Privatporträt:
Überblitzt

Blitzaufnahmen sind eine eigene Kunst. Und vor allem bei Porträts schadet der Scheinwurf häufig mehr, als er nützt.

Michael Sennhauser

Michael Sennhauser


Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Michael Sennhauser). – Olympus E10 – 1/100s – f/2.2 – ISO 80 – 28mm (108mm KB)

Kommentar des Fotografen:

Ein Foto von Lilian von 2002, über die Decke geblitzt mit dem Aufsatzblitz. Das harte Licht betont die Künstlichkeit der dunkelroten Haarfarbe (Lilian ist blond), die graublauen Augen sind grauer geworden, den Blick finde ich absolut faszinierend. Es ist nicht einfach, meiner Freundin ihre Schönheit zu vermitteln. Sie sieht sich grundsätzlich anders. Aber dieses Bild präsentiert sie auch für mich anders, skeptischer, spöttischer, souveräner als sonst. Meine Freundin ist meine Traumfrau hier, und ich habe das Bild gemacht… Leider ist der Schärfebereich nicht bei den Augen, wo er hingehörte, zumal mit der benutzten Blende und dem seitlich abgedrehten Kopf nicht alles zu erfassen gewesen wäre.

Profi Robert B. Fishman meint zum Bild von Michael Sennhauser:

Du siehst Deine Freundin natürlich ganz anders als die Btrachter dieses Bildes, die sie nicht kennen. Dennoch:

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Fußball-Fotografie (IV):
Magnums Fußball-Selektion

In Wien gibt’s derzeit die Fußball-Selektion der Fotoagentur Magnum sehen: Fußball als globales Phänomen.

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Alex Webb/Magnum Photos, Paraguay, 1992

Die Galerie Momentum zeigt mit “Magnum Football” eine Auswahl “der schönsten Aufnahmen zum Thema Fußball”. Die Bilder setzten sich auf unterschiedliche Art mit dem Thema Fußball auseinander und lieferten einen stimmungsvollen Beweis für die tatsächlich weltumspannende Leidenschaft, mit der dieser Sport betrieben wird.

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24 Stunden:
Im Nebel verschwunden


El Alto, Bolivien; Wilhelmshaven, Deutschland; Kalifornien, USA; Piriapolis, Uruguay. -> Bildgalerie (Bilder Keystone)

Ein eiskaltes und in seiner extremen Schlichtheit Faszinierendes Wetterbild: Ein Mann trägt in der Kälte von El Alto in Bolivien eine Flasche Heizgas durch den Nebel. Die leichte Vignettierung verleiht dem Bild etwas Hypnotisches, die Linie des Gehsteigs führt zum kaum erkennbaren Motiv.

Ölleitungen sorgen für klaren Fluchtpunkt und starke Vertikale; Feuer am Boden und in der Luft; Öl raubt den Pinguinen den Kontrast.

In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten drei bis fünf Pressebilder aus den vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach rein fotografischen Kriterien.

 

Objekt im Wald:
Mehr als abbilden

Fotografie dient immer einem Zweck. Die Abbildung von Szenen oder Objekten verlangt weitestgehende Interpretationsfreiheit. Wenn es hingegen um den künstlerischen Ausdruck geht, muss sich der Fotograf stärker einbringen.

Edwin Wipfli

Edwin Wipfli


Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Edwin Wipfli). – Leider keine Exif-Daten vorhanden

Kommentar des Fotografen:

Ruine Cagliatscha, bei welcher es mir bei der Fotografie auf den künstlichen Eindruck ankam, gar so als gehöre der Turm da nicht hin.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Edwin Wipfli:

Eine Sache, der wir uns bewusst sein sollten, wenn wir unterwegs sind um Fotos zu machen, ist: Gilt unser Interesse bloß dem Festhalten dessen, was unser Objekt repräsentiert, oder würden wir lieber ein Gedanken anstoßendes und Interesse weckendes Bild kreieren?

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Fotografie Forum Frankfurt:
Sommer, Sonne, Bildung

Sommer, Sonne, Bildung: Das Fotografie Forum Frankfurt startete mit seiner Sommerakademie. Bis Oktober gibt’s Vorträge und Workshops mit “bekannten Größen und aufstrebenden Talenten aus der Fotoszene” (Eigenwerbung).

Raab_5.jpg

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Emanuel Raab: MenschenBild # 5, Fotoinstallation, 8 x 12 m
am ehemaligen Bundesrechnungshof, Berliner Straße/Ecke Kornmarkt, Frankfurt/Main

Das FFF zeigt außerdem gerade “MenschenBilder” von Emanuel Raab – umsonst und draußen, riesig mit acht mal zwölf Metern Größe am ehemaligen Bundesrechnungshof in Frankfurt am Main. In etwa vierwöchigem Abstand kommen zu dem oben abgebildeten überlebensgroßen Polizisten neue Motive hinzu.

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24 Stunden:
Indy in Jordanien


Rehab, Jordanien; Meseburg, Deutschland; Bagdhad, Irak; Lewiston, Idaho, USA. -> Bildgalerie (Bilder Keystone)

Vier Aufnahmen, die sich durch völlig unterschiedliche Qualitäten auszeichnen: Das “Indiana-Jones-Bild aus Jordanien illustriert Archäologie mit einem Klischee-Bild in perfekter Umsetzung. Frau Merkel als plaudernde Nachbarin ist nur deswegen eine spannende Aufnahme, weil die Hauptperson sich in einer ebenso alltäglichen wie für ihre Funktion ungewöhnlichen Situation befindet. Die beiden Frauen in Bagdhad überraschen als extreme Mischung von Lichtspiel und Porträt. Und selten hat man ein so schwieriges Motiv wie einen Regenbogen in dieser perfekten Komposition gesehen.

In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten drei bis fünf Pressebilder aus den vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach rein fotografischen Kriterien.

Einer gegen alle:
Viel los auf diesem Bild

Sehr schöne Blickführung und ein interessanter Widerspruch zwischen Autos, Mopeds und einem einzelnen Fussgänger, der sichals einziges in diesem Bild bewegt. Ein Polfilter hätte weiter geholfen.

Pascal Grob

Pascal Grob


Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Pascal Grob). – Kodak Portra 160 VC, 50mm, 1/250, f/11

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Pascal Grob:

An diesem Bild gibt es so viele tolle Dinge zu bemerken, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll.

Das stärkste Bildelement ist zugleich das, was uns als erstes auffällt: die Schlangen der wartenden Autos. Sie führen unseren Blick entlang der Straße in den hintersten Bildteil. Zusammen mit den Bäumen auf der rechten und den Brückenpfeilern auf der linken Seite versehen sie das Foto mit viel Perspektive.

Das allein würde ein ziemlich gutes, wenn auch zu ruhiges, Bild abgeben. Aber nachdem sich unsere Augen entlang der Autoschlangen nach hinten bewegt haben, sehen wir genauer hin und entdecken die Leute, die ungeduldig auf ihren Mopeds sitzen, und dann den einzelnen Fußgänger, der über den Zebrastreifen rennt. Dieses kleine Detail macht für mich das ganze Bild aus:

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Canon EOS 1000D:
Das EOS-Einsteigermodell

Mit der EOS 1000D bringt Canon eine Einsteiger-EOS auf den europäischen Markt. Mit vielen Schikanen: 10 MP, Sensorreinigung und Live View – einfach in der Bedienung und nicht zu hart für den Geldbeutel.

Die EOS 1000d von Canon ist das neue Einsteigermodell: 10 Megapixel, im Set mit 18-55mm Linse erhältlich. (Bild Canon)

Die EOS 1000d von Canon ist das neue Einsteigermodell: 10 Megapixel, im Set mit 18-55mm Linse erhältlich. (Bild Canon)


Canon EOS 1000D: Klein, leicht, reich mit Technik befrachtet und im Set mit 18-55mm-Objektiv 650 euro günstig. Alle Bilder (Canon)

Schon seit einiger Zeit geistert die Produktbezeichnung “EOS 1000D” durch die Photoblogs – und das (von viel Bedauern begleitete) Gerücht, es werde sich nicht um eine neue Highend-Kamera, sondern ein Einsteigermodell handeln. Jetzt hat Canon die Katze aus dem Sack gelassen. Ab Juli 2008 ist die EOS 1000D erhältlich:

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24 Stunden:
Unter Singapurs Brücken


Singapur; Coralville Dam, Iowa, USA; Dakar, Senegal; Northern Territory, Australien. -> Bildgalerie (Bilder Keystone)

In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten drei bis fünf Pressebilder aus den vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach rein fotografischen Kriterien.

Komposition:
Bildschnitt ist immer erlaubt

Nicht immer gelingt die beste Bildkomposition bei der Aufnahme – aber ein Blick in die Ecken des Sucherausschnitts hilft. Und: Ein Bildschnitt ist keine Retusche und auch dem Fotojournalisten erlaubt – es gibt k(aum )einen Grund, ein Bild nicht zu beschneiden, wenn es dadurch gewinnt.

Michael Klein

Michael Klein


Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Michael Klein). – Pentax K10D – 1/45s – f/5.6 – ISO 100 – 55mm (110mm)

Kommentar des Fotografen:

Dieses Bild entstand in einem Wildpark in Bayern als Schnappschuß. Ich finde die Situation sehr amüsant, beide Hühner sitzen seelenruhig auf dem Dach und scheinen als ob sie plaudern. Störend finde ich jedoch das dritte Huhn am Rande.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Michael Klein:

«Störend finde ich jedoch das dritte Huhn am Rand.» sagt der Fotograf über sein Bild. Ich auch. Warum ist es also da?

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