F/Stop-Festival in Leipzig:
Viele Kilometer Fotografie

In Leipzig beginnt am 16. Juli 2008 das zweite F/Stop-Festival für internationale künstlerische Fotografie. 84 Künstler aus 15 Ländern gibt es dort zu sehen.

Josef Schulz: Form 10 (Ausstellung reGeneration)

Josef Schulz: Form 10 (Ausstellung reGeneration)


Josef Schulz: Form 10 (Ausstellung reGeneration)

Gut zu Fuß sollte man sein und sich auf eine kleine Wanderung einstellen: Den 30 Ausstellungsorten auf dem Gelände der Spinnerei im Leipziger Stadtteil Plagwitz schließt sich ein weiterer Kunstparcours von rund zwei Kilometern Länge an. Bis Sonntag, 20. Juli.

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Tanz auf dem Vulkan:
Nicht zu viel wollen

Was war zuerst: Das Bild oder seine Botschaft? Amateure überfordern sich häufig, weil sie unbedingt eine Aussage in ein Bild fassen statt nach Bildern mit Aussage suchen wollen. Beide Ansätze sind möglich – aber der erste ist ungleich aufwändiger.

Caro Nadler

Caro Nadler


Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Caro Nadler). – Nikon D200, 10mm (Sigma-Zoom 10-22 mm), f 8.0, 1/250 Sek

Kommentar des Fotografen:

Fuerteventura, Casas El jablito. An diesem Motiv faszinierte mich der Kontrast zwischen der sehr einfachen Hütte, dem Auto und dem Vulklankegel im Hintergrund. Mit der 10mm-Brennweite hatte ich versucht, eine Spannung ins Bild zu bringen, bin aber nicht wirklich glücklich: die Hütte ist mir zu mittig, das Auto kommt nicht zur Geltung. Eine Änderung der Position war schwierig, da sonst das Gebäude links von mir (siehe Schatten) auf das Bild gekommen wäre. Muss man manchmal einfach vor den örtlichen Gegebenheiten kapitulieren?

Peter Sennhausermeint zum Bild von Caro Nadler:

Die Antwort auf Deine Frage lautet zweifellos Jein. Du musst nicht vor den Gegebenheiten kapitulieren – aber vielleicht vor der Beschränkung der Möglichkeiten durch Zeit und Aufwand:

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Konica Museum of Beauty3D-”Fotografie”

Werbeseiten von Kameraherstellern sind selten interessant, wenn man nicht gerade eine neue Kamera kaufen will. Mit dem “Museum of Beauty” hat Konica allerdings ein virtuelles Kunstwerk geschaffen – das an Ort und Stelle inspiziert werden kann.

Konica Future is here

Konica Future is here


“Future is here”: Die virtuelle Stadt von Konica

Flash-Websites kann ich gar nicht leiden: Lange Ladezeiten, nervige Geräusche, und Menüs, die nie so funktionieren, wie man es erwartet. Wie Konica die Venus von Milo virtualisiert und geflasht hat, ist allerdings sehenswert:

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Bahnhofsszene:
Grelles Licht lenkt ab

Helle Flächen in unseren Fotos sollten Dingen vorbehalten sein, die im Zentrum stehen – denn wir lenken unweigerlich die Augen dort hin. Grade bei langer Belichtungszeit ist deshalb sehr darauf zu achten, das Motiv nicht mit einer Weissfläche zu konkurrenzieren.

Mazhiqi Besim

Mazhiqi Besim


Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Besim Mazhiqi). – Nikon D80 – 1/3s – f/18 – ISO 100 – 35mm (53mm)

Kommentar des Fotografen:

Dieses Foto wurde am 21.06.2008 in Bielefeld am Hauptbahnhof aufgenommen. Die Absicht war, das Leben am Bahnhof, das Kommen und Gehen, das Sich-wiedersehen und das Warten wie das Vergehen der Zeit zu dokumentieren. Speziell an dem Foto ist die Klarheit der Person, die wartet, und die Unklarheit, die die gehenden Personen mit sich ziehen.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Besim Mazhiqi:

Dieses Foto hat einige positive Aspekte aufzuweisen, ist aber insgesamt aufgrund eines typischen Fehlers in der Komposition nicht völlig überzeugend. Bahnhöfe waren schon immer gute Orte, um nach interessanten Fotos Ausschau zu halten. Leider werden zu viele Bahnhöfe wie der Rest der Welt zum Einheitsbrei:

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Firmwareupdate für Casio Exilim EX-F1:
Stasi-Maschinengewehr

Mit der neuesten Firmware 1.10 kann die Casio Exilim EX-F1 nicht nur Serienbilder in Videogeschwindigkeit aufzeichnen – sie kann dies auch noch “vorbeugend” tun …

Casio Exilim EX-F1

Casio Exilim EX-F1

Die Casio Exilim EX-F1 wurde auf unserem Schwesterblog neuerdings.com bereits als Maschinengewehr tituliert.

Mit ihren bis zu 60 Serienbildern pro Sekunde und Hochgeschwindigkeits-Videos von bis zu 1200 Bildern pro Sekunde statt deren 25 beim normalen Fernsehen kann sie sicherlich auch in Zeitlupe zeigen, wie eine Handgranate “dick wird”.

Als ob das nicht schon militaristisch genug klänge, kann sie nun aber auch wie die Olympus SP-570 noch Vorratsdatenspeicherung betreiben:

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Man Ray:Unbekümmert, aber nicht gleichgültig

Man Rays Grabspruch wurde als Titel für die aktuelle Ausstellung in Berlin ausgewählt: “Unbekümmert, aber nicht gleichgültig”.

mray_NoireBlanche.jpg

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Man Ray: Noire et Blanche, 1936
Alle Bilder: © Man Ray Trust, Paris / VG Bild-Kunst, Bonn 2008

Man Rays Bilder sind zusammen mit dem Werk Alexander Rodtschenkos (fokussiert.com berichtete) im Berliner Martin-Gropius-Bau bis zum 18. August ausgestellt. Die Ausstellung setzt Man Rays künstlerische Arbeiten mit den Gegenständen und Bildern in Beziehung, aus denen er seine Inspiration schöpfte: die Melone, der Spazierstock, Gegenstände aus seinem Pariser Studio, seine Sammlung erotischer Fotografien und Objekte, die er für seine Rayografien verwendete.

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Guckst du mal fern? Herrinnen und Herren des Lichts

Die TV-Programme verzeichnen in den nächsten Tagen eine ganze Reihe von Beiträgen über Fotografen. Eine Zusammenfassung – von Gabo, der “Herrin des Lichts”, über die Herren Malick Sidibé und Titarenko bis zu Parr.

Malick Sidibé: Friends fighting with stones, 1976 Bildrechte: ZDF / © Malick Sidibé/CAAC/The Pigozzi Collection, Genf

Malick Sidibé: Friends fighting with stones, 1976 Bildrechte: ZDF / © Malick Sidibé/CAAC/The Pigozzi Collection, Genf


Malick Sidibé: Friends fighting with stones, 1976
Bildrechte: ZDF / © Malick Sidibé/CAAC/The Pigozzi Collection, Genf

Am Freitag, 11. Juli, gibt’s bei Arte um 22.25 Uhr einen Film über den großen alten malischen Fotografen Malick Sidibé – Titel: Dolce Vita Africana.

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Strukturlandschaft:
Konzentration aufs Objekt

Muster, Linien und Strukturen in der Landschaft sind beliebte und dankbare Motive. Sie müssen aber so stark wie möglich betont werden und dürfen in der Aufnahme nicht zum Nebenaspekt verkommen.

Johannes Treeck: Einfach Niederrhein

Johannes Treeck: Einfach Niederrhein


Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Johannes Treeck). – Sony DSC-R1 – 1/40s – f/16 – ISO 160 – 71.5mm

Kommentar des Fotografen:

Aufgenommen in Kranenburg/Niederrhein am 21.05.2008. Titel “einfach Niederrhein”. Auf der Suche nach interessanten grafischen Strukturen in den Feldern fand ich diesen Ort; das Foto sollte einen möglichst hohen Schärfentiefenbereich bekommen, daher die maximale Blende (f16) der Sony-DSC-R1, die bei dieser Belichtungszeit(1/40) auf das Stativ kam. Mir gefällt das spannungsvolle im Bildaufbau. Gerne geändert hätte ich die Lichtverhältnisse, aber das stand nicht in meiner Macht. Versuch in SW habe ich gemacht, allerdings nicht so erfolgreich, dass ich die Version einsenden könnte.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Johannes Treeck:

Die grundlegende Idee, die hinter diesem Bild steckt, ist nicht schlecht, aber die Umsetzung leidet unter zu viel grüner, offener Fläche:

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Farbtemperatur und Weißabgleich:
Warm oder kalt?

Für uns schaut die Welt morgens, mittag und abends fast gleich aus. Für die Kamera dagegen nicht. Um die Fähigkeiten des menschlichen Auges nachzubilden, benötigt sie den Weißabgleich – doch der kann einem auch ein stimmungsvolles Sonnenuntergangs-Foto zunichte machen.

Sonnenuntergang im Pazifik

Sonnenuntergang im Pazifik


Dieser sich in Wolken und Meer spiegelnde Sonnenuntergang in den Tropen konnte nur mit einem auf Tageslicht fixierten Weißabgleich in seiner einzigartigen Lichtstimmung festgehalten werden. (Bild: W.D.Roth)

Unser Auge und die Bildbearbeitung in unserem Kopf stellen sich auf die Umgebungsbedingungen automatisch ein. Wenn wir von einem hellen in einen dunklen Raum kommen, sehen wir zwar im ersten Moment sehr wenig, doch nach einigen Minuten sieht die Welt wieder ganz normal aus.
Ähnlich ist es mit der Lichtfarbe, also der Verteilung bzw. Intensität der einzelnen Farben im Spektrum: In der Dämmerung tendiert sie sehr ins Bläuliche, deshalb wird auch von der “blauen Stunde” gesprochen; wenn die Sonne aufgeht, wandelt sich die Lichtfarbe ins genaue Gegenteil, ins Rötliche.

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Überempfindliche Romantik:
Sumpfdelta in Schwarz

Ein riesiger Vorteil der Digital-Kameratechnik ist ihre variable Empfindlichkeit. Aber neben der ISO-Zahl lässt sich bei dunklen Verhältnissen auch mit der Blende und der Belichtungskorrektur operieren. Hohe Empfindlichkeit bringt nämlich leider auch hohes Rauschen und lässt wenig Spielraum für die digitale Dunkelkammer.

Thyl Sieber: Am Donaudelta

Thyl Sieber: Am Donaudelta


Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Thyl Sieber). – Brennweite 47mm, 1/500s bei f/18 und ISO 1600

Kommentar des Fotografen:

Sonnenuntergang im Donau-Delta, im grössten Sumpf der Welt. Man sieht das wunderbare Romantische an dieser Landschaft, das Wasser, in welchem sich die Sonne spiegelt und im Gegensatz dazu auch die sumpfig-ekligen Wasserpflanzen, die da vom Ast ins Uferwasser voller Seegras und Getier übergehen. .

Profi Robert B. Fishman meint zum Bild von Thyl Sieber :

Die Sonnenuntergangsstimmung ist hier mit der Spiegelung der Sonne im Wasser sehr schön eingefangen. Leider ist der rechte, dunkle Bildrand sehr «abgesoffen«. So ist dort überhaupt keine Struktur mehr im Wald zu sehen. Gut 1/3 des Fotos sind damit für den Betrachter verloren, die große dunkle Fläche erdrückt den den Rest des Bildes und zerstört seine Wirkung. Das hätte sich vermeiden lassen:

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