Schulte).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Jürgen Schulte).

Kommentar des Fotografen:

Schweißen in Zwangslage: Das Photo sollte die Härte des Jobs, die Gefährlichkeit der Arbeit (40m frei über dem Boden) und den Mut der Arbeiter widerspiegeln.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Jürgen Schulte:

Mit der Schutzkleidung, den dicken, schweren Masken und der Position, in der die Schweißer arbeiten, wird die Härte des Jobs in diesem Foto klar herübergebracht.

Was jedoch die Gefährlichkeit der Arbeit und den Mut der Arbeiter angeht, ist es gut, dass Du uns mitgeteilt hast, dass sie 40 Meter über dem Boden arbeiten und dass Du uns das zeigen wolltest:

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Neue Schule für Fotografie Berlin:
Neue Fotokunst – Elf Vor Zwölf

Wie sieht ganz aktuelle Fotokunst aus? Elf Studentinnen und Studenten der Neuen Schule für Fotografie in Berlin gewähren uns einen Einblick. “Elf vor zwölf” heißt die Ausstellung.

Paula da Silva … aus: Luz Vermelha

Paula da Silva … aus: Luz Vermelha

“Elf vor zwölf” ist die erste Ergebnispräsentation der 2007 gegründeten Neuen Schule für Fotografie in Berlin. Gezeigt werden fotografische und filmische Ergebnisse aus eineinhalb Jahren intensiver Auseinandersetzung mit persönlichen Themen – bis 12. Oktober im Kunstraum Kreuzberg / Bethanien.

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24 Stunden:
Schatten und Kontrast

Nadschaf, Irak; Padre Island National Seashore, USA; Neu Delhi, Indien; Paris, Frankreich. (Bilder Keystone)

Nadschaf, Irak; Padre Island National Seashore, USA; Neu Delhi, Indien; Paris, Frankreich. (Bilder Keystone)

Schattenwurf und knallharte Kontraste als Stilmittel. Das “Tal des Friedens” in Nadschaf wird zum Ende des Ramadans von den Schiitien besucht. Es ist keine Stadt, sondern ein Friedhof.

In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten drei bis fünf Pressebilder aus den vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach rein fotografischen Kriterien.

Jim Dine:
Der bildende Künstler als Fotograf

Wie geht ein Maler und Zeichner mit Fotografie um? Die Portrait-Bilder des Amerikaners Jim Dine zeigen uns eine ganz eigene Sichtweise.

Jim Dine: Beautiful Rosy Cheeks, 2004 - Alle Bilder: © Jim Dine; VG Bild-Kunst, Bonn, 2008

Jim Dine: Beautiful Rosy Cheeks, 2004 - Alle Bilder: © Jim Dine; VG Bild-Kunst, Bonn, 2008

Jim Dine bediente sich stets unterschiedlicher künstlerischer Arbeitsweisen – neben Malerei, Grafik und Skulptur auch der Lyrik und immer wieder der Fotografie. Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur in Köln stellt aktuell Portrait-Arbeiten von ihm aus, enstanden zwischen 2002 und 2007 – Titel: This is how I remember, now. Portraits.

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Motorrad-Postkarte:
Vordergrund

Ein wirklich schönes Motiv, das Erinnerungen weckt und Lust auf mehr macht. Lust auf mehr Touren in dieser Gegend und Lust auf mehr Auseinandersetzung mit Bildaufbau- und gestaltung für kreative Ideen.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Bernhard Kastner).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Bernhard Kastner).

Kommentar des Fotografen:

Bei einer Motorradtour in der Schweiz gefiel der Blick in dieses Tal: Das Licht scheint perfekt, die grünen Auen, die noch etwas schneebedeckten Alpen … das richtige “Klischee”, so stellt man sich die Schweiz vor. Wie ein Bild aus dem Apothekenkalender (etwas Ironie). Auf meinem 24″ iMac als Desktophintergrund oder in der Vollansicht wirkt es klasse, auch wenn der Vordergrund des Bilds zu wünschen übrig lässt. Ob die Wirkung mit 1000 Pixel noch rüber kommt?

Profi Thomas Rathay meint zum Bild von Bernhard Kastner:

Da ich selber begeisterter Motorradfahrer bin, brauchte ich nicht lange überlegen, ob ich etwas zu deinem Bild sagen möchte. Eine umwerfende Landschaft (hoffentlich nicht wörtlich), ohne Frage. Der Blick zieht einen förmlich in das Tal hinein, auch wenn mir sowohl aus Motorradfahrer- als auch aus Fotografensicht etwas der den Blick lenkende Faden fehlt:

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Troubled Waters:
Stillleben in Dresden

Mit fotografischen Stillleben öffnen sich die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden erstmals der Fotografie und den neuen Medien.

William Eggleston, aus der Serie Troubled Waters, 1980 - Pinakothek der Moderne, Siemens Arts Program. © Eggleston

William Eggleston, aus der Serie Troubled Waters, 1980 - Pinakothek der Moderne, Siemens Arts Program. © Eggleston

Die “neuen Meister” der Fotografie werden in der weltberühmten Galerie “Alte Meister” ausgestellt – nicht durcheinander bringen lassen! Zu sehen sind zwölf fotografische Positionen von Künstlern der Gegenwart aus der Siemens Fotosammlung im Semperbau am Zwinger, einem Interimsquartier. Die Palette der Arbeiten reicht von William Eggleston bis Thomas Struth.

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Lichtschrift:
Idee vs. Ästhetik

Konzeptbilder benötigen nicht unbedingt fotografische Ästhetik, um eine Aussage herüberzubringen. Bisweilen fasziniert die Idee allein – sogar dann, wenn sie nicht neu ist.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© M David).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© M David).

Kommentar des Fotografen:

Kurz nach dem Auspacken meiner neuen G9 – sogenannte “Lichttags” mache ich oft an berühmten Plätzen (nicht in diesem Fall): Kleine Zeichen oder Unterschriften, die nur der Kamera und dessen Betrachter verständlich sind – der Zuschauer wundert sich höchstens kurz über eine oder mehrere Personen, die mit Taschenlampen unsichtbare Zeichen ziehen. Kleine Verwirrungen im Alltag versüßen jedem den Nachhauseweg vom Alltag und dessen Tristesse.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von M David:

Die meisten Fotos, die bei Fokussiert zum Rezensieren eingereicht werden, würden sehr von ein paar kleinen Veränderungen profitieren.

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24 Stunden:
Von ganz unten

Wildhaus, Schweiz; Berlin, Deutschland; Oberursel bei Frankfurt am Main, Deutschland. (Bilder Keystone)

Wildhaus, Schweiz; Berlin, Deutschland; Oberursel bei Frankfurt am Main, Deutschland. (Bilder Keystone)

Vielleicht ist es Live View zu verdanken, dass Perspektiven von ganz unten nach oben dieser Tage häufiger zu sehen sind.
(PS: Ich bin zwei Tage unterwegs und werde deshalb nicht ganz so aktuelle Bilder posten wie üblich.)

In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten drei bis fünf Pressebilder aus den vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach rein fotografischen Kriterien.

Paolo Pellegrin:
Der Zeuge des Leidens

Als Zeuge des Leidens und manchmal des Todes anderer empfindet sich Paolo Pellegrin. Der Magnum-Fotograf stellt in Mannheim sein Panoptikum des Terrors und der Gewalt aus.

Paolo Pellegrin: Kurz nach einem israelischen Luftangriff im südlichen Beirut. Tyre, Libanon, 2006 - Alle Bilder: © Paolo Pellegrin / Magnum

Paolo Pellegrin: Kurz nach einem israelischen Luftangriff im südlichen Beirut. Tyre, Libanon, 2006 - Alle Bilder: © Paolo Pellegrin / Magnum

Die Ausstellung mit dem Titel “As I Was Dying” zeigt rund 50 Arbeiten aus den verschiedensten Kriegs- und Krisengebieten weltweit, die Paolo Pellegrin in den vergangenen Jahren bereist hat. Der Kontrast zwischen der dargestellten Gewalt und der formalen Schönheit der Bilder macht das Besondere seiner Arbeit aus.

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Ast und Türe:
Triste Objekte

Die verschiedenen Kontrastelemente in diesem Bild reichen nicht aus, um das eher triste Objekt und die Ablenkungen im Hintergrund zu kompensieren.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Michael Sennhauser).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Michael Sennhauser).

Kommentar des Fotografen:

Toscana, Oktober 2003, Zweig und Türe.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Michael Sennhauser:

Das Thema hier ist still und nüchtern. Es gibt keine Spannung oder Dramatik, nichts Geheimnisvolles oder Emotionales, keine herausragenden Objekte oder Geschichten. Also hat der Fotograf versucht, das Foto interessanter zu machen, indem er eine eher ungewohnte Komposition und einen Hintergrund, der in Kontrast zum Hauptobjekt steht, wählte.

Das war schon ein guter Anfang:

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