Olympus E-3 im Test:
Auch sie klappert mit dem Spiegel

Die Olympus E-3 Spiegelreflexkamera ist das aktuelle Flaggschiff des E-Systems und des gesamten Olympus-Sortiments. Kann sie den hohen Erwartungen entsprechen? fokussiert.com-Autor Wolf-Dieter Roth konnte die Kamera ausgiebig in der Praxis testen, woraus in den nächsten Wochen ein Handbuch entstehen wird. Hier jedoch bereits ein erstes Fazit.

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Olympus E-3 geschlossen W.D.Roth

Olympus E-3 geschlossen W.D.Roth


Nanu? Die E-3 hat ja gar keinen Monitor? (Bild: W.D.Roth)

Olympus war die erste Kamerafirma, die Digitalknipsen herausbrachte, die wie Kameras aussahen und nicht wie Taschenrechner oder Schokoriegel. Olympus war auch die erste Firma, die zum Wunsch, an einer DSLR ein Vorschaubild haben zu wollen wie an jeder Kompaktkamera, nicht sagte “Sowas will kein richtiger Fotograf“, sondern es als “Live View” machte. Das war vor zwei Jahren, inzwischen gibt es das betreffende Kameramodell E-330 schon nicht mehr, doch dafür die E-410, die E-510 und nun die E-3.

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Leserbilder in der Profi-Kritik:
Beton am Meer

Manche Motive erschliessen sich dem Betrachter nicht ohne weitere Hinweise des Fotografen. Eine leere Sitzbank in einer Beton-Promenade ist hier vielleicht Ausdruck von Einsamkeit – oder Landschaftsverschandelung?

Daniel Ebneter - Les St. Maries de la mer

Daniel Ebneter - Les St. Maries de la mer


Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Daniel Ebneter). – Minolta DiMAGE 7Hi – 1/500s – f/8 – ISO 100 – 8mm (31mm)

Kommentar des Fotografen:

An der Strandpromenade von Saintes-Maries-de-la-Mer in Südfrankreich.

Profi Robert B. Fishman meint zum Bild von Daniel Ebneter:

Diesem Bild mangelt es an Aussage. Einziger Ankerpunkt für mein Auge ist die schöne Laterne. Ansonsten sehe ich erstmal eine große, graue, öde Betonfläche, die mich wenig anspricht. Ganz klein (für meinen Geschmack zu klein) sind die Silhouetten der Menschen auf den Wellenbrechern.

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Ken Burns:
Technik-Pionier, Doku-Filmer

Ken Burns ist hauptsächlich für den nach ihm benannten Effekt bekannt, Still-Fotos langsam über einen Videobildschirm wandern zu lassen und dabei gleichzeitig zu zoomen, um so einen Kameraschwenk einer Videokamera zu simulieren. Doch Burns ist primär Dokumentarfilmer. Eine 14-teilige Reihe über den II. Weltkrieg (“The War”) kommt ab 5. März ins deutsche Fernsehen.

KenBurns

KenBurns


Ken Burns (Bild: dbking, CC)

Der sogenannte Ken-Burns-Effekt ist in vielen Videoschnittprogrammen wie Apples iMovie integriert und daher mittlerweile schon etwas abgelutscht: Eine Kamera scheint über eine Landschaft, über eine Szene zu schwenken und einzelne Details heranzuzoomen. Doch eigentlich wird eine Fotografie entsprechend in ein Videobild eingeblendet.

Da Fotos eine weit höhere Auflösung haben als heutige Fensehbilder – bei HDTV könnte es irgendwann anders aussehen – ist es technisch kein Problem, in eine Fotografie hineinzuzoomen, ohne daß dies auffällt, insbesondere bei direkter digitaler Bearbeitung.

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Leserbilder in der Profi-Kritik:
Perspektive macht noch kein Bild

Ein ungewöhnlicher Blickwinkel ist ein gutes Stilmittel für eine Bildkomposition, die Aufmerksamkeit erweckt. Darüber hinaus sollte das Foto aber halten, was es verspricht, und auch inhaltlich etwas Aussergewöhnliches bieten.

Florian Ullbrich

Florian Ullbrich


Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Florian Ullbrich). – NIKON D70 – 1/20s – f/4 – 18mm (36mm)

Kommentar des Fotografen:

Nach einem harten Ausbildungstag zurück in der Unterkunft auf dem Truppenübungsplatz.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Florian Ullbrich:

Dies ist ein Foto, das sofort Interesse weckt und den Blick haften lässt, da ein ungewöhnlicher Blickwinkel genutzt wird. Aufgrund der besonderen Perspektive, die es einnimmt, erinnert es etwas an den legendären Magnum-Fotografen Elliott Erwitt.

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Noh Suntag:
Koreanischer Ausnahmezustand

Der südkoreanische Fotograf Noh Suntag ist ab 1. März erstmals in Europa zu sehen – beim Württembergischen Kunstverein in Stuttgart.

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Noh Suntag: State of Emergency, Fotoserie, 2000 – 2007

Noh Suntag beschäftigt sich mit der gegenwärtigen Situation der koreanischen Gesellschaft: den Folgen des Krieges, der Teilung in Nord- und Südkorea, den Diktaturen und ihrer militärischen Brutalität, den Auswirkungen des Turbokapitalismus im Süden. Er entwirft das Bild eines permanenten Ausnahmezustandes – State of Emergency, so lautet deshalb der Ausstellungstitel.

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Nextbase Gallery:
Digi-Rahmen aus Sachsenholz

Elektronische Bilderrahmen waren ein Thema des letzten Weihnachtsgeschäfts und sind auch wieder eins auf der CeBIT 2008. Der Mannheimer Anbieter Nextbase hat nun ein Modell mit Internetanschluß parat.

Nextbase @Gallery 15
Der Nextbase @Gallery 15 bietet 800 x 600 Pixel auf 8 Zoll Bildschirmdiagonale. Vor allem hat er aber eine eigene E-Mail-Adresse! (Bild: Nextbase)

Fotografiert ist heute digital schnell. Doch dann versauern die Bilder auf der Festplatte oder DVDs, zum Erstellen einer Website hat keiner Zeit und öffentlich auf Flickr & Co. oder gar StudiVZ laden vernünftige Menschen Familienbilder nun auch nicht hoch im Zeitalter chronischer Sicherheitslücken. Doch wenigstens im Wohnzimmer oder beim Besuch bei Oma hätte man die Bilder gerne dabei.

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James Nachtwey:
Kampf für das Leben

Krieg, Tod und Krankheit sind die Themen von James Nachtwey. Das Pariser “Laboratoire” zeigt seine Bilder von Seuchenopfern aus aller Welt – Titel: “Combat pour la vie”, Kampf für das Leben.

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James Nachtwey: Hutu – befreit aus einem Todeslager, Ruanda. 1994

James Nachtweys schockierende Bilder vom Völkerschlachten in Ruanda sind weltweit bekannt geworden. Nicht weniger erschütternd die von Seuchen gezeichneten Kranken. “Ich möchte dem Schmerz ein Gesicht geben”, sagt Nachtwey.

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Leserbilder in der Profi-Kritik:
Drei sind besser als zwei Teile

Ein guter Moment, der viel ausdrückt, aber leider flau rüberkommt: Das Bild wird durch das Schiff genau zweigeteilt. Der Goldene Schnitt wäre auch hier anwendbar.

Andreas Bemeleit: Elbufer in Hamburg

Andreas Bemeleit: Elbufer in Hamburg


Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Andreas Bemeleit). – Nikon D70 – 1/160s – f/10 – ISO 200 – 30mm (45mm)

Kommentar des Fotografen:

Elbufer in Hamburg-Teufelsbrück am wärmsten Tag des Jahres 2006. Die Debatte zum Klimawandel nahm langsam Fahrt auf. Dieses Bild versucht einen Zusammenhang zwischen der Globalisierung und der Erwärmung zu zeigen.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Andreas Bemeleit:

Starke Linien und das Beachten kompositorischer Details machen dies zu einem fesselnden Bild. Aber mich stört, dass das Schiff genau durch die Bildmitte fährt und das Foto in zwei Hälften zerlegt. Lasst uns mit den Stärken beginnen:

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Paul Simon – Kodachrome:
Der Foto-Schleichwerbesong

Gibt es eigentlich ein Musikstück für Fotografen? Ja, das gibt es. Der Song “Kodachrome” von Paul Simon spricht auch den Fotografen aus dem Herzen, die mit einer Canon-Kamera und Agfachrome oder einer Agfa-Kamera und Fujichrome fotografiert haben und nicht mit einer Nikon-Kamera und Kodachrome. Auch wenn es eigentlich nur um Jugenderinnerungen geht.

Paul Simon und Art Garfunkel Stadion St. Jakobspark in Basel, Switzerland, Thursday, July 29, 2004. (KEYSTONE/Markus Stuecklin)

Paul Simon und Art Garfunkel Stadion St. Jakobspark in Basel, Switzerland, Thursday, July 29, 2004. (KEYSTONE/Markus Stuecklin)


Paul Simon und Art Garfunkel im Stadion St. Jakobspark in Basel, Donnerstag den 29. Juli 2004 (Bild: Keystone/Markus Stuecklin)

Kodachrome, they give us those nice bright colours
They give us the greens of summers
Makes you think all the worlds a sunny day, oh yeah
I got a nikon camera, I love to take a photograph
So mama dont take my kodachrome away

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Leserbilder in der Profi-Kritik:
Nicht die Geduld verlieren

Das Motiv passt, der Standpunkt ist gut, das Bild ist komponiert – aber das Licht spielt nicht mit? Ja, dann ist eben Warten oder ein andermal wiederkommen angesagt!

Christian Humard - Schloss Lenzburg

Christian Humard - Schloss Lenzburg


Leserfoto: Schloss Lenzburg. Klick für Vollansicht (© Christian Humard). – Olympus E-410 – 1/100s – f/7.1 – ISO100 – 14mm (28mm)

Profi Jan Zappner meint zum Bild von Christian Humard:

Landschaftsaufnahmen leben von ihrer Dramatik und ihrem Standpunkt. Hier ist der Standpunkt gut gewählt, die Dramatik aber eher nebensächlich gewesen.

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