Jim Dine:
Der bildende Künstler als Fotograf

Wie geht ein Maler und Zeichner mit Fotografie um? Die Portrait-Bilder des Amerikaners Jim Dine zeigen uns eine ganz eigene Sichtweise.

Jim Dine: Beautiful Rosy Cheeks, 2004 - Alle Bilder: © Jim Dine; VG Bild-Kunst, Bonn, 2008

Jim Dine: Beautiful Rosy Cheeks, 2004 - Alle Bilder: © Jim Dine; VG Bild-Kunst, Bonn, 2008

Jim Dine bediente sich stets unterschiedlicher künstlerischer Arbeitsweisen – neben Malerei, Grafik und Skulptur auch der Lyrik und immer wieder der Fotografie. Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur in Köln stellt aktuell Portrait-Arbeiten von ihm aus, enstanden zwischen 2002 und 2007 – Titel: This is how I remember, now. Portraits.

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Motorrad-Postkarte:
Vordergrund

Ein wirklich schönes Motiv, das Erinnerungen weckt und Lust auf mehr macht. Lust auf mehr Touren in dieser Gegend und Lust auf mehr Auseinandersetzung mit Bildaufbau- und gestaltung für kreative Ideen.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Bernhard Kastner).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Bernhard Kastner).

Kommentar des Fotografen:

Bei einer Motorradtour in der Schweiz gefiel der Blick in dieses Tal: Das Licht scheint perfekt, die grünen Auen, die noch etwas schneebedeckten Alpen … das richtige “Klischee”, so stellt man sich die Schweiz vor. Wie ein Bild aus dem Apothekenkalender (etwas Ironie). Auf meinem 24″ iMac als Desktophintergrund oder in der Vollansicht wirkt es klasse, auch wenn der Vordergrund des Bilds zu wünschen übrig lässt. Ob die Wirkung mit 1000 Pixel noch rüber kommt?

Profi Thomas Rathay meint zum Bild von Bernhard Kastner:

Da ich selber begeisterter Motorradfahrer bin, brauchte ich nicht lange überlegen, ob ich etwas zu deinem Bild sagen möchte. Eine umwerfende Landschaft (hoffentlich nicht wörtlich), ohne Frage. Der Blick zieht einen förmlich in das Tal hinein, auch wenn mir sowohl aus Motorradfahrer- als auch aus Fotografensicht etwas der den Blick lenkende Faden fehlt:

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Troubled Waters:
Stillleben in Dresden

Mit fotografischen Stillleben öffnen sich die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden erstmals der Fotografie und den neuen Medien.

William Eggleston, aus der Serie Troubled Waters, 1980 - Pinakothek der Moderne, Siemens Arts Program. © Eggleston

William Eggleston, aus der Serie Troubled Waters, 1980 - Pinakothek der Moderne, Siemens Arts Program. © Eggleston

Die “neuen Meister” der Fotografie werden in der weltberühmten Galerie “Alte Meister” ausgestellt – nicht durcheinander bringen lassen! Zu sehen sind zwölf fotografische Positionen von Künstlern der Gegenwart aus der Siemens Fotosammlung im Semperbau am Zwinger, einem Interimsquartier. Die Palette der Arbeiten reicht von William Eggleston bis Thomas Struth.

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Lichtschrift:
Idee vs. Ästhetik

Konzeptbilder benötigen nicht unbedingt fotografische Ästhetik, um eine Aussage herüberzubringen. Bisweilen fasziniert die Idee allein – sogar dann, wenn sie nicht neu ist.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© M David).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© M David).

Kommentar des Fotografen:

Kurz nach dem Auspacken meiner neuen G9 – sogenannte “Lichttags” mache ich oft an berühmten Plätzen (nicht in diesem Fall): Kleine Zeichen oder Unterschriften, die nur der Kamera und dessen Betrachter verständlich sind – der Zuschauer wundert sich höchstens kurz über eine oder mehrere Personen, die mit Taschenlampen unsichtbare Zeichen ziehen. Kleine Verwirrungen im Alltag versüßen jedem den Nachhauseweg vom Alltag und dessen Tristesse.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von M David:

Die meisten Fotos, die bei Fokussiert zum Rezensieren eingereicht werden, würden sehr von ein paar kleinen Veränderungen profitieren.

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24 Stunden:
Von ganz unten

Wildhaus, Schweiz; Berlin, Deutschland; Oberursel bei Frankfurt am Main, Deutschland. (Bilder Keystone)

Wildhaus, Schweiz; Berlin, Deutschland; Oberursel bei Frankfurt am Main, Deutschland. (Bilder Keystone)

Vielleicht ist es Live View zu verdanken, dass Perspektiven von ganz unten nach oben dieser Tage häufiger zu sehen sind.
(PS: Ich bin zwei Tage unterwegs und werde deshalb nicht ganz so aktuelle Bilder posten wie üblich.)

In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten drei bis fünf Pressebilder aus den vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach rein fotografischen Kriterien.

Paolo Pellegrin:
Der Zeuge des Leidens

Als Zeuge des Leidens und manchmal des Todes anderer empfindet sich Paolo Pellegrin. Der Magnum-Fotograf stellt in Mannheim sein Panoptikum des Terrors und der Gewalt aus.

Paolo Pellegrin: Kurz nach einem israelischen Luftangriff im südlichen Beirut. Tyre, Libanon, 2006 - Alle Bilder: © Paolo Pellegrin / Magnum

Paolo Pellegrin: Kurz nach einem israelischen Luftangriff im südlichen Beirut. Tyre, Libanon, 2006 - Alle Bilder: © Paolo Pellegrin / Magnum

Die Ausstellung mit dem Titel “As I Was Dying” zeigt rund 50 Arbeiten aus den verschiedensten Kriegs- und Krisengebieten weltweit, die Paolo Pellegrin in den vergangenen Jahren bereist hat. Der Kontrast zwischen der dargestellten Gewalt und der formalen Schönheit der Bilder macht das Besondere seiner Arbeit aus.

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Ast und Türe:
Triste Objekte

Die verschiedenen Kontrastelemente in diesem Bild reichen nicht aus, um das eher triste Objekt und die Ablenkungen im Hintergrund zu kompensieren.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Michael Sennhauser).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Michael Sennhauser).

Kommentar des Fotografen:

Toscana, Oktober 2003, Zweig und Türe.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Michael Sennhauser:

Das Thema hier ist still und nüchtern. Es gibt keine Spannung oder Dramatik, nichts Geheimnisvolles oder Emotionales, keine herausragenden Objekte oder Geschichten. Also hat der Fotograf versucht, das Foto interessanter zu machen, indem er eine eher ungewohnte Komposition und einen Hintergrund, der in Kontrast zum Hauptobjekt steht, wählte.

Das war schon ein guter Anfang:

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24 Stunden:
Stimmung pur

Wolfsburg, Deutschland; Mosul, Irak; Havanna, Kuba; Bern, Schweiz. (Bilder Keystone)

Wolfsburg, Deutschland; Mosul, Irak; Havanna, Kuba; Bern, Schweiz. (Bilder Keystone)

Bilder können Atmosphäre und Stimmung erstaunlich gut transportieren. Das goldene Glücksgefühl des Wakeboarders ebenso wie die Angespanntheit eines Abends im Irak, die ergebene Gelassenheit in Kuba oder die hündische Ausgelassenheit über einen warmen Herbsttag.

In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten drei bis fünf Pressebilder aus den vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach rein fotografischen Kriterien.

Fotografie in Farbe und Stereo:
Fuji bringt digitale 3D-Kamera

Lange war sie vergessen, die 3D-Fotografie. Dabei konnte man sie an sich mit jeder Kamera ausüben, solange das Motiv unbewegt war. Nun gehen bald auch wieder 3D-Schnappschüsse.

Die 3D-Digitalkamera von Fuji

Die 3D-Digitalkamera von Fuji

Das Münchner Imax-Kino zeigte sie vor einigen Jahren, 3D-Fotos aus dem New York der vorletzten Jahrhundertwende. Ganz einfach aufgenommen, mit Kameras auf einem Stativ, wie es damals ohnehin notwendig war: Man verschob die Kamera noch einmal um den Augenabstand zur Seite und machte ein zweites Bild. Dann in einem Stereoskop betrachtet – als Dia oder auf Papier – und man sah zwar alles in schwarzweiß und mit den damals unvermeidlichen Filmfehlern, doch dreidimensional.

Die Fotografie ist längst farbig, das Müncher Imax-Kino ist seit einigen Jahren pleite und geschlossen. Und von der 3D-Fotografie redete im Gegensatz zu Film und Video niemand mehr. Bis jetzt: Fuji präsentierte auf der Photokina eine Stereo-Kamera.

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Touristenbild:
Dem Zweck entsprechend

Ein Touristenfoto muss nicht unbedingt perfekt komponiert oder beleuchtet sein; das Wichtigste ist, dass es die Erinnerungen festhält, die Du mit Deiner Reise verbindest.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Anna-Lena Schleiss)

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Anna-Lena Schleiss)

Kommentar der Fotografin:

Aufgenommen in Victoria, B.C., Kanada, vor einigen Wochen. Ich habe das Bild mit Photoshop bearbeitet und einige störende Köpfe im unteren Bereich wegretuschiert sowie einen Rahmen hinzugefügt.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Anna-Lena Schleiss:

Ich habe viel über dieses Foto und das, was es repräsentiert nachgedacht, bevor ich mich entschieden habe, etwas darüber zu schreiben. Denn ich halte es für ein Touristenfoto, ein Foto, das für jemanden, der eine Reise gemacht, hat eine schöne Erinnerung darstellt, und mehr nicht. Was aber heisst das, und woran ist es zu erkennen?

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