Underwater Universe:
Der Blick in eine buntere Welt

Underwater Universe von Claudia und Manfred Hochleithner ist ein Buch mit außergewöhnlich beeindruckenden, farbstarken Unterwasserfotos, die aus Zehntausenden von Aufnahmen zusammengestellt wurden.

UnderwaterUniverse Cover

Unterwasser-Bilder kennt man spätestens seit den Tauchfilmen und Fernsehsendungen von Jacques Cousteau und Hans Hass.

In den letzten Jahren sind dank entsprechenden Ausrüstungen immer mehr Taucher auch mit Kamera unter Wasser gegangen, und es gibt immer mehr eindrucksvolle Unterwasserfotos – selbst Leni Riefenstahl ritt auf der Welle mit.

Doch dieses Buch mit Unterwasser-Makroaufnahmen ist außergewöhnlich:

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Nacktheit Nebensache:
Ein ungewöhnliches Porträt

Zu häufig wird Nacktheit in der Fotografie eingesetzt, um auf einfache, billige Weise Aufmerksamkeit zu erregen oder den Betrachter zu schockieren. Hier ist ein exzellentes Gegenbeispiel.

Bela Beier

Bela Beier


Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Bela Beier). – Leider keine Exif-Daten vorhanden

Kommentar des Fotografen:

Das im späten 2007 entstandene Bild war mehr oder weniger ein Zufallstreffer – das Experimentieren mit künstlicher Tiefenschärfe war das Ziel. Wie gut das funktioniert hat, und wie stark der Ausdruck des Bildes durch die S/W-Konvertierung wurde, hat mich am ehesten überrascht. Die Kamera war eine Dimage A2 von Minolta, die Blende ist mir nicht mehr bekannt, es sei denn, sie steht noch in den Exif-Daten.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Bela Beier:

Ich störe mich nicht an Aktfotografien – aber an Bildern, die ausser Nacktheit nichts zu bieten haben. Das erste, was der Betrachter hier bemerkt, ist, dass die Frau nackt ist. Aber in diesem Fall gibt es mehr, das unser Interesse erweckt und wir fragen uns, wie die umgebene Situation sein mag:

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Fotoespresso 1/08:
Typische Bildkompositionsfehler

Neues Lesefutter für lernbegierige Fotografen: Der deutsche Fotoespresso Nr. 1/2008 ist erschienen und wie immer kostenlos erhältlich. Eines der Themen: typische Fehler bei der Bildkomposition.

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Fotoespresso 1/2008: Titelbild mit der Oberfläche des neuen Lightroom 2 beta

Titelgeschichte dieses Fotoespresso ist ein erster Blick auf das neue Adobe Lightroom Version 2, das derzeit im öffentlichen Beta-Test steht und kostenlos geladen und ausprobiert werden kann.

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Rekord-Auktionen bei Christie’s:
Auf dem Foto-Markt rollt der Rubel

Eins, zwei … meins: Der Rubel rollt bei der Versteigerung von Meisterwerken der Fotogeschichte. Das Auktionshaus Christie’s meldet neue Rekorderlöse.

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Ansel Adams: Clearing Winter Storm, Yosemite Valley, 1944 – Erbrachte 481.000 Dollar (304.000 Euro), Courtesy Christie’s

In fünf Auktionen wurden an zwei Tagen rund 17,6 Millionen US-Dollar oder 11,1 Millionen Euro erzielt. Nach Angaben von Christie’s ist dies das weltweit höchste Ergebnis bisher.

Christie’s wurde von den Preisentwicklungen selber überrascht. Erwartet wurde für diese fünf Auktionen in New York ein Gesamterlös von knapp unter 15 Millionen US-Dollar. “Der Markt wurde in neue Dimensionen gehoben”, sagt Philippe Garner, bei Christie’s verantwortlich für internationale Fotografie. Weitere Super-Preiserzieler:

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Zu viel Vordergrund:
Rahmen mit Mass einsetzen

Das Spiel mit einem unscharfen Vordergrund vor einem weiten Hintergrund ist beliebt, um einem Bild Tiefe zu verleihen. Aber das sollte mit Mass geschehen – und beide Ebenen müssen etwas Interessantes zu bieten haben.

Cyril Schlauri

Cyril Schlauri


Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Cyrill Schlauri). – Nikon D70s – 1/400s – f/5.6 – 20mm (30mm), ISO 200

Kommentar des Fotografen:

Das Bild entstand auf Tierra del Fuego (Argentinien) im Dezember 2006. Es zeigt für mich eindrücklich die Weite und Kargheit, aber auch die faszinierende Schönheit dieser einmaligen Landschaft. Durch den Vorder- und Hintergrund und den Einsatz der Tiefenschärfe (ist aber zuwenig… nicht so tolles Objektiv) wollte ich Tiefe und Dimension ins Bild bringen.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Cyrill Schlauri:

Es gibt viele Dinge, die dieses Bild zu einem besonderen Blickfänger machen. Die Wolken, die in die Ferne ziehen, verleihen dem Foto ein Gefühl von Tiefe und Dimension, die parallelen Linien des Zaunes und der Horizont teilen es in verschiedene Teile und führen unseren Blick durch das ganze Bild, während der Metallschuppen einen Referenzpunkt für unsere Augen darstellt, nachdem wir unseren Blick durch das Bild haben schweifen lassen.

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Clifford Ross und August Sander:
Landschaften damals und heute

Landschafts-Ansichten aus unterschiedlichen Fotografengenerationen: Die Photographische Sammlung der Kölner SK Stiftung Kultur stellt August Sander und Clifford Ross gegenüber – auf der ArtCologne bis zum Sonntag, 20. April.

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Clifford Ross: Mountain II, 2005

Die Landschaften des New Yorker Künstlers Clifford Ross (Jahrgang 1952) werden nach Angaben der SK Stiftung Kultur erstmals in einer größeren europäischen Stadt gezeigt. Ross fotografiert die metergroßen farbigen Panoramen mit einer eigens gebauten Großbildkamera auf Negative mit 9 x 18 inch (23 x 46 cm). Diese werden einzeln eingescannt und bringen dann 2,6 Gigabyte Speicherplatz auf die Platte. Zentrales Thema der Ausstellung ist aber nicht in erster Linie die Technik, sondern der künstlerische Ansatz von Ross:

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Darmstädter Tage der Fotografie:
Forum für Querdenker

Die Darmstädter Tage der Fotografie finden vom 18. bis 20. April zum vierten Mal statt. Das Motto 2008: “Querdenker – vom Kopf an die Wand”.

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Darmstädter Tage der Fotografie: Programmtitel

Die Darmstädter Tage der Fotografie sind nach Angaben der Veranstalter eine Plattform für Fotokunst und unterschiedliche Sichtweisen: Wunderbar erfrischende Fotoserien von mehr als 50 Fotografen an 17 Orten werden über die Stadt verteilt zu sehen sein. Auf dem gleichzeitig stattfindenden Symposium an der Hochschule Darmstadt werden Künstler, ein Musiker, eine Kunsthistorikerin und ein etwas anderer Art Direktor zum Thema sprechen.

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Farben und Formen:
Mehr Schicht!

Einfach ist besser – aber zu einfach sollte es nicht werden. Wie eine Zwiebel sollte ein Bild mehrere Schichten aufweisen.

Dirk Haunschild

Dirk Haunschild


Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Dirk Haunschild). – Panasonic DMC-FZ30 – 1/4000s – f/6.3 – ISO 80 – 31mm (?KB)

Peter Sennhauser meint zum Bild von Dirk Haunschild:

Grade habe ich ein Plädoyer für einfachere Bilder geschrieben. Und jetzt muss ich mir bereits widersprechen? Grundsätzlich gefällt mir Dirks Bild – aber das ist eine persönliche Ansicht. Objektiv gesehen muss man aber bemerken, dass die Aufnahme nicht genug bietet:

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Fingerübungen – Strassenshooting:
Einfacher werden

Auf dem Foto-Spaziergang kommt man am ehesten zu guten Resultaten, wenn man sich nicht zu viel vornimmt.

Peter Sennhauser - Fotospaziergang. San Francisco, 2008

Peter Sennhauser - Fotospaziergang. San Francisco, 2008


Bild des (zweiten) Tages: Keep it simpel, stupid!
(Alle Bilder Peter Sennhauser)

Neben vielen anderen habe ich am Wochenende im Zuge eines Fotoseminars ein paar grundlegende Dinge über mich selbst gelernt. Wir haben an beiden Tagen die gleiche Tour durch ein Quartier in San Franciscos Künstlerecke gemacht – und am zweiten Tag liefs mir deutlich besser. Ein paar Erklärungen, die andern vielleicht helfen könnten:

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Abstrakt oder konkret:
Das Auge fesseln

Einfache, klare Linien oder komplexe Bezüge von Flächen und Licht machen nicht selten bereits ein gutes Bild – vor allem in Schwarz/Weiss. Häufig entpuppt sich die Bildidee nach der Umsetzung aber als zu schwach.

Manfred Huszar

Manfred Huszar


Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Manfred Huszar). – Olympus E-400 – 1/320s – f/8 – ISO 100 – 29mm (58mm)

Kommentar des Fotografen:

Eine banale geöffnete Schranke, oder nicht doch ein Zeichen dafür, dass es einmal verboten war diese Dinge dort zu tun, und es einfach vergessen wurde, wie so vieles, diese eine Schranke wieder zu schließen.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Manfred Huszar:

Ich beneide Fotografen, die ein Auge für einfache Bilder haben. Häufig machen einfache Licht/Schattenspiele oder eben Farbkontraste die besten Fotografien. Diese Motive muss man nicht nur erkennen können, sondern auch noch den Mut haben, sie abzulichten.

Aber manchmal reicht das eben nicht ganz:

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